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Auch bei Renault manifestieren sich die Umwälzungen auf dem Automobilsektor in der Modellpalette. Dabei waren die Franzosen in der E-Mobilität durchaus Pionier, zumindest im beliebten zugelassenen Kleinwagensegment. Demnach hatte Renault als erster Hersteller einen batterieelektrischen City-Flitzer (den ZOE) am Start, der sich im Laufe seines Modelllebens zu einem absoluten Vollwerter entwickelt hat mit mehreren Hundert Kilometern Reichweite und beachtlichen 52 kWh Akkukapazität. So kam es auch, dass der ZOE unlängst in den Top 5 der meistverkauften Importeur-Fahrzeuge im Flottenbereich auftauchte.

Doch Renault ruht sich keineswegs auf den geernteten Lorbeeren aus: Inzwischen dürfen sich Flottenbetreiber und User-Chooser an einem reichhaltigen Angebot leistungsfähiger Plugin-Hybride erfreuen – in der Kompaktliga (Mégane Limousine plus Kombi) sowie beim kleinen SUV Captur. Mit dem Mégane E-TECH Electric erscheint bereits ein leistungsfähiges BEV der unteren Mittelklasse am Horizont, das sogar noch dieses Jahr sein Debüt geben soll.

Außerdem möchte der Autogigant aus Paris seine Produkte mehr emotionalisieren – das gelingt mit dem Anknüpfen an alte Traditionen. Es ist noch nicht allzu lange her, als Renault-Chef Luca deMeoankündigte,denlegendärenR5wieder aufleben zu lassen – natürlich in der Zukunft als elektrische Version.

Doch auch in der Gegenwart sind die Franzosen gut aufgestellt und überzeugen durch ihr umfangreiches Angebot. Beispielsweise werden auch jene Kunden fündig, die nach wie vor auf praktische Vans schwören und den allgemeinen Trend zum SUV einfach nicht mitgehen möchten. Mit Scénic, Grand Scénic und Espace stehen gleich drei Formate der praktischen Alltagsbegleiter zur Verfügung, um auch diesseits der Geländewagen-Front in einem großzügig geschnittenen Innenraum mit bis zu sieben Personen und viel Gepäck auf die Langstrecke gehen zu können.

Definitiv einen Blick wert ist die Neuauflage des mit vier Millionen verkauften Exemplaren durchaus als Bestseller zu wertenden Kangoo. Die in Kürze bestellbare dritte Auflage des Hochdachkombis besticht durch maximale Flexibilität, viel Platz und eine Vielzahl von Versionen – und nicht zuletzt durch ein hervorragendes PreisLeistungs-Verhältnis.

User-Chooser-Individualisten und Inhaber von Spezialgewerbebetrieben kommen mit Produkten wie Arkana, einem (ebenfalls hybridisierten) SUV-Coupé, sowie dem Pick-up Alaskan auf ihre Kosten.

Und für die CO2-Reduktion hat Renault ehrgeizige Pläne. Bereits in vier Jahren möchte Luca de Meo 65 Prozent elektrifizierte Fahrzeuge verkaufen und bis 2030 sollen in Europa gar 90 Prozent aller verkauften Autos eine E-Maschine unter dem Blech tragen.

 

KURZINTERVIEW

CARSTEN SCHOPF 
Direktor Flotten Renault Deutschland AG

Telefon 02232-730 

E-Mail: carsten.schopf@renault.de

Flottenmanagement: Renault gehört aktuell zu den Herstellern mit einem der größten VanAngebote. Welche Rolle spielt dieses Segment in der Flotte angesichts des SUV-Booms?

Carsten Schopf: Vans erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, da sie einen hohen Komfort auf den vorderen Sitzen, aber auch im Fond bieten und zusätzlich ein attraktives Raumangebot im Kofferraum haben.

Darüber hinaus punkten sie im Alltag mit einer größeren Übersichtlichkeit und tendenziell niedrigeren Betriebskosten. Viele User-Chooser zielen daher nach wie vor auf dieses Segment ab. Mittlerweile sind bei vielen Fahrzeugen die Grenzen zwischen SUV und Van fließend, weshalb beispielsweise auch der Espace und der Scénic mit einer erhöhten Sitzposition punkten.

Flottenmanagement: Welchen Stellenwert nehmen alternative beziehungsweise elektrifizierte Antriebe im Flottengeschäft mittlerweile ein?

Carsten Schopf: Der Anteil an alternativen Antrieben steigt überproportional im Flottenbereich. Forciert durch staatliche Prämien, Begünstigungen beispielsweise beim Parken, fast geräuschloses „Gleiten“, gestiegenes Umweltbewusstsein, aber auch durch das Image, welches durch Elektrofahrzeuge auf den Besitzer übertragen wird. Wir sind hier mit unseren Elektro- und Hybridvarianten sehr gut aufgestellt und haben allein vom ZOE im letzten Jahr über 30.000 Fahrzeuge verkauft und zugelassen, davon über die Hälfte bei gewerblichen Kunden. Wir gehen davon aus, dass sich diese Tendenz in den nächsten Jahren noch verstärken wird. 

Flottenmanagement: Mit welchen Service-Angeboten unterstützen Sie Fuhrparkleiter?

Carsten Schopf: Wir bieten Services an, die weit über das Fahrzeug an sich hinausgehen. Angefangen bei der Beratung im Bereich der Ladeinfrastruktur (Aufbau, Kosten, Nutzung) über die flächendeckende Ladung im Nutzungsgebiet bis hin dazu, dass wir für den Kunden die Anträge auf die staatlichen Prämien stellen und abwickeln.

Zusätzlich haben wir den Vorteil, dass das Thema Elektrofahrzeug für uns nicht neu ist. Wir haben gemeinsam mit unseren Händlern seit vielen Jahren aktiv Elektrofahrzeuge verkauft und daher den großen Vorteil der Erfahrung und der Kompetenz, sowohl im Verkauf als auch in der Werkstatt.

Darüber hinaus bieten wir natürlich attraktive „Rundum-sorglos-Pakete“ in Form von Full-Service-Angeboten an, die dem Fuhrparkleiter maximale Transparenz bei den Kosten geben.