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Mittelklasse-SUV gehören zu den gefragtesten Autos auf dem deutschen Markt. Und sie erfreuen sich nicht nur bei Privatkunden großer Beliebtheit, sondern landen auch bei Flotten-Verkaufsrankings regelmäßig innerhalb der ersten zehn Plätze. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie simpel: Die Kostenrange in diesem Segment ist recht breit – man bekommt an der Basis preiswerte Offerten (bereits ab knapp über 20.000 Euro netto, wenn es nicht der starke Diesel sein muss), und im Gegenzug bieten Mittelklasse-SUV viel Langstreckenkomfort und Sicherheit. Nicht zu verachten ist auch ihr hohes Maß an Flexibilität – ob im Zugbetrieb oder auf dem Weg zum Baumarkt, das Mittelklasse-SUV bietet hohen Nutzwert.

Kein Wunder, dass alleine von Januar bis April dieses Jahres rund 70.000 neue SUV der Mittelklasse zugelassen wurden – eine durchaus gewaltige Menge und eindrucksvoller Indikator für die Beliebtheit.

Die Modell-Landschaft in diesem Segment gestaltet sich extrem komplex; während wir beim letzten Kostenvergleich mittlere SUV behandelt und sowohl Kompaktals auch MittelklasseAusführungen in unsere Betrachtung einbezogen haben, konzentrieren wir uns im folgenden Vergleich lediglich auf die „echten“ Mittelklässler in einem Längen-Korridor von etwa 4,60 bis 4,80 Meter, um eine gewisse Chancengleichheit zu gewährleisten. Dass ausgerechnet der Gewinner Mazda CX-5 mit 4,55 Metern am unteren Rand dieser Kategorie rangiert, darf wohl als Ironie der Gegebenheiten durchgehen.

Etliche Modelle konnten nicht teilnehmen, weil deren Hersteller sie nicht oder nicht mehr mit Selbstzündern der hier gefragten Leistungsklasse anbieten, und für diverse Jeep-Modelle lassen sich im ALD-Kalkulator keine Leasingraten ermitteln – das gilt ebenso für den Ford Kuga. Auch der Volkswagen Tiguan Allspace fehlt – was darin begründet liegt, dass das Modell gerade einer Überarbeitung unterzogen wurde, und der Verkaufsstart der runderneuerten Variante erfolgt erst in Kürze.

Mit immerhin 13 Modellen wird der Vergleich jedoch schon komplex genug, zumal viel Varianz bei Ausstattung und Technik die Wahl für den Interessenten ziemlich spannend macht, sofern er nicht ohnehin durch strenge Vorgaben von Car Policies in seiner Auswahl eingeschränkt wird.

Veränderungen zum letzten Kostenvergleich ergeben sich insbesondere durch die fortgeschrittene Technik bei den optionalen Ausstattungsmerkmalen. Leistungsstarke Lichtsysteme gewinnen beispielsweise an Relevanz – da ihre Lichtausbeute dem Fahrer bei nächtlichen Touren vor allem auf schlecht ausgeleuchteten Nebenstraßen Komfort beschert, weil das Fahren so angenehmer wird. Und – noch wichtiger – Licht leistet seinen Beitrag zur aktiven Sicherheit. Immer häufiger bieten die Hersteller auch im Bereich mittlerer Segmente volladaptive Scheinwerfer.

Die Antriebe hingegen sind bei der Betrachtung gleichgeblieben. Denn eine Leistung von 140 kW/190 PS bildet einen gelungenen Kompromiss zwischen immer noch wirtschaftlichen Kosten – jedenfalls im Dieselbereich – und ausgezeichneten Fahrleistungen. Die meisten der Vergleichskandidaten beschleunigen binnen deutlich weniger als acht Sekunden auf Landstraßentempo, was ein souveränes Fortkommen garantiert – durchaus wichtig, wenn das Vehikel vielseitig eingesetzt werden soll. Nur die größten Ausführungen des Segments muten etwas phlegmatischer, aber immer noch hinreichend flink an mit etwas über neun Sekunden für den so genannten Standard-Sprint.

Die Getriebeautomatik darf als gesetzt gelten – nicht nur, dass Sie mehr Komfort beschert auf der Langstrecke und in der Stadt (in beiden Fällen wird man nicht um lästige Stopp-and-GoSituationen herumkommen), aber es geht auch um mehr Sicherheit. Schließlich lässt sich das volle Potenzial der Fahrerassistenz lediglich in Verbindung mit Automatik ausnutzen, beispielsweise das Herunterbremsen des aktiven Tempomaten bis zum Stillstand. Letzterer ist mittlerweile selbst im mittleren Segment kaum noch wegzudenken und häufig so günstig oder sogar bei manchen Modellen serienmäßig geworden, dass wir uns dafür entschieden haben, ihn mittlerweile als dienstwagenrelevant anzusehen und nicht mehr bei der Mehrwertausstattung einzusortieren.

Wer seinen persönlichen „Herzens“-SUV jetzt nicht unter den ersten Plätzen findet, muss nicht enttäuscht sein. Schließlich setzt jeder Kunde seine Schwerpunkte individuell, und so kann man sich ja getrost die Punkte heraussuchen, diefür einen persönlich am wichtigsten sind. Bei der Anschaffung des eigenen Wagens spielen oft, aber nicht immer nur Kosten eine Rolle. Auch die persönliche Markenpräferenz, das damit zusammenhängende Image oder bestimmte Technologien können ausschlaggebende Faktoren sein. Auch gibt unsere Tabelle mit den Vorschlägen der Ausstattungsoptionen naturgemäß nicht jeden persönlichen Geschmack wieder. Diverse Sonderwertungen schaffen einen schnellen Überblick darüber, wie die Platzierung unter verschiedenen Gesichtspunkten ausfällt.

Pickt man den immer wieder beliebten Verbrauch heraus, rangiert der BMW X3 an der Spitze mit 4,8 Litern je 100 km; dagegen ist der Sieger, nämlich der Mazda CX-5, mit 5,5 Litern zwar nicht der sparsamste Kandidat – rangiert aber in Betriebskosten und Leasing ganz weit vorn. Dafür muss der Japaner öfter an die Zapfsäule, aber wen das nicht stört, kann damit wunderbar leben. Bei der Reichweite sind die Modelle BMW X3, Volvo XC 60 und Audi Q5 absolute Champions – selbst wer von Garmisch bis nach Flensburg gefahren ist, hat angesichts fast 1.300 respektive 1.400 Kilometern Reichweite noch Sprit für ausgedehnte Tagestouren vor Ort im Tank. Gepäck einladen ist das Ding des Schweden dagegen nicht so – der Lifestyler begnügt sich mit 1.410 Liter Kofferraumvolumen und rangiert damit allerdings immer noch auf dem Level eines ordentlichen Mittelklasse-Kombis.

Wer wahre Lademeister sucht, kommt an Kia Sorento und SEAT Tarraco kaum vorbei – mit 2.100 respektive 1.920 Litern so ziemlich unangefochten in dieser Disziplin, ja, selbst besser als so ziemlich jeder Kombi der Mittelklasse. Schön auch an den großen SUV, dass der Nutzer selbst entscheiden kann, ob er vielleicht noch zwei weitere Personen an Bord nimmt oder eben mehr Gepäck. Die Kehrseite der Medaille ist, dass nicht jeder ein Auto mit einer Länge jenseits der 4,70 oder sogar 4,80 Meter mitschleppen möchte – für die urbane Parkplatzsuche sind Maße von weniger als 4,65 Metern Länge einfach praktischer.

Aber Mittelklasse bedeutet eben auch eine bestimmte Fahrzeuggröße, und nur eine bestimmte Fahrzeuggröße sorgt für entsprechenden Komfort. Bei Mercedes-Benz kann man übrigens gleich aus zwei Mittelklasse-Angeboten im SUVBereich wählen – GLB und GLC. In den Abmessungen und beim Antrieb geben sich die beiden wenig; unter der Haube steckt der ebenso kräftige wie sparsame OM654-Dieselmotor – beim GLB indes an ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe geflanscht, während der GLC mit der sanfteren Neungang-Wandlerautomatik verwöhnt. Dabei übernimmt der GLB mit der Frontantrieb-Plattform eher den funktionalen Part, glänzt mit hervorragendem Kofferraumvolumen von 1.805 Litern, während der GLC den schicken Lifestyler gibt mit „nur“ 1.600 Litern Gepäckabteil. Von den reinen Leasing- und Betriebskosten rangieren die beiden Sternträger auf ähnlichem Level, allerdings ist der GLC ausstattungsbereinigt rund 4.000 Euro teurer als ein vergleichbarer GLB – für Kauffuhrparks kann das natürlich eine Rolle spielen.

Stichwort Ausstattung. Es lag uns am Herzen, für die Fahrzeugausstattung (dienstwagenrelevante Merkmale) diesmal eine Sonderwertung zu vergeben. Unser Sieger CX-5 verfügt als einziger Kandidat serienmäßig über sämtliche dienstwagenrelevante Ausstattungsmerkmale. In dieser Disziplin sind die so genannten Premium-Produkte mit den prestigeträchtigen Markennamen schlechter aufgestellt. Man muss aber fairerweise auch sagen, dass man bei geschickt gewählten Businesspaketen durchaus höheren Mehrwert erhält, als man mit einer platzbeschränkten Tabelle jemals abbilden kann. Insofern sollte jeder Interessent noch einmal exakt mit seinen eigenen Wunschoptionen rechnen.

Bestimmte Optionen sind für Dienstwagen allerdings unverzichtbar – nicht nur, dass sie dem Fahrer Komfort bringen und gut für das Nervenkostüm sind, sondern sie sparen bares Geld. In diese Kategorie gehört die Einparkhilfe, denn ein Rempler ist teurer als ein paar Sensoren. Interessanterweise gehören Parkpiepser im mittleren Segment nicht ausnahmslos zur Serienausstattung. Auch die Smartphone-Integration muss an Bord, schließlich möchten viele Autofahrer während der Fahrt ihr Mobiltelefon unter Kontrolle haben, doch teure Knöllchen und Punkte in Flensburg will und kann man sich schlichtweg nicht leisten.

Letzten Endes sollte der Kunde vor dem Kauf unbedingt in die Details gehen – kühle Rechner werden das ohnehin. Denn selbst Fahrzeuge mit vielen dienstwagenrelevanten Optionen können im Kostenkapitel federn lassen, und der Kaufpreis korreliert nicht immer mit den Leasingraten. Interessant ist bei dieser Betrachtung der Vergleich von Range Rover Velar und Alfa Romeo Stelvio: Obwohl der Stelvio rund 5.000 Euro günstiger ausfällt ausstattungsbereinigt, verlangt er seinen Leasing-Kunden rund 50 bis 60 Euro mehr ab pro Monat je nach Kilometerszenario. Bei der Anzahl dienstwagenrelevanter Optionen liegen beide im Mittelfeld, was die Emotionalität angeht, dürften sowohl die Briten und die Italiener deutlich höher angesiedelt sein als hiesige Brotund Butter-Ware.

Zwei für SUV zwar wichtige Kategorien haben wir diesmal nicht als Sonderwertung aufgeführt, weil sie diesseits der großen SUV keine ganz entscheidende Rolle spielen, unterschätzen sollte man sie indes nicht und in die Gesamtwertung gehen sie ja durchaus mit ein.

Da wäre einerseits die Zuladung, die mit einer Range von 465 Kilogramm beim Renault Koleos bis 735 Kilogrammm beim Hyundai Santa Fe zwar eine enorme Bandbreite aufweist – aber im Alltag kaum relevant sein dürfte. Die Wahrscheinlichkeit, dass man vor dem Einladen von schweren oder sperrigen Gepäckstücken eine Gewichtskontrolle durchführt, dürfte äußerst gering sein. Aber gut zu wissen, dass man nach dem Baumarkt-Besuch im Franzosen tendenziell nicht ordnungswidrig unterwegs ist. Vier Personen mit ordentlich Gepäck bringen zumindest keine der hier besprochenen Offerten an ihre Grenze.

Da hat die Anhängelast schon deutlich mehr Relevanz, wenngleich Mittelklasse-SUV nicht die Zugmaschinen schlechthin sind. Zwischen zwei (Renault Koleos) und 2,5 Tonnen (MercedesBenz GLC) bewegen sich die zulässigen Anhängelasten, was die Ausübung ziemlich vielfältiger Hobbies ermöglicht. Ob nun Pferdeanhänger samt Inhalt oder den frisch erworbenen WunschOldtimer durch die Gegend ziehen, das ist kein Problem. Und da alle aufgeführten Fahrzeuge über Allradantrieb verfügen, ist Traktion selbst unter schwierigsten Zugbedingungen stets reichlich vorhanden.

Durchaus als Kaufargument gilt für viele Interessenten übrigens die Dichte des Handelsund Service-Netzes, dessen müssen sich die Hersteller bewusst sein. Das schönste Auto kann auch mal stehenbleiben, und dann möchte man es unkompliziert in die Werkstatt befördern können. Hier profitieren ganz klar die Volumenmarken, die im wahren Sinne des Wortes an jeder Ecke mit einem Servicebetrieb aufwarten können.

Jaguar-Kunden müssen mit nur 92 Betrieben verteilt auf die Bundesrepublik Vorlieb nehmen, doch wer sich für eine solch exklusive Marke entscheidet, nimmt den weiteren Weg zur Werkstatt sicherlich wohlwollend in Kauf.

Wer ein überzeugendes Produkt anbietet, kann sich seiner Kunden sicher sein – allerdings muss man auch festhalten, dass selbst ein verhältnismäßig kleiner Hersteller wie Volvo mit immerhin mehr als 300 Servicepartnern aufwarten kann – das reicht für einen passabel kurzen Weg zu einer Werkstatt. Und was den Vertrieb angeht, so werden die Aktivitäten ohnehin immer mehr in das Internet verlagert.

Interessant ist, warum lediglich die koreanischen Hersteller Kia und Hyundai mit Basisgarantien von bis zu sieben Jahren (bei Hyundai sind es fünf) punkten. Vor allem das Kia-Alleinstellungsmerkmal könnte Fuhrparkleiter von Kaufflotten hellhörig machen – dann müssen koreanische Marken aber auch in der Car Policy gelistet sein, und daran scheitert es manchmal. Ob es jedoch am Budget scheitert, hängt dann tatsächlich stark von Modell und Finanzierungsform ab. Unser Gewinner Mazda CX-5 ist tatsächlich sowohl beim Listenpreis wie auch bei den Leasingkonditionen wahrer Preischampion mit netto 36.882 Euro. Und der Preis erhöht sich auch nicht, wenn der Wunsch nach allen gelisteten dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmalen aufkommt – denn er besitzt sie komplett serienmäßig. Selbst die Mehrwert-Positionen wie elektrische Heckklappe und volladaptive LED-Scheinwerfer spendiert Mazda frei Haus.

Dass im Premium-Bereich deutliche Schwankungen im Leasing zu verzeichnen sind, zeigt der Mercedes-Benz GLC mit 48.165 Euro samt dienstwagenrelevanter Ausstattungsmerkmale. Beim Leasing im 20.000 Kilometer-Szenario kostet der Alfa Romeo Stelvio mit fast 738 Euro rund 33 Euro monatlich mehr als der Mercedes, obwohl die Kaufpreise ähnlich sind.

Leasing-Preischampion ist allerdings der Renault Koleos – er belastet das Portemonnaie bei 20.000 Kilometern im Jahr lediglich mit 440 Euro. Ein durchaus attraktives Angebot, zumal der Franzose mit 14 serienmäßigen dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmalen immer üppig vom Band rollt und mit 4,67 Metern Außenlänge schon zu den größeren Segmentanhängern gehört – entsprechend geräumig zeigt er sich.

Abschließend bleibt festzuhalten: Auch wenn der Mazda CX-5 gewonnen hat – am Ende muss man als Kunde schauen, auf welche Eigenschaften man persönlich den größten Wert legt und danach entscheiden. So gesehen haben alle Kandidaten das Zeug zum individuellen Sieger. Wer kennt nicht den bereits viele Jahrzehnte alten Spruch „es gibt heutzutage keine schlechten Autos mehr“? Er war noch nie so wahr wie anno 2021.

And the winner is ... Mazda CX-5

 

So haben wir gewertet 
Der Flottenmanagement-Kostenvergleich setzt sich aus fünf Hauptkriterien – den Kosten über Laufzeit und -leistung, den technischen Daten, den flottenrelevanten Daten, der Ausstattung und den einmaligen Kosten beim Kauf – zusammen. Dabei erhalten die jeweils drei günstigsten Modelle eine grüne Markierung und die drei teuersten eine rote Markierung. Ebenfalls werden flottenrelevante Fakten wie die Dichte des Servicenetzes und die Garantiezeiten grün beziehungsweise rot markiert und dementsprechend bewertet. Die technischen Daten eines jeden Modells werden unter den Gesichtspunkten des Durchschnittsverbrauchs in l/100 km laut WLTP-Fahrzyklus (zurückgerechnet auf NEFZ-Werte), des CO2-Ausstoßes in g/km, der Reichweite in km sowie der Ladungsdaten – Kofferraumvolumen in l, maximales Laderaumvolumen in l und Zuladung in kg – beurteilt und entweder mit Grün für die drei Bestwerte beziehungsweise Rot für die drei schlechtesten Werte gekennzeichnet. Zusätzlich erhalten segmentspezifische technische Daten, wie beispielsweise die Anhängelast gebremst bei mittelgroßen SUV, eine entsprechende Grün-RotBewertung.

Mit der Bewertung sowohl des CO2-Ausstoßes wie auch des Kraftstoffverbrauchs, obwohl beide Parameter im Falle einer kraftstoffarteinheitlichen Betrachtung unbedingt zusammenhängen, tragen wir erstens dem Umstand Rechnung, dass Fuhrparkentscheider häufig CO2-orientiert arbeiten. Und zweitens gewichten wir das heutzutage wichtige Energiekapitel doppelt.

Daneben wird eine besonders lange Laufzeit der Fahrzeuggarantie mit einem Pluspunkt respektive einer grünen Markierung hervorgehoben. Falls Elemente der dienstwagenrelevanten Ausstattung nicht lieferbar sind, werden diese rot gekennzeichnet und dementsprechend gewertet. Eine grüne Kennzeichnung im Bereich Ausstattung kann aufgrund einer hohen Anzahl an serienmäßig verbauten dienstwagenrelevanten Ausstattungselementen beziehungsweise einer Mehrwertausstattung erzielt werden, ebenso erfolgt eine Negativwertung bei einer geringen Anzahl.

Dienstwagenrelevante Ausstattung im Segment der mittleren SUV: 
• Rundum-Airbag-Schutz für Fahrer und Beifahrer (Front-, Kopf- und Seitenairbags) 
• adaptiver Tempomat 
• aktiver Bremsassistent 
• Bluetooth-Freisprechanlage 
• E-Call/Notrufsystem 
• Einparkhilfe mit Sensoren vorn und hinten 
• Klimaautomatik 
• Licht- und Regensensor 
• Navigationssystem 
• Rückfahrkamera 
• schlüsselloses Schließsystem 
• Sitzheizung vorn 
• Spurhalteassistent 
• Totwinkel-Assistent 
• Verkehrszeichenerkennung

Mehrwertausstattung im Segment der mittleren SUV: 
• elektrische Heckklappe 
• elektrisch verstellbare Vordersitze 
• volladaptive Scheinwerfer / LED-Matrixlicht 
• WLAN-Hotspot

Die Basis für die Kalkulation der Leasingraten bilden die FahrzeugGrundpreise plus die dienstwagenrelevanten Sonderausstattungen.

PHEV 
Auch im Bereich der Mittelklasse-SUV schreitet die Elektrifizierung massiv voran. Fast jeder Hersteller führt bereits einen entsprechenden Allrounder mit Plug-in-Hybrid unter dem Blech im Programm. Dennoch haben wir uns dazu entschieden, diese Antriebe noch nicht in den Kostenvergleich aufzunehmen. Erstens sind die Leistungsunterschiede extrem groß, was eine Vergleichbarkeit schwierig macht. Zweitens, und das ist sogar der wichtigere Punkt, lassen sich Betriebskosten nicht seriös berechnen, solange keine Werksangaben für den Verbrauch im hybridischen Betrieb vorliegen. Der hybridische Betrieb bezeichnet das Fahren, wenn der Akku nicht mehr genügend Strom für den rein elektrischen Antrieb zur Verfügung stellen kann.

Fakt ist, dass sich die PHEV-Modelle bedingt durch Förderungen massiv ausbreiten werden. Und es wird künftig eine realitätskonforme Praxis zu finden sein, wie die Betriebskosten ermittelt werden. Da sämtliche PHEV nicht auf externe Ladung angewiesen sind, werden sie in der Praxis häufig gar nicht geladen, und zwar immer dann, wenn Ladesäulen oder Steckdosen Mangelware sind – dieser Umstand führt nicht zur gewünschten CO2-Reduktion.

In der Anschaffung rangieren die Plug-in-Hybride preislich deutlich über den vergleichbaren Dieselmodellen in unserem hier gewählten Leistungskorridor, allerdings hängt das mit der teils auch deutlich höheren Motorleistung der verfügbaren PHEV-Ausführungen zusammen. Bedingt durch die einmalige Förderung von bis zu 6.750 Euro liegen die realen Anschaffungskosten dann wiederum unter jenen für die Selbstzünderausgaben. Entscheidend für Dienstwagenfahrer jedoch ist das Besteuerungssystem – so wird als Bemessungsgrundlage bei der pauschalen Versteuerung von Privatfahrten lediglich 0,5 statt einem Prozent des Bruttolistenpreises angesetzt.