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Wer sagt denn bitte, der Diesel sei abgeschrieben? Gerade erst wieder nach den ausgiebigen Fahrten im Seat Leon hat sich gezeigt, wie sehr der Selbstzünder noch gebraucht wird. Welche Autos sonst schaffen es schon, rund tausend Kilometer am Stück abzuspulen, ohne einen einzigen Tankstopp einzulegen? Der Diesel ist sparsam und inzwischen so kultiviert, dass sein durchaus streitbarer Sound kaum noch in die Passagierkabine durchdringt. So ist das auch beim Leon, der Südeuropäer verrät seine Antriebsart nur, wenn man seine 150 Pferdchen alle galoppieren lässt, aber das ist meist gar nicht nötig. Längst hat sich herumgesprochen, dass Selbstzünder bärig agieren und ihre maximale Zugkraft über ein breites Drehzahlband halten. Bei dem hier eingesetzten Zweiliter-Vierzylinder liegen 360 Nm zwischen 1.700 und 2.750 Umdrehungen an. 

Das ist genug Wumms, um maximal souverän unterwegs sein zu können – und wer die Leistung ausnutzt, erlebt diesen Leon ziemlich sportlich. So vergehen bei geschmeidigen Übersetzungswechseln bloß 8,5 Sekunden bis Landstraßentempo, ein Wert, der vor nicht allzu langer Zeit Sportwagen zugeschrieben wurde. Doch Seat wäre nicht Seat, wenn der Leon nicht in einer anderen Disziplin ebenso ganz schön viel zu bieten hätte. Klar, es geht um Infotainment. Gibt es davon zu wenig, hat es ein Fahrzeug schwer, sich in die Herzen der Autofahrer zu bugsieren. Aber mit reichlich Displayfläche sowohl im Kombiinstrument als auch auf der Mittelkonsole (hier natürlich berührungsempfindlich) fährt der Kompakte ganz vorne weg, kredenzt den Passagieren eine Fülle von Funktionen, zu denen natürlich auch eine Smartphone-Integration zählt. Ab 25.361 Euro netto rollt der Leon TDI mit 150 PS und Automatik vom Händlerhof.