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Fahrzeuge der Oberen Mittelklasse werden fast ausschließlich gewerblich genutzt, sagt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und verzeichnet für das Jahr 2019 Neuzulassungszahlen von rund 131.250 Stück mit über 80 Prozent gewerblicher Nutzung. Der Großteil, sprich 123.251 Einheiten, entfällt auf die Modelle Audi A6, RS6, S6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse. Davon gehören wiederum der Audi A6 auf Platz neun, die Mercedes- Benz E-Klasse auf Platz zehn und der BMW 5er auf Platz elf zu den beliebtesten und meistverkauften Flottenfahrzeugen im Jahr 2019, wie die Topseller in der Flotte 2019 (Flottenmanagement 1/2020, S. 30) belegen. Klassischerweise kommen diese Fahrzeuge in vielen Flotten, dort aber zumeist als User-Chooser-Fahrzeuge in kleineren Stückzahlen im gehobenen Management oder in der Geschäftsführung vor. Sie gelten als Vorzeigefahrzeuge, nicht nur für die Hersteller.

Und sie können es in Sachen Annehmlichkeit und Fahrkomfort durchaus mit der Oberklasse aufnehmen, ohne gleich abgehoben zu wirken. Die Komfort- und Sicherheitsausstattung ist je nach Modell schon in der Basisversion relativ hoch, die Liste der Extras allerdings ist bekanntermaßen lang und umfangreich. Preislich macht sich das Downgrading natürlich bemerkbar, aber mehr dazu später. Dass nicht nur die bekannten und beliebten deutschen Premiummodelle in der Oberen Mittelklasse vertreten sind, sondern auch europäische Hersteller wie Jaguar, Škoda und Volvo, asiatische Hersteller wie Genesis (Hyundai-Tochter) sowie Lexus (Toyota-Tochter) und nicht zuletzt Volkswagen, der weltweit größte Automobilhersteller, zeigt die internationale Bedeutung dieser Klasse auch für den deutschen Markt. Innerhalb Europas hat diese Klasse aber vornehmlich in Deutschland und Schweden Bedeutung, im Rest von Europa liegt ihr Marktanteil im niedrigen einstelligen Bereich. Aber es ist auch eine Klasse, in der in Europa im Gegensatz zum asiatischen Raum nicht jeder Hersteller vertreten sein will. Seit den 1990er-Jahren hat sich das Angebotsspektrum wesentlich geändert. Vornehmlich Premiumund Luxusmarken tummeln sich heute dort, Hersteller funktioneller Fahrzeugmodelle kommen üblicherweise gar nicht oder nicht mehr vor. So verwundert es umso mehr, dass sich der Volkswagen Konzern mit seiner Pkw-Sparte sowie Škoda als typischem Vertreter der günstigeren Fahrzeugbaukunst einreiht und mit dem Arteon Shooting Brake gleich auch eine Neuheit an den Start bringt.

Definition 
Das gesamte Segment der Mittelklasse hat in Deutschland einen Sonderstatus. Hier wird noch einmal in die Untere Mittelklasse, die Mittelklasse und die Obere Mittelklasse unterteilt. In der Nomenklatur der Fahrzeugsemente der Europäischen Kommission nennt sich die Obere Mittelklasse E-Segment. Der Begriff Obere Mittelklasse wurde bereits in den 1950er-Jahren geprägt, wie es bei Wikipedia zu lesen ist, um Fahrzeuge, die höherwertiger als die Fahrzeuge der Mittelklasse waren, jedoch nicht Ausstattung, Preis und Abmessungen von Oberklassefahrzeugen erreichten, einordnen zu können.

Ab der Oberen Mittelklasse gehört die Limousinenform, also das klassische Stufenheck, welches früher den Inbegriff des Autos darstellte, fest zum Erscheinungsbild. Während in den niedrigeren Klassen vor allem in Deutschland der Kombi die beliebtere und häufiger gewählte Karosserieform darstellt und auch das Kombi-Modellangebot wesentlich größer ist, schrumpfte das Angebot in den letzten Jahren, je höher die Klasse ist. Derzeit erfährt der Kombinationskraftwagen, wie die Karosserieform eigentlich heißt, eine Art Renaissance: So gibt es seit 2019 vermehrt Ambitionen der Hersteller, selbst für Oberklassemodelle eine Kombiversion anzubieten. Mercedes-Benz war mit dem CLS Shooting Brake einer der Vorreiter dieser Idee, wird das Konzept in dieser Art aber nicht weiterverfolgen. Den Shooting Brake, sprich eine Kombination von Designmerkmalen von Coupé und Kombinationskraftwagen, hatte Porsche zuletzt in der Oberklasse eingeführt – den Panamera Sport Turismo. Der italienische Karosseriebauer Castagna Milano präsentierte 2019 eine Kombivariante des Audi A8 und auch Illustrationen eines BMW 7er Touring tauchen immer wieder auf. Beide Modelle wird es wohl nie geben, denn die beiden bayrischen Autobauer haben große SUV in ihrem Portfolio, welche den Wünschen nach mehr Raum in einem Oberklassefahrzeug mehr als gerecht werden. Somit werden die Fahrzeughersteller – bis auf Porsche – die größten Kombimodelle in der Oberen Mittelklasse anbieten. Auch Jaguar, die dem XF gerade erst ein umfangreiches Facelift spendiert haben (Anm. d. Red.: Details zum neuen XF Sportbrake  nden Sie auf S. 90), wird beim nächsten Kostenvergleich der Kombimodelle der Oberen Mittelklasse wieder mit von der Partie sein.

Aktualität 
Nicht nur der Jaguar XF ist auf der Höhe der Zeit, sondern alle Modelle in unserem Kostenvergleich haben innerhalb der letzten zwei Jahre zumindest ein umfangreiches Facelift erfahren. Den Grund für die Überarbeitung findet man bei der Motorisierung: Jedes Modell erfüllt bereits jetzt die Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM, die ab dem 1. Januar 2021 bindend ist für die Zulassungsfähigkeit eines Neuwagens. Die Norm Euro 6d-ISC-FCM unterscheidet sich gegenüber den anderen Euro-6d-Normen beim Fuel Consumption Monitoring, das heißt, dass der tatsächliche Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs in den Fokus rückt. Dafür wird ein Verbrauchsmessgerät, das On-Board-Fuel Consumption Meter (OBFCM) in die Fahrzeuge installiert. Dabei handelt es sich um eine reine Software, die bei Verbrennungsmotoren den Kraftstoff- und bei Elektrofahrzeugen den jeweiligen Energieverbrauch misst. Bei Plug-in- Hybridmodellen werden beide Werte erfasst und es wird zudem darauf geachtet, wie oft elektrisch oder wie oft mit Unterstützung des Verbrennungsmotors gefahren wird. Die Daten werden über die gesamte Lebensdauer anonymisiert erfasst und müssen ab 2021 zudem an eine von der EU beauftragte Stelle übertragen werden. Das genaue Prozedere dazu ist bislang aber noch nicht geregelt.

Das hohe technische Niveau der Oberen Mittelklasse zeigt sich aber auch beim Grad der Elektrifizierung: So verfügt der Großteil unserer Vergleichskandidaten zumindest über ein Mild-Hybrid-System. Einzig der neue VW Arteon Shooting Brake war zum Zeitpunkt der Datenerfassung weder als Mild-Hybrid noch als Plug-in-Hybrid kalkulierbar. Plugin-Hybridvarianten des VW Flaggschiffs werden aber in den nächsten Wochen folgen. Im Gegensatz zum Wolfsburger sind für die Mercedes-Benz E-Klasse und den Volvo V90 gleich zwei unterschiedliche Plug-in-Hybride verfügbar: Der schwedische Kombi kann in zwei unterschiedlichen Leistungsstufen (Recharge T6 beziehungsweise T8) bestellt werden; aufgrund der Vergleichbarkeit hat Flottenmanagement lediglich den Volvo V90 Recharge T6 AWD gewählt. Mercedes-Benz geht einen anderen Weg und bietet neben dem etablierten Benzin-Plug-in-Hybrid für das Facelift der E-Klasse zusätzlich auch einen Diesel-Plug-in-Hybrid. Beide Modelle, die in etwa über das gleiche Leistungsniveau verfügen, sind in unserem Kostenvergleich der Kombimodelle der Oberen Mittelklasse zu finden.

Dieselvarianten 
Aufgrund der vielfältigen Antriebskonzepte haben wir uns entschieden, den Kostenvergleich in zwei Teile aufzuteilen: Kombimodelle der Oberen Mittelklasse mit Dieselmotor und Kombimodelle, die als Plug-in-Hybrid erhältlich sind. Die Modellauswahl unseres Kostenvergleichs umfasst daher jeweils sechs Modelle: Das umfassende Facelift des Jaguar XF Sportbrake war zum Zeitpunkt der Datenerhebung noch nicht über die ALD Automotive Online kalkulierbar. Das Modell wird Anfang Dezember jedoch auch über den Konfigurator bestellbar sein. Für die Fahrzeugauswahl bei den Dieselvarianten haben wir folgende Vorgaben gemacht: ein Dieselmotor mit einer Leistung von etwa 145 kW (197 PS) sowie mindestens das Erfüllen der Abgasnorm Euro 6d- ISC-FCM. Bei der Grundausstattung waren uns vor allem die Bereiche Assistenz, Konnektivität und Sicherheit wichtig: So stand im Vergleich zu anderen Fahrzeugsegmenten besonders die Ausstattung mit Assistenzsystemen im Fokus unserer Betrachtung. Das heißt, aktiver Bremsassistent, Spurhalteassistent und Totwinkel- Assistent gehörten zu den dienstwagenrelevanten Ausstattungen in der Oberen Mittelklasse genauso wie Komfortsysteme á la Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, Navigationssystem sowie Sitzheizung in den vorderen Sitzen. Die hohen Quoten bei der serienmäßig verbauten dienstwagenrelevanten Ausstattung sowie der Mehrwertausstattung zeigen einmal mehr die Nähe zum Oberklassesegment.

In unserem Vergleich bewegt sich die Leistungsstärke der Dieselvarianten der Kombis zwischen 140 kW/190 PS und 150 kW/204 PS. Damit beschleunigen die Raumwunder in durchschnittlich acht Sekunden auf Landstraßentempo. In der Spitze erreicht ein Kombi der Oberen Mittelklasse in dieser Leistungsstärke eine Höchstgeschwindigkeit von 243 Stundenkilometern; einzig der Volvo V90 B4 Diesel ist bei Tempo 180 abgeriegelt. Der Durchschnittsverbrauch aller sechs Modelle liegt bei 4,7 Litern, im Einzelnen zwischen 4,3 und 5,0 Litern. Bei Kohlendioxidausstößen zwischen 113 und 128 g/km zeigt sich, dass selbst Fahrzeuge dieser Größe nicht unbedingt an den vorherrschenden CO2-Reglementierungen in der Car-Policy scheitern müssen. Die Grenze liegt in der Regel bei 120 g/km.

Nun zu den Kosten: Für einen Kombi der Oberen Mittelklasse aus unserem Kostenvergleich werden mindestens 34.050 Euro (Škoda Superb Combi 2.0 l TDI SCR DSG) netto fällig. Um alle Kriterien bei der dienstwagenrelevanten Ausstattung zu erfüllen, sollte man bei der Anschaffung jedoch 37.962,92 Euro netto einplanen. Mit einem Aufpreis von fast 4.000 Euro für die geforderten Ausstattungsmerkmale liegt der Tscheche am oberen Ende bei den Zuzahlungen. Dies liegt vor allem an den Assistenzsystemen, die in der Ausstattungslinie „Ambition“ ausschließlich im Paket angeboten werden. Trotz dieses Aufpreises bleibt der Škoda Superb Combi die günstigste Variante in dieses Segment einzusteigen. Im Durchschnitt kostet ein Kombi der Oberen Mittelklasse mit einem 145 kW starken Dieselmotor 45.190 Euro netto (inklusive der geforderten dienstwagenrelevanten Ausstattung).

Wenn man sich in der Oberen Mittelklasse für die Kombivariante entscheidet, spielen natürlich auch Ladedaten eine entscheidende Rolle: Im Schnitt bietet ein Kombi dieses Segments ein maximales Laderaumvolumen von etwa 1.700 Litern; möchte man die zweite Sitzreihe nicht als Stauraum nutzen, stehen noch gut 590 Liter unter der Hutablage zur Verfügung. Spitzenreiter in beiden Wertungen ist der Škoda Superb Combi mit 660 (Kofferraumvolumen) beziehungsweise 1.950 Litern. Obwohl der Tscheche über gut 250 Liter mehr Fassungsvermögen verfügt, bietet er lediglich eine Zuladung von 504 Kilogramm. Im Schnitt liegt die Nutzlast bei 572 Kilogramm; mit 680 Kilogramm Zuladung markiert das Mercedes- Benz E 220 d T-Modell hier den Spitzenwert. 

Doch unser Kostenvergleich wäre nicht vollständig, wenn wir nicht die monatlichen Full-Service- Leasingraten und die Betriebskosten im Blick hätten. Mit sehr guten Full-Service-Leasingraten in allen drei Laufleistungen heben sich Volvo V90, Škoda Superb Combi sowie VW Arteon Shooting Brake von den restlichen Vergleichskandidaten ab. Jedes der drei Modelle liegt unter den durchschnittlichen Full-Service-Leasingraten für die entsprechenden Laufleistungen. Addiert man hier jedoch die Kraftstoffkosten, zieht der BMW 520d Touring bei einer jährlichen Laufleistung von 60.000 Kilometern aufgrund des niedrigeren Verbrauchs am VW Arteon Shooting Brake vorbei. Die Gesamtwertung entscheidet jedoch der Wolfsburger für sich, auf den Plätzen folgen Škoda Superb Combi und der Volvo V90. Wesentlich für diese guten Wertungen waren die günstigen Kosten, bei den Volumenherstellern aus dem VW-Konzern kamen noch überzeugende Ladedaten hinzu. Gerade die umfangreiche Serienausstattung verhalf dem VW Arteon gegenüber seinem Konzernbruder zum Sieg bei den Dieselvarianten der Oberen-Mittelklasse-Kombis.

Plug-in-Hybride 
Während sich der Tscheche zuvor noch mit einem zweiten Platz begnügen musste, konnte sich der Škoda Superb Combi iV 1,4 l TSI DSG bei den Plugin-Hybriden den „Platz an der Sonne“ sichern. So viel schon einmal vorab. Anders als bei den Dieselvarianten könnte man das Teilnehmerfeld der teilelektrisierten Kombis eher als heterogen bezeichnen: Wie bereits erwähnt, ist neben fünf Benzin-Plug-in-Hybriden auch ein Diesel-Plugin- Hybrid unter den Vergleichskandidaten zu finden. Gleichzeitig reicht die Systemleistung von 160 kW (218 PS) beim Škoda Superb Combi iV bis 270 kW (367 PS) für den Audi A6 Avant sport 55 TFSI e.

Trotz der unterschiedlichen Leistungsdaten begnügen sich die Plug-in-Hybride mit rund zwei Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern, dies natürlich vor allem dann, wenn der Akku zu Fahrtbeginn vollständig aufgeladen ist. Denn so lässt sich die Hälfte der Strecke bereits rein elektrisch zurücklegen. Den Spitzenwert bei der rein elektrischen Reichweite liefert der Škoda Superb Combi iV mit 60 Kilometern. Doch auch, wenn der Akku einmal leer gefahren ist, lassen sich die teilelektrisierten Kombimodelle bei entsprechender Fahrweise verbrauchsarm bewegen. Grund hierfür ist die Rekuperation, also die Rückgewinnung von Energie über das Rollen des Fahrzeugs: Sobald ein Motor in Gang gesetzt wird, wandelt er elektrische Energie in Bewegungsenergie um. Energie, die im Fall des Autos dafür sorgt, dass das Fahrzeug über die Straßen rollt. Muss der Fahrer bremsen, erhitzen sich die Bremsen und ein nicht unerheblicher Teil der Energie geht verloren, zumindest bei Verbrennern. Elektromotoren hingegen besitzen die Fähigkeit, ihre Funktionsweise umzukehren, was es ihnen ermöglicht, auch als Generator zu fungieren. Somit wird die Bewegungsenergie des Autos in elektrische Energie zurückgewandelt, die anschließend wieder in den Akku geleitet wird. Die Intensität der Rekuperation wird von der Elektronik in Abhängigkeit von Gaspedal- Stellung, Bremspedal-Druck und zusätzlichen Einstellungen beziehungsweise Bedienelementen gesteuert. Bei einigen Herstellern gibt es am Lenkrad einen Schalter, mit dem die Rekuperation verstärkt wird. Bei maximaler Rekuperationseinstellung ist es übrigens oft möglich, das Auto im normalen Straßenverkehr lediglich mit dem Gaspedal zu fahren. Die konventionelle Bremse kommt dann nur noch im Falle einer Vollbremsung zum Einsatz.

Im Gegensatz zu reinen Elektroautos, die bereits in der Fahrzeugkonstruktion auf diese Antriebsform optimiert wurden, finden sich die Akkus von Plug-in-Hybriden meist unter der Rückbank und/ oder im Kofferraum. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Ladedaten: Obwohl 150 Liter im Vergleich zur Dieselvariante des Škoda Superb Combi fehlen, bietet der tschechische Plug-in- Hybrid noch immer ein maximales Laderaumvolumen von 1.800 Litern, was ihm Platz drei in dieser Kategorie bei den Dieselkombis der Oberen Mittelklasse einbringen würde. Im Schnitt müssen rund 75 Liter des Gesamtladevermögens für den Akku abgezogen werden. Vergleicht man die durchschnittliche Größe des Kofferraums, bleiben von den 592 Litern in den Dieselvarianten lediglich 478 Liter bei einem Plug-in-Hybrid übrig. Einzig der Volvo V90 Recharge T6 AWD bietet einen gleich großen Laderaum wie die Dieselvariante. Die Schweden platzieren die Batterie im Kardantunnel und damit an der im Falle eines Unfalls geschütztesten Position tief im Inneren des Fahrzeugs.

Ein Plug-in-Hybrid-Kombi der Oberen Mittelklasse kostet mindestens 35.789,66 Euro netto (Škoda Superb Combi iV 1,4 l TSI DSG). Soll der teilelektrisierte Kombi die Anforderungen an die dienstwagenrelevante Ausstattung erfüllen, werden hingegen mindestens 40.274,13 Euro fällig. Auch bei den Full-Service-Leasingraten und den Betriebskosten liegt der Tscheche vorn. Auf Platz zwei folgt der BMW 530e xDrive Touring, dicht gefolgt vom Mercedes-Benz E300 e T-Modell, welches jedoch beim Kauf rund 250 Euro günstiger wäre als der Bayer. In der Summe aller Vergleichskriterien landet der Škoda Superb Combi iV souverän auf dem Platz eins, lediglich die Anzahl der serienmäßigen Mehrwertausstattung und die Zuladung führen zu Abzügen. Der zweite Platz geht an das Mercedes-Benz E300 e T-Modell, welches sich die Schwächen des Tschechen zunutze macht, aber aufgrund der höheren Verbrauchswerte nur auf diesem Platz landet. Der BMW 530e xDrive Touring komplettiert das Podium bei den Plug-in-Hybrid-Kombis der Oberen Mittelklasse.

And the winners are … Škoda Superb Combi iV 1,4 l TSI DSG und VW Arteon Shooting Brake 2.0 TDI SCR DSG

 

So haben wir gewertet 

Der Flottenmanagement-Kostenvergleich setzt sich aus fünf Hauptkriterien – den Kosten über Laufzeit und -leistung, den technischen Daten, den flottenrelevanten Daten, der Ausstattung und den einmaligen Kosten beim Kauf – zusammen. Dabei erhalten die jeweils drei günstigsten Modelle eine grüne Markierung und die drei teuersten eine rote Markierung. Ebenfalls werden flottenrelevante Fakten wie die Dichte des Servicenetzes und die Garantiezeiten grün beziehungsweise rot markiert und dementsprechend bewertet. Die technischen Daten eines jeden Modells werden unter den Gesichtspunkten des Durchschnittsverbrauchs in l/100 km laut WLTP-Fahrzyklus (zurückgerechnet auf NEFZ-Werte), des CO2-Ausstoßes in g/km, der Reichweite in km sowie der Ladungsdaten – Kofferraumvolumen in l, maximales Laderaumvolumen in l und Zuladung in kg – beurteilt und entweder mit Grün für die drei Bestwerte beziehungsweise Rot für die drei schlechtesten Werte gekennzeichnet. Zusätzlich erhalten segmentspezifische technische Daten, wie beispielsweise die Anhängelast gebremst bei mittelgroßen SUV, eine entsprechende Grün-Rot-Bewertung. Zudem erhalten Modelle, welche die Vergleichsmotorleistung stark unterschreiten oder zum Zeitpunkt der Datenerhebung noch nicht die Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM erfüllen, eine Negativbewertung. Eine positive Bewertung erfolgt dementsprechend bei einer deutlich höheren Motorleistung.

Daneben wird eine besonders lange Laufzeit der Fahrzeuggarantie mit einem Pluspunkt respektive einer grünen Markierung hervorgehoben. Falls Elemente der dienstwagenrelevanten Ausstattung nicht lieferbar sind, werden diese rot gekennzeichnet und dementsprechend gewertet. Eine grüne Kennzeichnung im Bereich Ausstattung kann aufgrund einer hohen Anzahl an serienmäßig verbauten dienstwagenrelevanten Ausstattungselementen beziehungsweise einer Mehrwertausstattung erzielt werden, ebenso erfolgt eine Negativwertung bei einer geringen Anzahl.

 

Dienstwagenrelevante Ausstattung im Segment der Kombis der Oberen Mittelklasse: 

• Rundum-Airbag-Schutz für Fahrer und Beifahrer (Front-, Kopf- und Seitenairbags) 
• aktiver Bremsassistent 
• Bluetooth-Freisprechanlage 
• E-Call/Notrufsystem 
• Einparkhilfe mit Sensoren vorn und hinten beziehungsweise über die Rückfahrkamera 
• Klimaautomatik 
• Licht- und Regensensor 
• Navigationssystem 
• Nebelscheinwerfer 
• Sitzheizung vorn 
• Spurhalteassistent 
• Totwinkel-Assistent

Mehrwertausstattung im Segment der Kombis der Oberen Mittelklasse: 

• adaptiver Tempomat 
• Anhängerkupplung 
• elektrische Heckklappe 
• größerer Kraftstofftank 
• schlüsselloser Start/Zugang 
• Verkehrszeichenerkennung 
• WLAN-Hotspot

 

Der neue Jaguar XF Sportbrake 

Mit markanterem Exterieur, einem komplett neuen und dezent luxuriösen Interieur sowie nahtlos integrierten, vernetzten Technologien geht XF Sportbrake ins Modelljahr 2021. Ein neuer Turbodiesel mit Mild-Hybrid-Technologie soll dabei neue Bestwerte bei Leistung, Verbrauch und CO2-Emissionen setzen; zwei Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner verbinden hervorragende Beschleunigung mit weiter optimierter Effizienz. Alle Motoren sind mit der ZF-Achtstufenautomatik ausgestattet und ein Allradantrieb ist ebenfalls erhältlich. Der Selbstzünder des XF D200 leistet in Kombination mit dem Mild-Hybrid 150 kW (204 PS) und beschleunigt mithilfe eines maximalen Drehmoments von 430 Nm den Kombi mit Allradantrieb in 7,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Dem gegenüber stehen ein Durchschnittsverbrauch von 4,6 l/100 km und CO2-Emissionen von 121 g/km. Die im neuen XF zum Zuge kommende EVA 2.0 (Electronic Vehicle Architecture) unterstützt eine Reihe neuer Technologien, die den Kombi wie auch die Limousine mit Blick auf künftige Infotainmentanforderungen zukunftsfest machen. Das Motto dabei: „always on, always connected, always up-to-date“. Der Zugang zur aktuellen „Pivi Pro“-Infotainmenttechnologie erfolgt über einen besonders attraktiven gewölbten Glas-HD-Touchscreen im Format 11,4 Zoll. Die Preise für den überarbeiteten Jaguar XF Sportbrake beginnen bei 45.663,85 Euro netto.