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Dass im Volvo V90 B6 mit Allradantrieb eine E-Maschine werkelt, merkt man eigentlich nicht. Das heißt, indirekt merkt man es schon, denn das Bremspedal (by wire) fühlt sich leichtgängiger an, und demnach will die Verzögerung wohldosiert sein. Denn immer, wenn das Antriebssystem zwischen Rekuperation und mechanischer Bremse umzuschalten in der Lage ist, lassen die Ingenieure lieber gleich alles vom Mikroprozessor steuern. Dass beim B6 gleich beide Achsen angetrieben werden, hat übrigens einen guten Grund – anders wären die 300 PS kaum auf die Straße zu bringen. Diese stammen aber aus dem Hubraum des Benziners, die 420 Nm Drehmoment, die der 14 PS starke Elektromotor mobilisiert, dienen lediglich dazu, die betriebsungünstigen Bereiche des Verbrenners mit Leben zu füllen. 

Leben gibt es übrigens auch im Innenraum des großen Kombis. Nicht nur, dass er mit über 1.500 Litern Gepäckraumvolumen ein ganz ordentlicher Praktiker ist, auch die junge Infotainment- Generation kommt auf ihre Kosten. Head-up-Display, großer Touchscreen in der Mitte (neun Zoll) und Tacho ohne mechanische Anzeigen sind Standard. Dagegen kostet das variable Luftfahrwerk netto 1.655 Euro und sorgt nicht nur für Fahrkomfort, sondern auch für ein ausgeglichenes Fahrverhalten unabhängig von der Beladung. Mindes tens 57.436 Euro netto kostet der 300 PS starke Businessklässler und ist damit zwar nicht gerade ein Schnäppchen, aber doch ordentlich ausgestattet. Das komplette Assistenten-Arsenal samt vielen unterschiedlichen autonomen Bremsszenarien weilt an Bord inklusive aktivem Tempomat, der vor allem Vielfahrern zupass kommt. LED-Scheinwerfer und Navigationssystem plus zusätzlicher Smartphone-Integration zählen ebenfalls zum Serienumfang.