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Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung ist ein globaler Plan zur Förderung nachhaltigen Friedens und Wohlstands sowie zum Schutz unseres Planeten. Die SAP SE unterstützt diese Nachhaltigkeitsziele und hat bereits konkrete Projekte umgesetzt. Dazu gehört beispielsweise die Verpflichtung, zum UN-Ziel 13 „Klimaschutz“ beizutragen und damit eine globale Erwärmung von mehr als 1,5 °C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu verhindern. Damit ist der Konzern aus Walldorf eines von sieben globalen Unternehmen und das erste in Deutschland, das sich diesem Ziel verpflichtet hat. So werden zum Beispiel sowohl die Rechenzentren als auch die Ladeinfrastruktur für den Firmenfuhrpark an den SAP-Standorten ausschließlich mit grünem Strom betrieben. 

„Gerade im Fuhrpark setzt SAP ganz verstärkt auf eine Vielzahl von Nachhaltigkeitsthemen: Das beginnt bei der Förderung der Elektromobilität und reicht über Themen wie den Ausbau von Ladeinfrastrukturen bei den Mitarbeitern zu Hause sowie an den Unternehmensstandorten und eine flexible Mitarbeitermobilität hinaus“, wie Colin Baumgart, Global Car Fleet Management – Procurement bei der SAP SE, im Onlinemeeting mit Flottenmanagement erklärt. SAP hat sich das Ziel gesetzt, bis 2025 ein Drittel Elektroautos in der Flotte zu haben, um den ökologischen Fußabdruck des Fuhrparks zu reduzieren. Daneben stehen aber auch Sharingmodelle, flexible Arbeitsmodelle und andere umweltfreundliche Transportmöglichkeiten, wie beispielsweise Dienstfahrräder oder die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, zur Verfügung, um dieses Ziel zu erreichen. „Stand 2020 haben wir ein Bestellvolumen von Elektrofahrzeugen, darin eingeschlossen Plug-in-Hybride, von etwa einem Drittel. Gleichzeitig bemerken wir in diesem Jahr einen enormen Anstieg in diesem Bereich.

Ein Grund ist neben der BAFA-Förderprämie insbesondere die SAP-interne Bezuschussung, mit der unsere Mitarbeiter rein elektrische Fahrzeuge auch mit Blick auf die monatlichen Kosten sehr günstig bewegen können. Nicht zu vergessen sei aber auch die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur an den SAP-Standorten sowie beim Mitarbeiter zu Hause“, sagt Colin Baumgart. 

Doch ein Umstieg auf die Elektromobilität kann nur gelingen, wenn neben finanziellen Anreizen und der Bereitstellung von Ladeinfrastruktur auch ein entsprechendes Fahrzeugportfolio vorhanden ist. Letzteres hat eine umso größere Bedeutung, je höher der Anteil an Motivationsfahrzeugen in einem Fuhrpark ist. Zu den Besonderheiten der SAP-Flotte von etwa 17.500 Fahrzeugen in Deutschland zählt nicht nur, dass es sich um einen reinen Kauffuhrpark handelt, sondern auch, dass die Fahrzeuge ausschließlich zum Mitarbeiterbenefit angeschafft werden. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Dienstwagennutzer der SAP SE derzeit aus 14 Marken ihre Wunschfahrzeug auswählen können. Konfigurieren lassen sich die Wagen nahezu völlig frei, einzig die Emissions- und PS-Grenzen sind zu beachten. Obwohl der Premiumanteil bei etwa 50 Prozent liegt, finden sich viele kleinere Fahrzeuge von Volumenherstellern wie etwa ein Hyundai Kona oder auch ein Renault ZOE in den Reihen des SAP-Fuhrparks. Ein möglichst breit gefächertes Angebot ist daher unerlässlich: „Renault bietet, wie andere Hersteller auch, ein sehr breites Produktportfolio an, deshalb arbeiten wir schon lange zusammen. Renault haben wir darüber hinaus aber auch als eine Art ‚Early Adopter‘ der Elektromobilität kennengelernt. Die Zusammenarbeit, wie auch mit manchen anderen Herstellern, passt sehr gut in unsere e-Fleet Strategie und funktioniert seitdem erfolgreich“, erklärt Colin Baumgart.

Carsten Schopf, Direktor Flotten bei der Renault Deutschland AG, berichtet: „Im Vergleich zu vielen Wettbewerbern haben wir einen rein elektrischen Pkw – den ZOE – bereits seit 2012 im Portfolio. Somit haben unsere Händler und natürlich auch unsere Kunden bereits acht Jahre Erfahrung mit der Elektromobilität sammeln können und diese im wahrsten Sinne des Wortes erfahren können.“ Er erläutert weiter: „Dieser Vorteil an über 1.000 Renault-Standorten in Deutschland ist schon sehr groß. Von daher ist für unsere Händler wie auch unsere Kunden die Elektromobilität keine Besonderheit mehr, sondern sie wird als gängiges Antriebskonzept wie jedes andere auch angesehen. Der Kunde wird ganz normal behandelt, sei es in puncto Beratung, Service oder auch bei allen anderen Themen. Ich glaube, dass dies ein großer Vorsprung gegenüber Marktbegleitern ist, die diese Einstellung erst einmal in das Händlernetz, aber auch zu den Interessenten tragen müssen.“

Dieses Know-how zeigt sich aber auch an anderer Stelle: Während viele Marktbegleiter die elektrische Reichweite oftmals lediglich aus den gemessenen NEFZ- beziehungsweise WLTP-Verbrauchswerten ableiten und einen „Bis zu“-Wert angeben, können Interessenten beim ZOE die Reichweite auf der Renault-Website ganz individuell kalkulieren lassen und sich somit gemäß ihrem Fahrprofil die maximale elektrische Reichweite anzeigen lassen. Der angezeigte Wert ist dabei abhängig von der Durchschnittsgeschwindigkeit, der Temperatur, der Reifensowie Batteriegröße und den Zusatzverbrauchern wie der Klimaanlage beziehungsweise der Heizung. So kommt der ZOE mit dem 52 kWh großen Akku auf eine Reichweite von 438 Kilometern bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 50 km/h, 20 °C Außentemperatur, 16-Zoll-Rädern sowie ausgeschalteten Zusatzverbrauchern. Erhöht man die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Landstraßenniveau (100 km/h), verringert sich die Reichweite um 170 Kilometer. Schon mit derartigen einfachen Tools lässt sich Akzeptanz für die Elektromobilität schaffen.

Elektromobilität im SAP-Fuhrpark 
Akzeptanz zu schaffen ist unerlässlich, um das Thema Elektromobilität in einem Fuhrpark vorantreiben zu können. Dies kann auf der einen Seite über die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur geschehen und auf der anderen Seite, indem man den Umstieg durch Beratung, aber auch finanzielle Anreize einfach gestaltet. „Wir haben beispielsweise an unseren bundesweiten Standorten knapp 480 Ladesäulen. Hinzu kommen zwei Ladekarten für den öffentlichen Raum, womit unseren Mitarbeitern europaweit jeweils ein Ladenetz von etwa 150.000 Ladepunkten zur Verfügung steht. Die dritte Säule, um das Thema Elektromobilität voranzutreiben, ist das Laden zu Hause. Seit 2018 sammeln wir hier erste Erfahrungen: Dabei haben wir zwei unterschiedliche Ansätze verfolgt“, erklärt Jürgen Rennar, Senior Procurement Specialist bei SAP. Einerseits wurde versucht, die Beschaffung und Installation der Ladeinfrastruktur pauschal abzurechnen. Die Mitarbeiter waren somit Eigentümer der Hardware; die Stromkosten für das Laden zu Hause wurden in Höhe der steuerfreien Stromkostenpauschale übernommen. Andererseits wurde in kleinerem Umfang ein Full-Service-Ansatz verfolgt: Eine intelligente Ladeinfrastruktur wurde von SAP geleast und den Mitarbeitern überlassen. Dadurch war es möglich, den Ladestrom genau abzurechnen und die Kosten zu erstatten. Auch alle weiteren Kosten vom Precheck über die Installation und Inbetriebnahme bis zur jährlichen Wartung wurden eins zu eins übernommen.

Dass beide Ansätze ihre Vor- und Nachteile haben, zeigte sich jedoch im Laufe der Pilotphasen. So führte die pauschale Abrechnung dazu, dass vor allem Plug-in-Hybride mit konventionellen Kraftstoffen gefahren wurden, wenn die Stromkostenpauschale einmal aufgebraucht war. Da die Tankkosten über die Tankkarte der SAP SE abgerechnet werden konnten, blieb somit der positive Effekt auf den Durchschnittsverbrauch bei diesem Pilotprojekt aus. Im Gegensatz dazu sanken die Durchschnittsverbräuche um rund 20 Prozent beim zweiten Ansatz, bei dem die Stromkosten eins zu eins erstattet wurden. Dieser Ansatz war jedoch mit einem hohen organisatorischen Aufwand seitens SAP verbunden. „Im neuen Jahr starten wir mit einem neuen Programm, welches die Vorteile der beiden Pilotprojekte miteinander vereint. Zukünftig erwirbt der Mitarbeiter eine vorgegebene intelligente Hardware selbst, wodurch er Eigentümer dieser Hardware bleibt und wir aus den ganzen Gewährleistungsthemen ausgenommen sind. Die Kosten für die Wallboxen und deren Installation erstatten wir fast zu 100 Prozent, einzig der Eigenanteil, der durch die Versteuerung entsteht, muss durch den Mitarbeiter getragen werden. Durch die intelligente Hardware ist es uns dann wieder möglich, die Stromkosten für das Laden des Elektrofahrzeugs eins zu eins zu übernehmen“, führt Jürgen Rennar weiter aus.

Aber nicht nur die Flottenkunden selbst machen sich Gedanken darüber, dass die Elektromobilität in der Breite eine höhere Akzeptanz erfährt, sondern auch die Fahrzeughersteller: Carsten Schopf von Renault sagt: „Auch wir machen uns Gedanken über Themen wie die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur sowie Anreizen für den Umstieg auf die Elektromobilität. Das betrifft einerseits die Frage ‚Wo kann ich außerhalb des Firmenstandortes laden?‘ und andererseits ‚Wie lässt sich auf einfachste Weise die Elektromobilität in meinen Fuhrpark integrieren?‘. So bieten wir schon heute unseren Kunden die Möglichkeit, sich bei unseren Partnern über Ladeinfrastruktur zu informieren, und wir werden diesen Prozess in der nahen Zukunft noch weiter ausbauen. Das heißt, wir begleiten unsere Kunden bei allen Schritten einer Energieoptimierungsstrategie angefangen bei der Planung einer geeigneten Ladeinfrastruktur über die Überwachung deren Installation und Inbetriebnahme bis zur Steuerung sowie Wartung dieser Anlagen. Zudem arbeiten wir seit diesem Jahr mit M3E zusammen, einer Agentur, die für unsere Kunden die Abwicklung nahezu sämtlicher Fördermittel übernimmt. Nicht zuletzt arbeiten wir an einem Analysetool hinsichtlich aller kostenverursachenden Punkte in einer Flotte. Das wird sicherlich auch noch einmal spannend für Unternehmen wie SAP, da neben der TCO-Betrachtung auch erhebliche Unterschiede in den Kosten der öffentlichen Ladepunkte immer öfter zum Tragen kommen. Und hier wollen wir durch eine aktive Steuerung unterstützend zur Seite stehen“, erklärt Carsten Schopf.

Ausblick 
SAP hat sich zum Ziel gesetzt, dass ein Drittel der Unternehmensflotte bis 2025 elektrifiziert ist. Den Bestellungen nach zu urteilen, ist das Unternehmen hier auf einem guten Weg. Um dieses Ziel erreichen zu können, muss die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen weiter steigen: „Für den alltäglichen Bedarf kommen wir langsam in das Reichenweitensegment, in dem es auch für die Masse wirklich akzeptabel ist. Das liegt bei vollelektrischen Fahrzeugen irgendwo zwischen 400 und 500 Kilometer realer Reichweite“, erläutert der Senior Procurement Specialist von SAP, Jürgen Rennar. Sein Kollege Colin Baumgart ergänzt: „Für uns ist erkennbar, dass große elektrische Reichweiten eine enorm wichtige Rolle bei der Fahrzeugauswahl spielen. Uns fehlt aber noch ein vollelektrisches Fahrzeug in der Mittelklasse, dort gibt es bisher nur Plug-in-Hybride. Das wäre ein Thema, was uns auch dann helfen würde, die Akzeptanz noch weiter zu steigern.“ Ein Showcar, welches diesen Wunsch zu erfüllen scheint, präsentierte Renault-CEO Luca de Meo Mitte Oktober in Paris – den Renault Mégane eVision. „Die Serienversion des Renault Mégane eVision soll 2021 auf den Markt kommen und eine elektrische Reichweite von rund 450 Kilometern haben. Ich glaube, wir stimmen alle überein, dass die Elektromobilität die Antriebsform der nächsten Jahre sein wird. Dementsprechend werden wir bereits Anfang 2021 mit neuen Modellen kommen und bis Ende 2022 insgesamt acht rein elektrische und zwölf Hybridvarianten an den Start bringen“, entgegnet Carsten Schopf. Somit sind die Weichen für eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit von SAP und Renault gestellt.

 

 

SAP SE

Die SAP SE mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf ist ein börsennotierter Softwarekonzern. Ursprünglich bekannt als führendes Unternehmen für Enterprise-Resource-Planning-(ERP-) Software, hat sich SAP zu einem Marktführer für End-to-End-Unternehmenssoftware, Datenbanken, Analysen, intelligente Technologien und Experience- Management entwickelt. Als Top-Cloud-Company mit 200 Millionen Anwendern weltweit unterstützt SAP Unternehmen jeder Größe und Branche dabei, profitabel zu arbeiten, sich kontinuierlich anzupassen und ihre Ziele zu erreichen.

 

RENAULT DEUTSCHLAND AG

RENAULT DEUTSCHLAND ist seit 1907 auf dem deutschen Markt präsent. 2019 steigerte das Unternehmen die Verkäufe auf über 243.300 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge der Marken Renault, Dacia und Alpine und ist damit stärkster Importeur. Mit dem Renault ZOE verzeichnet RENAULT das meistgekaufte Elektroauto in Deutschland. In den kommenden Jahren wird der Hersteller die Palette der elektrifizierten Modelle weiter ausbauen.