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Während sich einige Handwerksbetriebe noch vor einigen Jahren ihre Einrichtungen selbst gebaut haben, ließ man sich in Serviceflotten bereits professionell beraten und die Einrichtung gemäß den eigenen Bedürfnissen anfertigen. Ob einfach oder komplex, individuell oder als Baukastensys- tem, die Spezialisten haben nahezu für jeden Wunsch eine Lösung parat. Doch der eigentliche Vorteil einer professionellen Einrichtung ist meist erst am Ende des Fahrzeugzyklus im Unternehmen auszumachen – der Wert bei der Wiedervermarktung. Ist eine Einrichtung nicht rückstandslos entfernbar oder von schlechter Qualität, wirkt sich dies direkt auf den Restwert aus. Viele Anbieter im Bereich Fahrzeugremarketing honorieren gar eine gute und qualitativ hochwertige Einrichtung, wie in unserer Übersicht zur Wiedervermarktung von Nutzfahrzeugen (S. 80) zu lesen ist.

Doch auch der praktische Aspekt liegt bei einer Transportereinrichtung auf der Hand. Durch Regale, Schienen oder Trennwände kann hier leicht für Ordnung und Übersicht gesorgt werden. An erster Stelle stehen aber unangefochten Sicherheitsaspekte: Denn der Einsatz von Transporteinrichtungen trägt zur Einhaltung der Vorschriften im Bereich Ladungssicherung bei und setzt daher dort an, wo ungesicherte Ladung zur Gefahr für Fahrer und Beifahrer wird. Oftmals leisten die Einrichtungsprofis durch Ladungssicherungskonzepte und Beratungen hinsichtlich Vorschriften und Pflichten bereits gute Vorarbeit, um das Haftungsrisiko zu minimieren und im Fall der Fälle auf der sicheren Seite zu sein. 

Aber auch Ordnung und Struktur sind wesentliche Argumente für eine Fahrzeugeinrichtung. So sollten die Einrichtungen so konzipiert sein, dass die Abläufe im mobilen Arbeitsalltag professioneller, sicherer und wirtschaftlicher werden. Lange Suchzeiten nach den passenden Werkzeugen und Materialien sollen dem Nutzer erspart bleiben. Nicht zuletzt macht ein gut organisierter und aufgeräumter Laderaum einen positiven Eindruck beim Kunden.

Sind im Fuhrpark eher Lösungen von der Stange oder individuelle Einrichtungen gefragt? Das Gros der befragten Unternehmen sieht Branchenlösungen eher als Einstieg für die Planungsgespräche. So verfügen deren Kunden oftmals über eine genaue Vorstellung von ihren Arbeitsabläufen, die dann Anpassungen an der Branchenlösung zur Folge haben. Somit ist es unverzichtbar, ein Anforderungsprofil für die Einrichtung gemeinsam zu erstellen. Der Kontakt mit den Einrichtungsprofis kommt dabei nicht selten über Messen und Veranstaltungen zustande. Aber auch Kooperationen mit Fahrzeugherstellern, Autohandelsgruppen oder Leasingunternehmen sowie eigene Außendienstmitarbeiter sind wichtige Initiatoren für den Erstkontakt zwischen Kunde und Einrichter. 

Gerade die Kooperationen mit Fahrzeugherstellern werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Denn Modelle aus dem Segment der Großraumtransporter sind zunehmend elektrifiziert. Durch die schweren Batterien steigt das Leergewicht der Fahrzeuge und gleichzeitig sinkt der Umfang der Zuladung. Einrichtungen für E-Transporter müssen daher vor allem leicht sein, ohne dabei die anderen Aspekte – Ordnung, Sicherheit und Struktur – außer Acht zu lassen.