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Erdgas macht an der Tankstelle so richtig Spaß: Bei einem Preis des Energieträgers von rund einem Euro pro Kilogramm fallen die Tankrechnungen moderat aus. Und immer bedenken bitte, dass diese Einheit ja das Äquivalent zu anderthalb Litern Benzin darstellt. Mit rund eintausend Stationen in Deutschland ist das Netz zwar nicht ausufernd, aber doch dicht genug, um ganz gut klarzukommen – selbst auf der Langstrecke. Man muss dann und wann natürlich mal eine App bemühen, um nicht zu stranden. Aber zur Not verfügt der hier besprochene Škoda Kamiq G-TEC ja auch noch über einen Benzintank, mit dessen Inhalt man ziemlich sicher zur nächsten CNG-Tankstelle fahren kann. Ob der Tscheche nun mit CNG oder Superbenzin fährt, merkt der Fahrer gar nicht – auch das Umschalten zwischen den beiden Kraftstoffarten erfolgt nahtlos. Mit der Hilfe zweier Tankuhren im Kombiinstrument lassen sich die Füllstände gut im Auge halten.

Unter der Haube des Kamiq werkelt ein ganz konventioneller Einliter-Dreizylinder, dem das Sparen quasi schon in die Wiege gelegt wurde. Mit 90 PS ist man hier völlig okay angezogen, das kleine SUV bewegt sich hinreichend flink. Dank Sechsganggetriebe fährt man auf der Autobahn mit niedrigem Drehzahllevel, was sich doppelt auszahlt – nämlich bei den Geräuschen und beim Spritkonsum. Die Box zeichnet sich übrigens durch betont leichte Übersetzungswechsel aus und ist entsprechend angenehm. Übrigens verfügt der Testwagen über einen aktiven Tempomat. Der bremst gemäß dem Vordermann natürlich nicht bis zum Stillstand herunter in Kombination mit manueller Schaltung, aber zum entspannten Mitschwimmen auf der Autobahn bei zähem Verkehr reicht es allemal. Schön ist, dass man während der aktiven Tempomatfunktion die Gänge wechseln kann, ohne dass der Regler abschaltet. Erst beim Bremsen wird die Funktion dann gestoppt – das ist so üblich.

Viel Platz für das Segment lässt den Kamiq übrigens zum echten Alleskönner avancieren, mit dem man sich durchaus auf längere Reisen begeben kann. Zumal der Kamiq Wohlfühl-Ambiente verströmt mit feiner Materialauswahl und ansprechender Architektur. Der schwebende Touchscreen in der Mitte ist definitiv Blickfänger und leistet seinen Tribut bezüglich Infotainment – hier lassen sich sämtliche Fahrzeugfunktionen intuitiv abhandeln. Hohe Variabilität bietet der Kamiq außerdem dank der typischen Škoda „Simply Clever“-Features. Ob Eiskratzer im Tankdeckel, Haken im Kofferraum, an die man Taschen hängen kann, oder gleich mehrere Netze im Gepäckabteil zur besseren Aufbewahrung von Ladegut – all diese Goodies erleichtern den Alltag. Und nicht zuletzt sind knapp 1.300 Liter maximales Laderaumvolumen für die Kleinwagen-Klasse eine deutliche Ansage. Reden wir über Preise. Mindestens 19.327 Euro netto muss der Interessent für den Kamiq mit Erdgas-Antrieb ausgeben – serienmäßig ist eine umfangreiche Sicherheitsausrüstung inklusive autonomer Bremsfunktionen. LED-Scheinwerfer, Parkpiepser und Tempomat sind ebenfalls frei Haus, interessant zu wissen für Flottenkunden. Ein 1.823 Euro netto teures Businesspaket beschert dem Käufer Navigationssystem plus Verkehrszeichenerkennung sowie weitere Services.