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Die Zielgruppe von Felgenherstellern im Fuhrparkbereich sind ganz klar User-Chooser-Flotten. Besonders beim Reifenwechsel im Winter möchte man nur ungern von seinen Alufelgen auf einfache Stahlfelgen wechseln. Das weiß auch Thomas Mögelin, Inhaber und Geschäftsführer der Wheelworld GmbH, die sich auf B2B-Kunden spezialisiert hat. „Der alle drei Jahre persönlich konfigurierte Dienstwagen ist in sehr vielen Fällen nicht nur Arbeitsmittel. Er ist Gehaltsbestandteil, vorzeigbarer persönlicher Erfolg und sichtbarer Ausweis der Attraktivität des Arbeitgebers. Da möchte man im Winter nicht von seinen polierten 19-Zoll-Rädern auf 16- oder 17-Zoll- ‚Asphaltschneider‘ wechseln. Hier sind wir der perfekte Partner, wir bieten attraktive Designs zu einem sehr attraktiven Preis und in sehr guter Qualität. Wir selbst halten immer einen hohen Bestand unserer Designs vor, Gleiches tun unsere Handelspartner, die unser Produkt dann noch zu einem attraktiven Komplettrad-Paket schnüren können.“

Die Optik ist also auf Kundenseite ein maßgebliches Kaufkriterium. Darunter fällt auch die Größe, denn der Trend zu großen Raddurchmessern und breiten Reifen ist ungebrochen, eine Entwicklung, die sich durch den SUV-Boom noch eine Weile fortsetzen wird. Doch der Trend hat auch einen sicherheitsrelevanten Aspekt. „Fakt ist, es werden von unseren Kunden immer größere Felgen mit immer höherer Traglast gefordert. Bei diesen Schwergewichten trennt sich die Spreu vom Weizen, denn hier ist langjähriges Know-how als Felgenbauer gefragt, um attraktive Felgen in Leichtbauweise zu entwickeln, die diesen enormen Belastungen standhalten“, schildert Mevlüt Idare von der Berlin Tyres Europa GmbH. Die Frage nach der Zulassung der Felgen für den jeweiligen Dienstwagen ist daher entscheidend. Hier sollte man auf die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) gemäß § 22 StVZO achten, um nicht noch die Felgen in den Fahrzeugpapieren extra eintragen lassen zu müssen.

Leichtmetallfelgen sind nicht nur optisches Tuning, neben dem Fahrverhalten können die Alus auch einen positiven Effekt auf die Verbrauchswerte des Fahrzeugs haben. Das gelingt zunächst einmal aufgrund eines geringen Gewichts. Der Felgenspezialist BORBET ist beispielsweise bestrebt, sogenannte WLTP-neutrale Leichtmetallräder zu entwickeln. „Dies bedeutet, dass BORBET Markenprodukte anbietet, welche mindestens das gleiche Teilegewicht haben oder deutlich geringere Gewichte als Pkw-Serienprodukte“, erklärt Oliver J. Schneider, Geschäftsführung der BORBET Vertriebs GmbH. So sind, laut Schneider, Einsparungen von bis zu 17 Prozent Gewicht gegenüber den Serienmodellen möglich. Auch das Design der Felge kann beim Kraftstoff- und damit auch Schadstoffsparen helfen. Sogenannte AERO-Performance-Produkte reduzieren den Luftwiderstand um bis zu 20 Prozent und unterstützen somit die Luftströmung des gesamten Pkw. „Gerade elektrifizierte Pkw, welche hohe Pkw- und Radlasten haben, können hier optimiert werden“, führt Schneider weiter aus. 

Die Felgenhersteller müssen also einen Balanceakt zwischen Form und Funktion meistern und sowohl Sicherheit, Performance als auch ein ansprechendes Design bieten können. Für Unternehmen steckt in den Leichtmetallfelgen sogar noch mehr Potenzial drin, so wirken schicke Alus motivierend für den Mitarbeiter und seriös in der Außendarstellung des Unternehmens. Wenn dann durch die Felgen sogar noch etwas Kraftstoff gespart werden kann, spricht eigentlich nichts mehr gegen eine Anschaffung.