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Da haben die Elektroskeptiker aber nicht schlecht gestaunt: So ein kleines Auto wie der elektrische Seat Mii hat eine „250“ auf dem Display stehen. Diese Zahl beschreibt die praxisnahe Reichweite, die der Cityflitzer mit seinem 83 PS-Motor auch wirklich schafft. Und der Wert ist keine graue Theorie, er ist verlässlich. Und wenn man doch einmal auf die Idee kommt, mit dem Mii Fernstrecken zurückzulegen – kein Thema, gegen netto 504 Euro Aufpreis liefern die Spanier einen CCS-Anschluss, mit dem man auf eine Ladeleistung von 40 kW kommt, um den knapp 37 kWh großen Akku binnen 60 Minuten wieder auf 80 Prozent Ladefüllstand zu bringen. Damit erhält der Fronttriebler bereits ein gerüttelt Maß an Praxistauglichkeit.

Und selbst wenn man das Reichweiten-Thema als Nachteil betrachtet, kann der Mii Electric dennoch überzeugen: Schließlich ist mit der lautlosen EMaschine ein Geräuschkomfort verbunden, der in dieser Klasse sonst kaum erreicht werden kann. Darüber hinaus fährt er sich einfach souverän – nicht zuletzt den 212 Newtonmetern zu verdanken, die quasi immer zur Verfügung stehen: Bis 50 km/h vergehen nur knapp vier Sekunden. Und über Dinge wie Drehmomentunterbrechung muss sich der Elektro-Fahrer ebenfalls keine Gedanken machen. Weiter steigern lässt sich der Komfort per Assistenz-Paket, in dem nicht nur Parkpiepser, sondern auch der Tempomat enthalten sind. Übrigens gewährt Seat acht Jahre Garantie auf die Batterie des mindestens 17.352 Euro (netto) teuren Mii Electric – allerdings darf die staatliche Umweltprämie in Höhe von 6.570 Euro von dem Bruttolistenpreis noch abgezogen werden. Berücksichtigt man dann noch die deutlich niedrigeren Inspektionskosten und die verminderte Dienstwagen- Steuer von 0,25 Prozent, so kann der Stromer durchaus auch ökonomisch interessant sein. Und ein kleines Spaß-Mobil ist er ja ohnehin.