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Bevor der Hammer kommt, herrscht beinahe gespenstische Stille. Abfahrbereit ist der e-tron natürlich längst, er muss ja nicht erst orgeln und dann anspringen wie ein konventioneller Verbrenner. Okay, konzentrieren und dann Vollgas! Öhm, nein, sagen wir korrekterweise Volllast, denn es gast hier ja nichts. Schon hämmern die beiden Asynchron-Elektromaschinen (408 PS Systemleistung) den Zweieinhalbtonner auf Tempo. Landstraßengeschwindigkeit ist nach 5,7 Sekunden abgehakt, dann geht es nachdrücklich weiter bis in den 200 km/h-Begrenzer. Ein bisschen gewöhnen muss man sich natürlich daran, dass dieses Fahrzeug so gar keinen Sound macht bei maximaler Beschleunigung, aber auch diese Art wird ihre Fans finden. Umso komfortabler ist der Audi, eine Wohltat auf der Langstrecke. 

Moment kurz, wie bitte? Langstrecke? Na klar! Angesichts 95 kWh Akkukapazität kommt der e-tron locker deutlich über 400 Kilometer weit, und das nach dem strengen WLTP-Zyklus. Geladen wird per CCS-Stecker recht zügig, so dass man binnen zwanzig Minuten wieder Saft für mehrere hundert Kilometer gewinnen kann – und das Netz an Ladesäulen wird stetig dichter. Gut, das ist alles noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber man kann auch einen e-tron, das sei explizit erwähnt, definitiv mitnehmen auf die weite Reise. Mit 69.873 Euro netto ist der Sportback natürlich kein Sonderangebot, aber es handelt sich ja auch um ein handfestes Luxus-Fahrzeug. Eines mit interessanten Car-2-XAssistenten übrigens: So zeigt der große Audi im Kombiinstrument Ampeln an und zählt beispielsweise bei rot die Sekunden herunter, bis es grün wird. Dazu stellen die Städte Düsseldorf und Ingolstadt entsprechende Informationen zur Verfügung, weitere dürften folgen. Willkommen in der Zukunft.