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Angekommen am Hotel im malerischen Rheinstädtchen deutete erst mal nur ein neuer L200 darauf hin, dass hier gleich ein Großkundenevent von Mitsubishi starten könnte. Große Aufsteller oder ein Testfuhrpark? Fehlanzeige. Auch im Hotelinneren nur ein Empfang zur Ausgabe der Teilnehmerbändchen und ein Buffet zur Stärkung. Dem einen oder anderen Flottenprofi war die Verwunderung anzusehen. Doch all dies geschah aus Kalkül, man wollte bei Mitsubishi eben nicht ein Standardevent liefern, sondern die Kunden überraschen.

Als Dennis Lindroth, Leiter Flotte & Green Mobility bei Mitsubishi Motors in Deutschland, die Teilnehmer dann zum Anleger der MS Rhenus führte, wovor auch ein Testfuhrpark zu finden war, sollte auch dem Letzten klar geworden sein – das Event wird etwas Besonderes. Denn was hat ein Ausflugsschiff auf einer Großkundenveranstaltung eines Fahrzeugherstellers zu suchen? Eigentlich nicht viel, aber Mitsubishi ist eben nicht nur eine Automarke, sondern eine riesige Verbundgruppe aus unabhängigen Unternehmen, wie Mitsubishi Motors-Vertriebsleiter Jens Schulz in der Begrüßung erklärte. Auch wenn die MS Rhenus nicht zum Portfolio der Verbundgruppe zählte, rief das Gesagte dem einen oder anderen ins Gedächtnis, dass er auf den Weltmeeren vielleicht schon einmal Container und auch Schiffe mit der Aufschrift Mitsubishi entdeckt hat. Daneben gehören beispielsweise auch Nikon oder einer der größten Versicherer der Welt, die Tokio Marine Holdings, zu den Marken der Gruppe.

Doch zurück zum eigentlichen Event: Nach der Begrüßung teilte man die Teilnehmer in zwei Gruppen auf, die einen durften mit den neuen Modellen durch das Rheingebiet fahren und die anderen lud Mitsubishi zu einer Rheinfahrt ein. Flottenmanagement hatte zunächst Gelegenheit, den neuen L200 auf Herz und Nieren zu testen – jedoch nur auf befestigten Strecken. Doch auch hier zeigte die neueste Generation eines der ersten Pick-ups für den deutschen Markt seine Stärken: Da wäre die Flexibilität des L200, ob als fünfsitzige Doppelkabine oder als Club Cab mit 2+2 Sitzplätzen und gegenläufigen Türen. Beide Varianten lassen sich individuell an die eigenen Bedürfnisse anpassen, dafür steht ein umfangreiches Zubehörprogramm beispielsweise aus Dachgrundträgern, Laderaumabdeckungen und verschiedenen Varianten eines Commercial Premium Hardtops zur Verfügung. Daneben lässt sich der Pick-up aber auch mithilfe professioneller Umbauer ganz nach den eigenen Vorstellungen individualisieren. Wirft man hingegen einen Blick auf das Markengesicht und den Innenraum, deutet nichts auf ein Nutzfahrzeug hin, wozu das Segment Pickup im eigentlichen Sinne gehört; vielmehr hat man den Eindruck, in einem schicken SUV zu sitzen. Als Motor kommt ein 2.2-Liter-Diesel mit 150 PS zum Einsatz, der seine Power nicht zu verstecken versucht – denn gerade im Nutzfahrzeugbereich möchte man, wenn man einmal die befestigten Straßen verlässt, diese Kraft auch spüren. So viel sei gesagt: Das kraftvolle Gemüt des L200 kommt dabei keineswegs störend rüber, vielmehr verleitet es dazu, die Offroad- Fähigkeiten zu testen – und davon hat er jede Menge. Das leistungsstarke, permanente Allradsystem „Super Select 4WD-II“ garantiert auch in schwierigen Geländepassagen durch ein sperrbares Mittendifferenzial und eine Geländeuntersetzung immer ein Vorankommen. Daneben sorgen Bergabfahrhilfe, Hinterachsdifferenzial und Offroad-Traktionskontrolle für genügend Grip. Grip ist auch das Stichwort für die Bergsteiger-Ambitionen des Pick-ups: ein Kippwinkel von bis zu 45 Grad, eine Steigfähigkeit von 70 Prozent sowie ein Böschungswinkel von bis zu 30 Grad vorn und 22 Grad hinten versprechen auch am Berg einiges.

Nachdem einige Waldwege sowie enge Passagen zu den umliegenden Burgen und Schlössern gemeistert wurden, tauschte man in der Nähe des Münzturmes von Bacharach die Fahrzeuge und kam somit in den Genuss der Qualitäten des Kompakt-SUV ASX. Auch hier verströmt das Markengesicht mit der „Dynamic Shield“-Designsprache sowohl Geradlinigkeit als auch Selbstbewusstsein. Genau das soll der neue ASX auch darstellen: einen unkomplizierten Begleiter, der im Alltag Komfort und Sicherheit garantiert. Im Gegensatz zum L200 kommt im Kompakt-SUV ein 2.0-Liter-Benziner zum Einsatz, aber auch hier mit 150 Pferdestärken. Zusammen mit dem üppigen Platzangebot und dem optimal abgestimmten Fahrwerk zeigt der ASX seine Vorzüge gleichermaßen auf der Langstrecke. Egal auf welchem Terrain – dank Allradantrieb kann er auch abseits der Straße bewegt werden – der Wohlfühl-Charakter kommt nicht zu kurz, denn der kompakte SUV hat alles dabei, was das Fahren schöner und komfortabler macht: Klimaautomatik, Sitzheizung, Smart-Key-System und ein modernes Infotainmentsystem samt Integration der Systeme Apple CarPlay und Android Auto. Nicht zuletzt ist der ASX in Sachen Fahrassistenzsysteme State of the Art.

In Sankt Goar angekommen, war es an der Zeit, den komfortablen Platz im ASX zu verlassen und die MS Rhenus zu betreten. Ganz ohne die beiden Modelle musste man dabei nicht auskommen, denn im Schiffsbauch standen sowohl L200 wie auch ASX. Auf der Rheinfahrt, vorbei an der Loreley, den Weinbergen und den vielen Burgen sowie Schlössern, standen jedoch Informationen im Mittelpunkt des Interesses: Den Start machte Dennis Lindroth, der erst einmal Input zu Mitsubishi Motors in Deutschland lieferte, bevor er sich den beiden Neuerscheinungen und dem Thema Elektromobilität widmete. Elektromobilität stand auch im Fokus der etwas anderen Präsentation von Peter Siegert, E-Mobility-Manager bei der EnBW: In Form des bekannten „Wer wird Millionär?“-Quizes führte Peter Siegert durch das Elektromobilitätsangebot – EnBW mobility+. Hierüber wird der Zugang zu mehr als 32.000 Ladepunkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ermöglicht. Auch Antworten auf Bedenken bezüglich der Stromversorgung sowie einen kleinen Ausflug in das Angebot an Ladeinfrastruktur enthielt das Quiz. Mit Input zu Allradund Assistenzsystemen lieferte Guido Schütze, Technik-Trainer bei der MMD Automobile GmbH, den Abschluss des Informationsprogrammes. Der Technikexperte der Mitsubishi-Motors-Importeurgesellschaft erklärte dabei die Unterschiede zwischen den verschiedenen Allradantrieben und ging auch auf die jeweiligen Vor- sowie Nachteile ein. Nicht zuletzt erklärte Guido Schütze, was sich hinter den verschiedenen Bezeichnungen für die Fahrassistenzsysteme im Gelände verbirgt und informierte über deren Funktionsweise.

Zurück in Bingen am Rhein und nach einer Pause zum Frischmachen folgte der letzte Tagesordnungspunkt – die Abendveranstaltung. Auch hier wollte Mitsubishi nicht ein Standardprogramm liefern und so setzte man mit der Fähre nach Rüdesheim am Rhein über: Doch was erwartete die Teilnehmer hier? Ein Ausflug in eine der über die Landesgrenzen hinweg bekannten Lokalitäten in der Drosselgasse? Man hüllte sich in Schweigen und ließ die Atmosphäre des Ortes wirken, bis man am Wunschlokal angelangt war – Bollesje, ein Lokal im Gewölbekeller. Das Besondere des Lokals ist seine Geschichte: Denn 1806 wurde hier das Amtszivilgefängnis durch den nassauischen Fiskus errichtet. Ein recht komfortables Gefängnis für die damalige Zeit, denn die Insassen wurden von Tagelöhnern betreut und die tägliche Gefangenenration bestand beispielsweise für Männer aus einem halben Liter Wein oder einem Viertelliter Branntwein, für Frauen aus einem Viertelliter Wein. Angelehnt an diese Zeit findet man im Bollesje eine Erlebnisgastronomie mit besonderer Gefängnisatmosphäre. Somit lieferte Mitsubishi hier von vorn bis hinten ein Großkundenevent der besonderen Art.