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Der Renault Talisman ist wirklich automobil gewordene Zurückhaltung – ausdrucksstarken Lichtdesigns zum Trotz. Und je nach Option steckt unter der Motorhaube ein potentes Kerlchen, das Flottenmanagement prompt ausprobiert hat. So leistet der stärkste Benziner (ab netto 31.554 Euro), der seinerseits aus Effizienzgründen lediglich 1,8 Liter Hubraum aufweist, satte 225 PS. Siebeneinhalb Sekunden bis Landstraßentempo würde dem dezenten Funktions-Kombi vermutlich niemand zutrauen – und man benötigt in der Tat keine Stoppuhr, um zu merken, dass der Franzose mehr als bloß souverän motorisiert ist, sondern auf Gaspedalbefehl ordentlich Druck macht. Je nach Line (beim Testwagen der Fall) lenken auch die Hinterräder zwecks besserer Kurven-Performance. So gelingt der generell eher schwierige Spagat zwischen ausgeprägter Dynamik und komfortablem Federungsverhalten mit Bravour – auch bei Bestellung der optisch attraktiven Neunzehnzöller.

Komfort übrigens ist auch ein Thema, das die Sitze des Talisman spielen – insbesondere die mit feinem Napaleder gepolsterten Fauteuils der Version „Initiale Paris“. Außerdem wird der Talisman in dieser Ausführung seinem Auftrag gerecht, den modernen Autofahrer mit dem heutzutage korrekten Maß an Infotainment zu versorgen: Dazu gehört das hier serienmäßige Headup- Display, ein teils mit TFT-Anzeigefläche ausstaffiertes Kombiinstrument sowie der knapp neun Zoll messende Touchscreen in der Mittelkonsole – quasi das Herz der Fahrzeugsteuerung. Ganz im Sinne geschundener Vielfahrer- Rücken kann man sich außerdem massieren lassen, den Stuhl belüften und natürlich vielfach elektrisch verstellen. Elektrisch öffnet auch die Heckklappe. Darüber hinaus gibt es LED-Scheinwerfer und Navigationssystem. Rund 5.000 Euro netto Aufpreis werden für die Top-Line fällig.