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Der Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid könnte Technik-Fans jede Menge Freude bereiten – schließlich handelt es sich um einen recht unkonventionellen Hybriden. Doch der Reihe nach. Ist sein 13,8 kWh großer Akku gefüllt, wird rein elektrisch gefahren. Dazu haben ihm die Techniker zwei kräftige E-Maschinen eingebaut, an den Vorderrädern zerren 82 PS – hinten sind es deren 95. Damit ist der Japaner souverän unterwegs. Bei höheren Tempi schaltet sich auch noch der 135 PS starke Ottomotor mit 2,4 Litern Hubraum dazu, klingt nach einem launigen Aggregate-Trio. Der Verbrenner kann unter 80 km/h jedoch wenig ausrichten, er ist nämlich mit einer festen Übersetzung an die Achse angedockt (per Kupplung), und zwar mit einer langen Übersetzung.

Per Typ 2-Ladekabel ist der Akku schnell wieder in Form gebracht, und wenn die Ladeinfrastruktur kräftig ausgebaut wird, was ja geschieht, kann man traditionelle Tankstellen eigentlich immer häufiger links (oder auch rechts) liegen lassen. Doch so weit sind wir anno 2019 natürlich noch nicht, ist aber auch kein Problem. Unsere Batterie ist jetzt leer, der Benzintank aber prall gefüllt. Los geht es auf eine fernere Tour. Nanu, da surrt aber jetzt auch im unteren Geschwindigkeitsbereich der kräftige Vierzylinder-Benziner. Richtig, er macht auf Generator und sorgt für den Energie- Nachschub.

Das Fahren mit diesem Outlander ist eine recht geschmeidige Angelegenheit, denn wo kein Getriebe, da auch keine Schaltrucke. Dennoch erlebt man den Otto auch in verschiedenen Drehzahllagen, denn je nach Strombedarf ändert sich die Last. Der Allradantrieb kommt übrigens ohne schweres Differenzial aus, da jede Achse mit einem E-Motor bestückt ist – und jeder davon ist stets einsatzbereit, so dass man sich auch vor einem Wintereinsatz nicht fürchten muss. Wer möchte, kann die Energieflüsse auf dem Monitor beobachten und auf diese Weise verfolgen, was unter dem Blech geschieht.

Der Outlander ist übrigens ein veritabler Komfortgleiter mit viel Platz im Innenraum – klar, ist er mit einer Außenlänge von 4,70 Metern auch ein recht erwachsenes Fahrzeug. Bequeme Sitze sowie zahlreiche Anschlussbuchsen wie USB und sogar 230V machen den Mitsubishi zum Praktiker, zumal er ja auch bis zu 1.602 Liter Gepäck mitnehmen kann.

Reden wir über Geld: Die Basis startet mit netto 31.924 Euro und verfügt bereits über Bluetooth-Freisprechanlage, Digitalradio, einer Smartphone-Integration per Apple CarPlay oder Android Auto, schlüsselloses Schließsystem, Sitzheizung und Tempomat. Wer netto 10.588 Euro in die sogenannte Top-Ausstattung investiert, bekommt ein umfangreiches Assistenzpaket mit autonomer Notbremsung plus Fußgänger- Erkennung, integriertes Navigationssystem (wichtig zum bequemen Auffinden von Ladestationen), Spurhalte-Alarm plus adaptivem Tempomat. Außerdem glänzt der „Top“ mit elektrischer Heckklappe, elektrischem Glasschiebedach, Lenkradheizung und Soundsystem. Die Sinne werden mit wertig aussehenden, rautenförmig abgesteppten Ledersitzen verwöhnt, die hohen Sitzkomfort spenden. Finanziell interessant ist der Aspekt, dass die Versteuerung des Dienstwagens für die private Nutzung lediglich hälftig anfällt beim PHEV mit über 40 Kilometern elektrischer Reichweite.