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Makler sollten aus der Vielzahl von Versicherungen das passende Angebot für den Kunden heraussuchen

Licht ins Dunkel

Nicht nur die Zahl der verschiedenen Versicherungsgeber, auch deren Leistungen machen es dem Fuhrparkverantwortlichen nicht immer einfach, eine gute und günstige Flottenversicherung zu finden. Denn zu der Vielzahl der Angebote kommen auch die eigenen Anforderungen, welche die Suche zusätzlich erschweren. Daher kann es sinnvoll sein, Hilfe bei einem Versicherungsmakler oder Berater zu suchen. Flottenmanagement klärt auf, worauf bei den Vermittlern von Versicherungen zu achten ist.

In Deutschland wird gerade beim Abschluss von Versicherungen fast immer der Weg über einen Versicherungsvermittler gewählt. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) werden rund 90 Prozent des Neugeschäfts im persönlichen Kontakt mit einem Versicherungsvermittler abgeschlossen. Zu dieser Art von Vermittlern zählen neben klassischen Versicherungsvertretern, Maklern oder Versicherungsberatern auch Banken sowie Sparkassen. Trotz des hohen Vertrauens in den persönlichen Rat eines Vermittlers nimmt gerade im Bereich der Kfz-Versicherungsleistungen der Vertrieb über das Internet stetig zu. Hintergrund sind die seit dem 23. Februar 2018 geltenden neuen Vorgaben der europäischen Versicherungsvertriebsrichtlinie (Insurance Distribution Directive, kurz IDD), welche in erster Linie den Schutz der Verbraucher beim Erwerb von Versicherungsprodukten sowohl direkt beim Versicherer als auch indirekt bei einem Versicherungsvermittler gewährleisten soll.

Die passende Form der Versicherungsvermittlung
Auf der Suche nach der passenden Versicherung kann man eine Vielzahl von Beratungsangeboten wahrnehmen. Allerdings sollte man dabei ein paar grundlegende Dinge beachten: Ein Makler ist nicht gleichzusetzen mit einem Versicherungsvertreter. Denn ein Versicherungsmakler ist unabhängig von dem zu vermittelnden Produkt und aufgrund der gesetzlichen Maklerhaftung dazu verpflichtet, ausschließlich im Interesse des Mandanten zu agieren. Etwas anders sieht dies bei dem Versicherungsvertreter aus. Dieser ist in seiner Beratung an die jeweilige Versicherung gebunden, die er vertritt. Vereinfacht ausgedrückt steht der Makler auf der Seite des Versicherungsnehmers, wohingegen der Vertreter oder Mehrfachagent stärker die Interessen der Versicherung im Blick hat. Oliver Rehbeil, Head of Motor der MRH Trowe: „Der Makler muss rein rechtlich betrachtet immer im Interesse des Kunden agieren, wobei der Versicherungsagent oder Vertreter im Interesse der von ihm vertretenen Versicherungsgesellschaft handeln muss. Eine gute Alternative zum Makler ist der zugelassene Versicherungsberater, wobei dieser, wie das Wort ausführt, nur die Beratung zum Beispiel in Form der Ausschreibung durchführt und der Kunde sich dann wieder einen Partner für die Abwicklung suchen müsste.“

Demnach sorgt ein Makler nicht nur für eine unabhängige Beratung, sondern kann durch dessen Unabhängigkeit auch eine bessere Markttransparenz und damit auch ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis schaffen. „Ein Versicherungsmakler gilt rechtlich als ‚Sachwalter‘ für den Kunden und vertritt ausschließlich die Interessen des Kunden. Ihm steht der ganze Versicherungsmarkt zur Verfügung und er ist somit nicht an eine bestimmte Versicherungsgesellschaft gebunden. Ein Makler arbeitet kundenorientiert, berät objektiv und ermittelt für den Kunden das beste Preis-Leistungs-Verhältnis am Versicherungsmarkt“, erläutert Oliver Biehl, Director Maintenance and Damage bei der Sixt Mobility Consulting GmbH. Gleichermaßen bietet ein Makler auch den Vorteil, dass der vertraute Ansprechpartner auch beim Versicherungswechsel bestehen bleibt und der eigentliche Wechselprozess ohne nennenswerten Aufwand für den Kunden vonstattengeht. „Insbesondere während der Vertragslaufzeit kann es hin und wieder notwendig werden, den Versicherer zu wechseln. So kann als Beispiel ein negativer Schadenverlauf zu spürbaren Beitragserhöhungen führen, die durch einen Wechsel gemildert oder gänzlich vermieden werden können. Unsere Mandanten schauen bei diesem Prozess in der Regel lediglich zu, ohne einen nennenswerten Aufwand damit zu haben, und behalten darüber hinaus ihren vertrauten Ansprechpartner“, wie Georg Blaeser, Geschäftsführer von Flotten-Check.de, aufzeigt.

Auch wenn einem Makler im Prinzip das Portfolio der gesamten Versicherungsbranche zur Verfügung steht, spielen die Anzahl seiner Klienten und deren Größe maßgeblich eine Rolle bei der Durchsetzungskraft beim Versicherer. Maklerunternehmen mit gleich mehreren großen Fuhrparks als Kunden können so beispielsweise von bestimmten Service- und Technik-Tools der Versicherer profitieren. Jedoch kann ein zu großes Maklerunternehmen womöglich die Betreuungsqualität eines kleinen Maklers nicht bieten, da der Kunde aufgrund von eng gestrickten Prozessen nur als laufende Nummer wahrgenommen wird. Laut Jan Buchner, Geschäftsführer der New Projects GmbH & Co. KG, ist daher nicht die Größe des Maklerunternehmens entscheidend, sondern „vielmehr die Innovationskraft, die Spezialisierung und die Fähigkeit, äußerst schnell und flexibel auf die Wünsche der Kunden einzugehen. Während in großen Unternehmen häufig die Ansprechpartner wechseln, finden sich in kleinen und mittelständischen Maklerhäusern häufig langjährige Ansprechpartner wieder.“ Doch aus Sicht des Versicherers haben gerade große spezialisierte Maklerunternehmen Vorteile: „Versicherer arbeiten mit großen Partnern mit einem hohen Prozess-Know-how gerne zusammen, um die internen Verwaltungskosten im extrem margenarmen Kfz-Flottenbereich zu optimieren“, erklärt Melanie Frömming, Head of Motor Fleet bei der SG IFFOXX Assekuranzmaklergesellschaft mbH – einem Unternehmen der Aon-Gruppe.

 Die Spezialisierung des Maklers auf bestimmte Versicherungsbereiche ist aber auch für den Flottenkunden von Vorteil: „Oftmals benötigt man verschiedene Risikoträger, um den jeweiligen Flottenkunden den optimalen Versicherungspartner zu vermitteln. Nicht jeder Versicherer mag und kann zum Beispiel Nutzfahrzeugflotten im Schaden- und Vertragsbereich behandeln. Hier können wir mit unseren Erfahrungswerten den Kunden optimal bei der Versichererauswahl unterstützen – wir wissen neben den reinen Prämienkonditionen, was der eine oder andere Versicherungspartner leisten kann und ob das zum Anforderungsprofil der jeweiligen Flotte passt“, gibt Melanie Frömming zu verstehen. Dass die optimale Abdeckung von Risiken zu den Grundaufgaben des Maklers gehört, steht außer Frage. Doch das immer breiter werdende Mobilitätsangebot und noch unklare Versicherungsvorgaben stellen ihn vor neue Herausforderungen: „Gerade durch die neue Kurzstreckenmobilität könnte sich bei stark steigenden Schadenfällen für den Gesetzgeber die Notwendigkeit ergeben, das Pflichtversicherungsgesetz zu erweitern. Daraus ergibt sich dann für die Versicherungswirtschaft die Chance, ihr Kraftfahrthaft-, Kasko- und Unfallversicherungsportfolio zu ergänzen“, erläutert Horst Hirte, Business Development Manager bei der Fleetcar + Service Community GmbH & Co. KG.

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