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Der Sieger bei den Kombimodellen der Kompaktklasse: Peugeot 308 SW BlueHDi 130
Peugeot 308 SW BlueHDi 130

Brot-und-Butter-Segment

Zum 103. Mal stellen sich fl ottenrelevante Fahrzeuge dem Kostenvergleich von Flottenmanagement. Im aktuellen Vergleich stehen elf Kombimodelle der Kompaktklasse mit Dieselantrieb in Konkurrenz. An die Spitze hat sich der Peugeot 308 SW BlueHDi 130 gefahren, der dank seiner aktuellen Motorengeneration nicht nur Vorzüge bei den Ladungsdaten auf sich vereint.

Die Kompaktklasse beziehungsweise die „untere Mittelklasse“ gehört seit jeher zu den bedeutendsten Segmenten im deutschen Fahrzeugmarkt: Mit allein 59.248 Neuzulassungen im August 2019 und 510.423 Neuzulassungen für den Zeitraum Januar bis August 2019 stellt die Kompaktklasse laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nach dem SUV-Segment die zweitstärkste Fahrzeugkategorie bei den Neuzulassungen dar. Mit einem Anteil von 20,5 Prozent an den Gesamtzulassungen für die ersten acht Monate des Jahres 2019 ist mehr als jedes Fünfte neu zugelassene Fahrzeug ein Kompakter. Dennoch hinterlässt auch hier der SUV-Boom Spuren: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum musste die Kompaktklasse ein Minus von 6,1 Prozent hinnehmen, und das obwohl die Zahl der Neuzulassungen in diesem Zeitraum um 0,9 Prozent angestiegen ist. Dennoch hat die Kompaktklasse für den Flottenmarkt eine beständige Bedeutung, das wiederum zeigt der in der KBA-Statistik ausgewiesene Anteil gewerblicher Halter  der mit fast 67 Prozent deutlich ausfällt. Nicht zuletzt einer der Topseller im Flottengeschäft, der Volkswagen Golf, gehört dieser Klasse an. Aber auch die Zahl der Modelle beweist, dass die Klasse beliebt ist. Allerdings schränkt die Karosserievariante „Kombi“ als europäische beziehungsweise deutsche Präferenz die Zahl wiederum ein, das Segment selbst umfasst einige Hersteller mehr, die hier (derzeit) kein Kombimodell anbieten.

Doch noch immer konkurrieren im aktuellen Vergleich elf Modelle um die Krone bei den Kompaktklasse-Kombis. Der neue Toyota Corolla Touring Sports wäre unter anderem ein Kandidat für den Vergleich gewesen, jedoch setzen die Japaner in der unteren Mittelklasse ausschließlich auf Benziner – wahlweise in Kombination mit einem Elektromotor. Auch der MINI Clubman hat es nicht in den Kostenvergleich geschafft, da hier aufgrund von Modellp egemaßnahmen die Leasingkalkulation nicht umsetzbar war (Stand: 5. September 2019). Aber es gibt dennoch ein paar Neuigkeiten in diesem Segment: den neuen Opel Astra Sports Tourer, der seine Publikumspremiere gerade erst auf der IAA 2019 gefeiert hat, sowie Ford Focus Turnier, Hyundai i30 Kombi und Kia Ceed Sportswagon, die allesamt mit neuen Modellgenerationen in das Modelljahr 2019 gestartet sind.

Neue Generationen und Facelifts helfen den Herstellern beim Kundenfang und gerade in so einem hart umkämpften Segment mit viel Konkurrenz fällt auf, dass sich die meisten Fahrzeuge auf einem höchst modernen Niveau be nden. So bringt der gerade erst auf der IAA vorgestellte neue Opel Astra Sports Tourer eine Vielzahl von Oberklasse-Technologien in die Kompaktklasse – mehr dazu im Opel-Schwerpunkt auf S. 50. Aber auch die Neuau agen der kompakten Modelle von Ford und der beiden südkoreanischen Hersteller bringen so manches technische Feature in dieses Segment. Oder hätten Sie sich vor ein paar Jahren vorstellen können, dass Ihr Kompakter in vielen Situationen für Sie das Steuer übernimmt? Der großzügige Einsatz von Assistenzsystemen und damit auch der Schritt zum teilautomatisierten Fahren macht dies auch unterhalb der Mittelklasse möglich.

Bevor wir uns jedoch in die Analyse der Ergebnisse begeben, noch ein paar Worte zum neuen Kostenvergleich: Kurz vor der 100. Episode unseres Vergleichs hatten wir noch einmal Hand angelegt, um die Struktur zu verbessern und etwas nachvollziehbarer zu gestalten. Nachdem wir die technischen Daten näher beleuchtet haben, widmen wir uns den  ottenrelevanten Details und schließen den Vergleich mit den Kosten ab. Die Kosten sind hierbei ein wichtiges Stichwort: Denn in der Leasingrate ist nun auch der Technikund Versicherungsservice inkludiert, was dem Full-Service-Gedanken zuträglich ist.

Doch zurück zum eigentlichen Kostenvergleich: Bei der Auswahl der Modelle haben wir drei Kriterien zurate gezogen – die Segmentzugehörigkeit, ein Schaltgetriebe und ein Dieselmotor mit rund 90 kW, sprich 122 PS. Während die ersten beiden Kriterien dem Teilnehmerfeld keinerlei Probleme bereiteten, sorgte die Motorisierung für erste Schwierigkeiten: So verfügt der Dacia Logan MCV Blue dCi 95 lediglich über 70 kW und damit fehlen ihm mehr als 20 Prozent Leistung im Vergleich zu den Konkurrenten. Damit hier aufgrund des kleineren Motors kein Vorteil entsteht, bekam der Rumäne eine Negativwertung für die fehlende Leistung. Aber der Logan musste auch in puncto Abgasnorm Federn lassen, da hier lediglich die Euro-6c-Abgasnorm erfüllt wurde und damit auch die Verbrauchsdaten noch nach dem NEFZ-Messverfahren ermittelt wurden. Auch hier gab es eine Negativwertung.

Mit den rund 90 kW erreicht ein kompakter Kombi in etwas weniger als elf Sekunden die Marke von 100 Stundenkilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von rund 196 Kilometern pro Stunde. Bei den Werksangaben zum kombinierten Verbrauch liegen die ausgewählten Modelle im Bereich von 3,6 bis 4,7 Liter Diesel pro 100 Kilometer, was im Durchschnitt einen Verbrauch von 3,97 Litern pro 100 Kilometer ergibt. Die ersten drei Plätze mit jeweils 3,6 l/100 km beim Durchschnittsverbrauch holen sich Dacia Logan MCV, Opel Astra Sports Tourer und Peugeot 308 SW. Dabei ist jedoch anzumerken, dass die Verbrauchsdaten bei den beiden Vertretern aus dem PSA-Konzern mittels WLTP-Messverfahren ermittelt wurden und zur besseren Vergleichbarkeit auf NEFZ-Werte umgerechnet wurden. Es ist daher anzunehmen, dass der Dacia Logan unter den Bedingungen eines WLTP-Tests höhere Verbräuche erzielen würde.

Ein großvolumiger Tank mit einem Fassungsvermögen von 52,5 Litern bescheren dem Peugeot 308 SW in der Kategorie „Reichweite“ mit 1.458 Kilometern den begehrten mittleren Platz auf dem Podium. Im Durchschnitt erzielte ein Kompaktklasse-Kombi mit vollem Tank eine Reichweite von 1.254 Kilometern, das reicht locker aus, um die 955 Kilometer von Kiel nach Garmisch-Partenkirchen ohne Tankstopp zu bewältigen. Sogar ein Abstecher nach Mailand für das weltbekannte Risotto alla Milanese oder eine ausgedehnte Shoppingtour ist mit solchen Reichweiten ohne Stopp möglich. Bei den Ladungsdaten, die sich in diesem Segment aus vier gewerteten Bestandteilen zusammensetzen, stechen hingegen andere Modelle hervor: So übernimmt der Kia Ceed Sportswagon mit 625 Litern in der Kategorie Kofferraumvolumen die Führungsposition und verweist Peugeot 308 SW sowie Škoda Octavia Combi mit jeweils 610 Litern auf den zweiten Platz. Beim Thema maximales Laderaumvolumen übernimmt dann aber der Tscheche das Zepter und setzt sich mit 1.740 Litern deutlich von der Konkurrenz ab. Im Schnitt passen in einen Kombi dieses Segments rund 1.610 Liter bei umgeklappter Rücksitzbank. Doch obwohl sich im Škoda das größte Volumen verstauen lässt, muss er in Sachen Zuladung dem SEAT Leon ST und dem Ford Focus Turnier den Vortritt lassen. Mit 568 Kilogramm (SEAT Leon ST) beziehungsweise 560 Kilogramm (Ford Focus Turnier) lassen sich hier ein paar mehr Kilos transportieren. Dennoch reichen die 557 Kilogramm des Tschechen für einen dritten Platz in dieser Sonderwertung. Der letzte Wertungssieg bei den Ladungsdaten – der Anhängelast – geht an den Renault Mégane Grandtour BLUE dCi 115 mit 1.700 Kilogramm gebremst sowie 720 Kilogramm ungebremst bei einer 12-prozentigen Steigung.

Kommen wir zu den Kosten ... Für einen kompakten Kombi, welcher gemäß unseren Ausstattungsvorgaben bestückt ist, werden im Durchschnitt 22.699,01 Euro fällig. Wer besonders günstig in das Segment einsteigen möchte, dem sei der Dacia Logan MCV Blue dCi 95 in der Ausstattungslinie „Comfort“ ans Herz gelegt. Mit einem Listenpreis inklusive Sonderausstattung von gerade einmal 11.806,73 Euro ist der Logan beispielsweise rund 7.600 Euro günstiger als die Business Line des Fiat Tipo Kombi 1.3 MultiJet, der beim Nettogesamtpreis den zweiten Platz erzielt. Vergleicht man beide Modelle aber hinsichtlich der Ausstattung werden preisliche Unterschiede schnell sichtbar: Während beim Tipo Kombi bereits fast alle geforderten Ausstattungsvorgaben in Serie zu haben sind, ist der Dacia mit lediglich vier serienmäßigen Ausstattungsmerkmalen für Dienstwagennutzer relativ spartanisch ausgestattet. Hinzu kommt, dass vier Ausstattungselemente selbst optional für den Rumänen zu haben sind. Doch beiden Modellen fehlt der Spurhalteassistent.

Bleiben schlussendlich die Leasingraten, die aufzeigen, ob Fahrzeuge in den von Referenzmodellen gesteckten Kostenrahmen passen oder nicht. Die Full-Service-Leasingraten bei 20.000 Kilometern pro Jahr und 36 Monaten Laufzeit verhelfen dem SEAT Leon ST mit 320,42 Euro auf Platz eins, danach folgt der Dacia Logan MCV mit 330,48 Euro. Der Drittplatzierte, der Peugeot 308 SW, bleibt ebenfalls mit 332,14 Euro deutlich unter der durchschnittlichen monatlichen Full- Service-Leasingrate für einen Kompaktklasse- Kombi, diese liegt bei 360,46 Euro. Bei höheren Lau eistungen ändert sich die Verteilung der Podiumsplätze jedoch: So unterbietet der Dacia Logan den SEAT Leon ST bereits ab einer Laufleistung von 40.000 Kilometern. Ab 60.000 Kilometer muss der Peugeot 308 SW seinen dritten Platz sogar an den Hyundai i30 Kombi abtreten.

Nach Abwägung sämtlicher Wertungen läuft es auf einen wohlverdienten Sieg des Peugeot 308 SW hinaus, der sich aufgrund des hohen Nettolistenpreises wohl eher als Leasingkandidat eignet, aber bei den Themen Verbrauch, Ladungsdaten und Ausstattung punktet. Auf Platz zwei landet der Kia Ceed Sportswagon, in dem sich noch einmal mehr Volumen verstauen lässt und der auch zu einem günstigeren Anschaffungspreis zu haben ist. Das Podium komplettiert der Opel Astra Sports Tourer, für den es aufgrund der Anzahl der serienmäßigen dienstwagenrelevanten Ausstattung nur für den dritten Platz reicht.

And the winner is … Peugeot 308 SW BlueHDi 130


So haben wir gewertet

Der neue Flottenmanagement-Kostenvergleich setzt sich aus fünf Hauptkriterien – den Kosten über Laufzeit und -leistung, den technischen Daten, den  ottenrelevanten Daten, der Ausstattung und den einmaligen Kosten beim Kauf – zusammen. Dabei erhalten die jeweils drei günstigsten Modelle eine grüne Markierung und die drei teuersten eine rote Markierung. Ebenfalls werden  ottenrelevante Fakten wie die Dichte des Servicenetzes und die Restwerte grün beziehungsweise rot markiert und dementsprechend bewertet. Die technischen Daten eines jeden Modells werden unter den Gesichtspunkten des Durchschnittsverbrauchs in l/100 km laut WLTP-Fahrzyklus (zurückgerechnet auf NEFZ-Werte), des CO2-Ausstoßes in g/km, der Reichweite in km sowie der Ladungsdaten – Kofferraumvolumen in l, max. Laderaumvolumen in l und Zuladung in kg – beurteilt und entweder mit Grün für die drei Bestwerte beziehungsweise Rot für die drei schlechtesten Werte gekennzeichnet. Zusätzlich erhalten segmentspezi sche technische Daten, wie beispielsweise die Anhängelast gebremst bei SUV, eine entsprechende Grün-Rot- Bewertung. Zudem erhalten Modelle, welche die Vergleichsmotorleistung um mehr als 20 Prozent unterschreiten, oder zum Zeitpunkt der Datenerhebung noch nicht die Abgasnorm Euro 6d-TEMP erfüllen eine Negativbewertung.

Daneben wird eine besonders lange Laufzeit der Fahrzeuggarantie mit einem Pluspunkt respektive einer grünen Markierung hervorgehoben. Falls Elemente der dienstwagenrelevanten Ausstattung nicht lieferbar sind, werden diese rot gekennzeichnet und dementsprechend gewertet. Eine grüne Kennzeichnung im Bereich Ausstattung kann aufgrund einer hohen Anzahl an serienmäßig verbauten dienstwagenrelevanten Ausstattungselementen beziehungsweise einer Mehrwertausstattung erzielt werden, ebenso erfolgt eine Negativ-Wertung bei einer geringen Anzahl.


Dienstwagenrelevante Ausstattung im Segment Kompaktklasse-Kombis:
• Rundum-Airbag-Schutz für Fahrer und Beifahrer (Front-, Kopf- und Seitenairbags)
• aktiver Bremsassistent
• Bluetooth-Freisprechanlage
• Einparkhilfe mit Sensoren beziehungsweise über die Rückfahrkamera
• Klimaanlage
• Licht- und Regensensor
• Navigationssystem
• Nebelscheinwerfer
• Sitzheizung vorn
• Spurhalteassistent


Mehrwertausstattung im Segment Kompaktklasse-Kombis:
• adaptiver Tempomat
• Anhängerkupplung
• E-Call/Notrufsystem
• elektrische Heckklappe
• größerer Kraftstofftank
• Klimaautomatik
• Totwinkel-Assistent
• Verkehrszeichenerkennung
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