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Auf dem Heckdeckel steht etwas, das Appetit auf diesen brandneuen BMW der Dreierserie macht: 330d xDrive. Damit weiß der Kenner, während der Laie ahnt – das Fahren bringt hier jene Freude, die der Hersteller immer in der Werbung verspricht. Kein Wunder mit 265 PS an Bord und zwei angetriebenen Achsen, was für Traktion in Hülle und Fülle sorgt. Doch bevor es ans Steuer geht, möchte ein BMW-Ingenieur gerne noch etwas loswerden und führt seine Gäste zum Kofferraum (der bei umgeklappter Lehne übrigens bis zu 1.510 Liter schluckt). Und auf dem Ladeboden befinden sich Streifen, auf dem dann etwaige Koffer liegen. Koffer hineinstellen, Achtung, Klappe zu – und jetzt mal auf die Fondsitzbank gekrabbelt und am Koffer gezerrt. Lässt sich nur schwergängig verschieben. Denn sobald die Klappe geschlossen wird, wölben sich die gummierten Streifen und verhindern, dass das Gepäck bei forcierter Fahrt verrutscht. Ein genialer Streich, der bisher noch keine Nachahmer fand.

 Apropos forcierte Fahrt – endlich geht es hinter das Steuer des flüsterleisen Sechszylinder-Diesels der Dreiliter-Klasse. Wählhebel der Achtgang-Wandlerautomatik auf „D“, und los. Schön am Dreidreiß’ger ist, dass er sowohl lässig als auch sportiv kann. Lässig bedeutet: im großen Gang auf der Drehmomentwelle (580 Nm maximal) surfen. Bullig tritt der Selbstzünder stets an, lässt man den Automaten herunterschalten, wird es rasant. Am Ende spiegeln das auch die Werte wider – schließlich gibt BMW seinem Expresskombi lediglich 5,4 Sekunden Zeit, um die 100 km/h- Marke zu erreichen. Allerdings beherrscht das Fahrwerk ordentliche Manieren und packt seine komfortverwöhnten Passagiere in Watte – muss ja für Langstreckennutzer auch sein. Ab netto 44.747 Euro startet der Luxus-Laster.