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Jeep hat sich beim Renegade unlängst von den Saugbenzinern verabschiedet und bietet als Basis ein Dreizylinder-Ottotriebwerk sowie zwei weitere Turbo-Vierzylinder. Vor allem der stärkere der beiden 1,3-Liter ist spannend, hat er doch das Zeug, den knapp 4,24 Meter langen 4x4 durchaus munter zu bewegen. Apropos 4x4 – in Verbindung mit diesem Motor erlaubt Jeep tatsächlich ausschließlich zwei angetriebene Achsen plus Neunstufen-Automatik. Und schon auf den ersten Metern entpuppt sich diese Version als Überraschung, denn der Schwerpunkt hier ist nicht das ungestüme Loslegen an der Ampel, sondern der leise Lauf des Vierzylinders. War da was? Man hört das Turboaggregat wirklich nur bei vollem Ausdrehen, und das kommt nun wirklich selten vor.

Schließlich reichen 270 Nm Drehmoment ab 1.850 Umdrehungen allemal, um den 1,5-Tonner bereits mit Halbgas jegliche Steigungen hinaufzuschieben. Wer unbedingt einmal alles geben will, okay, dann steht Landstraßentempo nach 8,5 Sekunden – vor wenigen Jahren ein respektabler GTI-Wert. Dabei kann der Renegade auch noch geräumig und komfortabel, ist mithin langstreckentauglich. Der Neungang-Wandler – übrigens serienmäßig – arbeitet unauffällig, vermeidet Schaltrucke selbst unter hoher Last. Auch das Platzangebot und die Sitzanlage können die Ansprüche von Vielfahrern mit Bravour erfüllen, was auch für die Fahrer-Assistenz gilt: So ist der feinfühlig arbeitende Aktiv-Tempomat bei der starken Renegade-Ausgabe bereits Standard. Schön bei Jeep, dass man ganz einfach per gezieltem Tastendruck wählen kann, ob die adaptive Steuerung aktiv sein soll oder eben der klassische Tempomat. Ab netto 26.218 Euro startet der potente Renegade.