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Jawohl, es geht schon wieder um ein SUV – Mode ist eben Mode. Diesmal hat Flottenmanagement den kompakten Škoda Karoq auf Herz und Nieren getestet. Und eines vorweg: Kompakt klingt immer so nach Verzicht, aber 4,38 Meter Außenlänge und 2,64 Meter Radstand sind ein ausgewogenes Maß – so bewegt sich der Karoq flink durch die City und macht Freude auf der Langstrecke in Form eines üppigen Raumangebots. Einsteigen bitte und Kniefreiheit checken: In der zweiten Reihe muss man sich schon anstrengen und ausgiebig räkeln, um Kontakt mit etwaigen Lehnen oder Verkleidungen aufzunehmen. Auch die Polster präsentieren sich ausgesprochen gutmütig zu den Passagieren und spenden selbst nach einer überdurchschnittlich langen Tour noch Freude. Obendrein ist es Škoda durchaus gelungen, in den grundsätzlich komfortabel gehaltenen Einschlag eine Spur Sportlichkeit zu mixen. Dazu trägt auch das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe bei, das in Verbindung mit dem 4x4 obligatorisch ist.

Aber jetzt wird endlich die Start-Taste gedrückt. Aufhorchen, klarer akustischer Fall: Der Zweiliter- Vierzylinder dieselt fröhlich vor sich hin, dringt allerdings nur zurückhaltend durch die Dämmwand, die zwischen Motor- und Fahrgastraum liegt. Stufe „D“ einlegen, es zuckt, und der Karoq kriecht los. Viel Drehzahl braucht der Selbstzünder übrigens nicht – schon ab 1.750 Umdrehungen liegen 340 Nm Drehmoment an, und die Kurve flacht erst jenseits der dreitausend Touren wieder ab. Und während der Drehzahlmesser das Kraftmoment-Plateau eigentlich nicht verlässt, witscht der Doppelkuppler prompt durch die Übersetzungen. Dass der 4x4 Traktion satt hat, liegt in der Natur der Sache – aber der Vorteil des Allrads wird natürlich erst unter widrigen Wetterbedingungen so richtig evident. Und ruhig mal auf die Landstraße mit dem Mult ifunkt ions-Fahrzeug – der Karoq absolviert zügige Runden über windungsreiches Geläuf überraschend agil trotz höheren Schwerpunkts. Andererseits schluckt er Bodenwellen recht souverän weg – wer abwechslungsreiche und häufiger weite Distanzen macht, sollte zum adaptiven Fahrwerk greifen. Kostenpunkt: 798 Euro netto.

Was die Assistenz angeht, so hat der Karoq einiges zu bieten. Unbedingt an Bord sollte der ab 235 Euro (netto) kostende Aktiv-Tempomat – er regelt in der günstigeren Version bis 160 km/h, in der teureren Version (655 Euro netto) bis 210 km/h. Viel Komfort und Sicherheit spendet die Distanzregelung bei zähfließendem Verkehr. Mindestens 28.521 Euro netto werden für den 150 PS starken Diesel-Karoq mit Allrad sowie Automatik fällig. Er rollt indes bereits als etwas besser ausstaffierter „Ambition“ an den Start. Serienmäßig sind autonomes Bremssystem, Parkpiepser und Tempomat. Ebenfalls immer an Bord weilen die markentypischen „Simply Clever“-Details, zu denen der berühmte Eiskratzer im Tankdeckel und die mitgelieferte LED-Taschenlampe gehören. Darüber hinaus gibt es diverse Cargoelemente im Kofferraum, der übrigens bis zu 1.810 Liter Gepäck fasst. Heutzutage gefragte LED-Scheinwerfer schlagen mit 831 Euro netto zu Buche, und ein integriertes Navigationssystem kostet mindestens netto 1.327 Euro.