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Audi stellt sich breit auf – jedenfalls in Sachen Antriebstechnologien. So kündigte der Vorstandsvorsitzende Bram Schot noch in diesem Jahr nun auch ein Brennstoffzellenfahrzeug (Studie) an. Pläne gab es dazu schon 2014, jetzt scheint das Ganze aber ernst zu werden. Und auch das Thema autonomes Fahren treibt die Audi-Ingenieure.

Anfang des Jahres warteten die Ingolstädter mit einem Highlight auf. Der e-tron, das erste rein elektrisch betriebene Fahrzeug des Autobauers feierte seine Premiere. Zuletzt waren die Modelle e-tron GT-Concept und e-tron Sportback im neuen Avengers-Film „Endgame“ zu sehen. Der Sportback, die Kombi-Variante, wird sich voraussichtlich noch in diesem Jahr oder spätestens Anfang 2020 zum e-tron auf den Markt gesellen. Hinzu sollen nach den Plänen des Autobauers in den nächsten zwei Jahren noch sechs Plug-in- Hybrid-Modelle folgen, bis 2025 sind zudem gar 15 reine Elektromodelle vorgesehen.

Zudem wird jetzt (wieder) das Projekt Brennstoffzelle angegangen. Audi-Chef Bram Schot sagte zuletzt gegenüber dem Magazin „Autocar“: „Wir wollen die Entwicklung wirklich beschleunigen. Wir werden Wasserstoff-Brennstoffzellen mehr Priorität einräumen – mehr Geld, mehr Kapazität und mehr Vertrauen.“ So sollen erste Brennstoffzellen-Autos bereits ab 2021 in Kleinserie gebaut werden und auch über ein Leasingprogramm angeboten werden. Gemäß dem Bericht stehe noch kein genauer Zeitplan für die Serienproduktion der FCEV-Modelle, aber Schot sei zuversichtlich, dass es in der zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts so weit sein könnte. Damit erweitert Audi sein Portfolio an Antrieben weiter, neben den erwähnten reinen E-Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden haben die Ingolstädter auch Erdgas- und konventionell angetriebene Fahrzeuge im Angebot.

Und auch das Thema autonomes Fahren hat sich der Autohersteller auf die Fahnen geschrieben. So zeigte Audi im April auf der Auto Shanghai 2019 ein weitere Studie dazu mit dem Titel Audi AI:ME – das Showcar besitzt die Fähigkeit zum automatisierten Fahren auf Level 4. Dabei wird keine Unterstützung des Fahrers benötigt, die Systeme sind jedoch auf einen bestimmten Funktionsbereich, wie beispielsweise besonders ausgerüstete Areale in Innenstädten, limitiert. Dort kann der Fahrer die komplette Fahraufgabe an das System übergeben und übernimmt wieder, wenn das Auto den für das vollautomatisierte Fahren definierten Bereich verlässt. Anders als der stets vollautonome Audi AIcon – eine 2017 vorgestellte Studie für den automatisierten Langstreckenbetrieb mit Level-5-Funktion – verfügt der AI:ME zusätzlich über die traditionellen Steuerelemente Lenkrad und Pedalerie.

Wie auch immer die Zukunft aussieht, Audi scheint bestens gerüstet zu sein.

 

KURZINTERVIEW

RALF WEICHSELBAUM

Leiter Verkauf an Großkunden AUDI AG

Telefon: +49 (0)841-89-36761

E-Mail: ralf.weichselbaum@audi.de

Flottenmanagement: Für welche Modelle bieten Sie Businesspakete an und was beinhalten diese?

Ralf Weichselbaum: Businesspakete exklusiv für Audi-Großkunden werden für Audi A3, A5 Sportback, A7 Sportback sowie Q5 angeboten. Aber auch für den A4 und A6 bieten wir ein Businesspaket mit vielen Extras an, die in der Preisliste zu finden ist. Alle Pakete enthalten relevante Komfort- und Sicherheitsausstattungen mit einem attraktiven Preisvorteil. Die Businesspakete können beliebig mit Sonderausstattungen ergänzt werden.

Flottenmanagement: Mit welchen Serviceangeboten unterstützen Sie den Fuhrparkleiter?

Ralf Weichselbaum: Über die Audi Leasing bieten wir maßgeschneiderte Fuhrparklösungen für Großkunden an. Mit dem Wartungs- und Verschleißangebot Audi Fleet Comfort bieten wir je nach vertraglich vereinbarter Gesamtfahrleistung und Modell insgesamt neun monatliche Dienstleistungsraten an. Die einfache Angebotsstruktur, Kostentransparenz und Planungssicherheit stehen bei den Serviceangeboten an erster Stelle. 90 Prozent der Audi-Leasing-Kunden entscheiden sich für dieses Paket. Das identische Produkt wird auch für Kaufkunden als Fleet Service & Care vertrieben und verfügt über die gleiche Preisstruktur.

Flottenmanagement: Wie ist Audi in den Bereichen alternative Antriebe und automatisiertes Fahren aufgestellt?

Ralf Weichselbaum: Anfang des Jahres haben wir das erste vollelektrische Modell im Markt eingeführt. Der Audi e-tron kommt sehr gut an und erfreut sich einer hohen Nachfrage. Ergänzend zu den hocheffizienten Audi-TDI- und TFSI-Motoren prägt Audi mit dem e-tron die Mobilität der Zukunft. Dieses Jahr werden wir die Modellpalette auch mit Plug-in-Hybriden ergänzen. Wir setzen aber auch auf andere Antriebstechnologien – der A4 Avant und A5 Sportback mit Erdgasantrieb sind dynamische und elegante Allrounder. Automatisiertes Fahren wird die Rolle des Automobils als emotionaler, komfortabler und moderner Lebensraum deutlich erweitern. Mit der Entwicklung des Staupiloten haben wir Pionierarbeit geleistet.

Flottenmanagement: Was können Audi-Gewerbekunden in nächster Zeit erwarten?

Ralf Weichselbaum: Mit dem ersten vollelektrischen Serienfahrzeug, dem Audi e-tron, sind wir ins Zeitalter der Elektromobilität aufgebrochen. Und wir haben schon weitere vollelektrische Modelle in der Pipeline wie den e-tron Sportback, die Serienversion des e-tron GT concept, später den Q4 e-tron, als erstes weltweites vollelektrisches Modell im Kompaktsegment von Audi. Unser Ziel ist es, alle Segmente bis 2025 ganz oder teilweise zu elektrifizieren. Noch dieses Jahr dürfen sich unsere Kunden auf eine große Produktaufwertung in der A4-Produktfamilie freuen. Q7, Q5 und A7 als Plug-in-Hybride ergänzen das Neuheiten- Programm in diesem Jahr.