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Der Sieger bei den mittelgroßen SUV mit Dieselmotor: der KIA Sportage 2.0 CRDi
KIA Sportage 2.0 CRDi

101 Dalmatiner

Auch wenn der Disneyklassiker auf den ersten Blick nur wenig mit einem Kostenvergleich zu tun hat, ergeben sich beim näheren Hinsehen ein paar Analogien: So handelt es sich zum einen um die 101. Folge unseres Kostenvergleichs und zum anderen sind wir im Segment der SUV angelangt, einem der begehrlichsten Fahrzeugklassen überhaupt, und damit ähnlich beliebt wie der Dalmatiner unter den Hunderassen. Den Titel des begehrtesten mittelgroßen SUV, sprich das Modell mit der überzeugendsten Kombination aus technischen Daten und Kosten, holt sich am Ende der 101. Folge unseres Kostenvergleichs der KIA Sportage 2.0 CRDi.

Gefühlt wächst die Liste der SUV und Geländewagen jede Woche um mindestens ein Modell, deswegen verwundert es nicht, wenn im Vergleich zum letzten Kostenvergleich der mittelgroßen SUV in der Flottenmanagement-Ausgabe 3/2018 („Kein Ende in Sicht“, S. 99 ff.) statt 20 nun 29 Modelle näher betrachtet wurden. Das liegt natürlich auch an der ungenauen Klassi zierung eines SUV: Wenn man hier die Zahlen der Neuzulassungen von Personenkraftwagen nach Segmenten und Modellreihen im April 2019 des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) als Grundlage nimmt, tummeln sich derzeit über 100 Modelle im Bereich der SUV und Geländewagen. Die Trennung von SUV und Geländewagen – wie sie das KBA vorsieht – ist nur schwer nachvollziehbar, da heute nahezu jedes SUV mit ein paar Klicks bei der Ausstattung zu einem Geländewagen avanciert und damit eigentlich aus der Wertung fallen würde.

Für unseren Kostenvergleich der mittelgroßen SUV haben wir daher Modelle aus beiden Lagern herausgesucht, die unseren Vorgaben entsprechen: Das heißt eine Länge von 4,4 bis 4,8 Meter besitzen sowie mit Automatikgetriebe und Dieselmotor angeboten werden. So fanden zunächst 36 Modelle den Weg in den Kostenvergleich. Davon mussten wir den In niti QX30, die Jeep-Modelle Cherokee sowie Compass und das Mercedes-Benz GLC Coupé jedoch streichen, da die Leasingraten zum Zeitpunkt der Datenerfassung nicht im Leasingkalkulator berechnet werden konnten. Daneben mussten auch der Mitsubishi Eclipse Cross sowie die Nissan-Modelle Qashqai und X-Trail die Segel streichen, da die Motorenleistung mit 109 beziehungsweise 110 Kilowatt deutlich unter unserer Vorgabe lagen. Am Ende sind es dennoch stattliche 29 Modelle, die den Weg in die 101. Au age des Flottenmanagement-Kostenvergleichs geschafft haben. Diesem Umstand haben wir es zu verdanken, dass in der Ausgabe mit dem Special „Digitalisierung“ auch wieder eine Verknüpfung von Printund Onlineversion Anwendung  ndet. Mittels QR-Code (S. 104) können interessierte Leser die vollständige Vergleichstabelle als PDF aufrufen. Im Magazin verbleibt eine verkürzte Variante des Kostenvergleichs mit immer noch 20 Modellen. Die Modelle, die sich nach dem Audi Q5 40 TDI quattro S tronic platziert haben, sind hingegen nur im PDF zu sehen.

Bevor wir uns jedoch in die Analyse der Ergebnisse begeben, noch ein paar Worte zum neuen Kostenvergleich: Kurz vor der 100. Episode unseres Vergleichs hatten wir noch einmal Hand angelegt, um die Struktur zu verbessern und etwas nachvollziehbarer zu gestalten. Nachdem wir die technischen Daten näher beleuchtet haben, widmen wir uns den  ottenrelevanten Details und schließen den Vergleich mit den Kosten ab. Die Kosten sind hierbei ein wichtiges Stichwort: Denn in der Leasingrate ist nun auch der Technik- und Versicherungsservice inkludiert, was dem Full- Service-Gedanken zuträglich ist. Daneben sind die Kraftstoffkosten lediglich pro 3.000 Kilometer angegeben, wodurch dem Thema Kraftstoffverbrauch nicht mehr eine übergeordnete Rolle zugesprochen wird, sondern eben den Kosten. Für die 101. Folge haben wir eine altbekannte Größe wieder eingeführt: die monatlichen Betriebskosten. Der Fuhrparkverantwortliche soll damit einen schnellen Überblick bekommen, welche Kosten er bei einer bestimmten Lau eistung zu erwarten hat. Gleichzeitig ist auch hinsichtlich der Ausstattung noch einmal nachgebessert worden: Nur nicht erhältliche dienstwagenrelevante Ausstattungsdetails erhalten einen Minuspunkt. Daneben wird die Zahl der serienmäßigen Ausstattungselemente in die Bewertung einbezogen.

Doch zurück zum eigentlichen Kostenvergleich: Mittelgroße SUV sind nicht nur im Privatkundensegment sehr gefragt, sondern  nden auch bei User-Choosern Anklang. Auch für den Bereich der Servicefahrzeuge ist diese SUV-Größe bestens geeignet, denn bei der Zuladung und dem maximalen Laderaumvolumen stehen sie den beliebten Kombi-Modellen in nichts nach. Auch beim Thema Antrieb ist man hier bestens unterwegs: Ob Allradler, spritsparende oder Hochleistungsmotoren, der Kunde kann hier aus dem Vollen schöpfen. Wir haben uns in puncto Antrieb an einer Leistung von etwa 140 kW (190 PS) orientiert.

Mit den rund 140 kW erreicht ein SUV dieser Größenordnung in etwas weniger als neun Sekunden die Marke von 100 Stundenkilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von rund 209 Kilometern pro Stunde. Bei den Werksangaben zum kombinierten Verbrauch liegen die ausgewählten Modelle im Bereich von 4,6 bis 6,4 Liter Diesel pro 100 Kilometer, was im Durchschnitt einen Verbrauch von 5,45 Liter pro 100 Kilometer ergibt. Den ersten Platz in der Sonderwertung „Kraftstoffverbrauch“ holt sich der BMW X1 sDrive 20d. Das Podium in diesem Bereich komplettieren dann zwei Modelle aus dem PSA-Konzern: Citroën C5 Aircross BlueHDi 180 und Opel Grandland X 2.0 Diesel.

Ein großvolumiger Tank mit einem Fassungsvermögen von 68 Litern bescheren dem BMW X3 xDrive 20d und dem BMW X4 xDrive 20d in der Kategorie „Reichweite“ mit 1.283 Kilometern den begehrten ersten Platz auf dem Podest. Mit 1.269 Kilometern, sprich einer um 14 Kilometer geringeren Reichweite, komplettiert der Mercedes-Benz GLC 220 d 4MATIC das Podest. Relevant für die Wertung innerhalb der technischen Daten sind ebenfalls die Ladungsdaten, die sich aus gleich vier Bestandteilen zusammensetzen – Anhängelast gebremst (12 Prozent), Kofferraumvolumen, maximales Laderaumvolumen sowie Zuladung. In der Sonderwertung „maximales Laderaumvolumen“ sichert sich der Škoda Kodiaq 2.0 l TDI mit über 2.000 Litern (2.065 Liter) den begehrten ersten Platz vor dem Peugeot 5008 2,0 l BlueHDi 180 (1.940 Liter) und zwei weiteren Modellen aus dem Volkswagen-Konzern SEAT Tarraco sowie VW Tiguan Allspace. Im Durchschnitt lassen sich bei umgeklappten Rücksitzen etwas mehr als 1.620 Liter verstauen. Wer sich jedoch auf den Kofferraum als Stauraum beschränkt, kann sich bei einem mittelgroßen SUV immerhin über fast 590 Liter freuen. Auch in dieser Wertung liefert der Škoda Kodiaq 2.0 l TDI mit seinen 835 Litern noch sehr gute Werte, wird aber vom Land Rover Discovery Sport TD4, der sagenhafte 981 Liter bereithält, auf Platz zwei verwiesen. Auf Platz drei landet auch hier der Peugeot 5008 2,0 l BlueHDi mit 780 Litern unter der „Hutablage“. Für den einen oder anderen SUV-Interessenten könnte auch die Anhängelast entscheidend sein: Topwerte bei der gebremsten Anhängelast bieten hier der Land Rover Discovery Sport, der Mercedes-Benz GLC, der Škoda Kodiaq und der Volkswagen Tiguan Allspace, die allesamt 2,5 Tonnen gebremst ziehen dürfen. Im letzten Wertungspunkt bei den Ladungsdaten – der Zuladung – holt sich der Volkswagen Tiguan Allspace mit 730 Kilogramm Zuladung vor dem Mercedes-Benz GLC und dem Peugeot 5008 mit jeweils 665 Kilogramm die Goldmedaille.

Kommen wir zu den Kosten ... Für einen mittelgroßen SUV, welcher gemäß unseren Ausstattungsvorgaben bestückt ist, werden im Durchschnitt 37.914,83 Euro fällig. Wer besonders günstig in das Segment einsteigen möchte, dem sei der Citroën C5 Aircross in der Ausstattungslinie „LIVE“ ans Herz gelegt. Mit einem Listenpreis inklusive Sonderausstattung von gerade einmal 29.470,59 Euro ist der C5 Aircross nicht nur mehr als 8.000 Euro günstiger als ein durchschnittlicher mittelgroßer SUV, der nach unseren Vorgaben kon guriert ist, sondern es werden zum Nettolistenpreis nur wenige Zusatzoptionen fällig. Wer hingegen erst gar nicht den Blick in die Preisliste wagen möchte, kann sich mit gutem Gewissen an dem Hyundai Tucson in der „N Line“-Ausstattung oder dem Mazda CX-5 in der „Sports-Line“ orientieren, denn die Ausstattungsvarianten beinhalten bereits alle von uns geforderten Features.

Bleiben schlussendlich die Leasingraten, die aufzeigen, ob Fahrzeuge in den von Referenzmodellen gesteckten Kostenrahmen passen oder nicht. Die Full-Service-Leasingraten bei 10.000 Kilometern pro Jahr und 36 Monaten Laufzeit verhelfen dem Volvo XC40 mit 398,99 Euro auf Platz eins, danach folgt das Schwestermodell XC60 mit 415,48 Euro. Der Drittplatzierte, der KIA Sportage, bleibt ebenfalls mit 418,70 Euro deutlich unter der durchschnittlichen monatlichen Full-Service-Leasingrate für einen mittelgroßen SUV, diese liegt bei 510,28 Euro. Bei höheren Lau eistungen ändert sich die Verteilung der Podiumsplätze jedoch: So unterbietet der KIA Sportage den Volvo XC60 bereits ab einer Lau eistung von 20.000 Kilometer. Ab 50.000 Kilometer muss der Schwede seinen dritten Platz sogar an den Ford Kuga abtreten.

Nach Abwägung sämtlicher Wertungen läuft es auf einen wohlverdienten Sieg des KIA Sportage 2.0 CRDi hinaus, der sich nur bei der Reichweite und dem Kofferraumvolumen eine Niederlage hinnehmen muss, aber bei den Kosten stets die Nase vorn behält. Auf Platz zwei landet der Opel Grandland X 2.0 Diesel, der besonders mit seinem niedrigen Kraftstoffverbrauch, aber auch dem günstigen Anschaffungspreis punkten kann. Das Podium komplettiert der Volvo XC40 D4 AWD Geartronic, für den es aufgrund des kleinen Kofferraums und des geringeren maximalen Laderaumvolumens nur für den dritten Platz reicht.

And the winner is … KIA Sportage 2.0 CRDi

 

So haben wir gewertet

Der neue Flottenmanagement-Kostenvergleich setzt sich aus fünf Hauptkriterien – den Kosten über Laufzeit und -leistung, den technischen Daten, den  ottenrelevanten Daten, der Ausstattung und den einmaligen Kosten beim Kauf – zusammen. Dabei erhalten die jeweils drei günstigsten Modelle eine grüne Markierung und die drei teuersten eine rote Markierung. Ebenfalls werden  ottenrelevante Fakten wie die Dichte des Servicenetzes und die Restwerte grün beziehungsweise rot markiert und dementsprechend bewertet. Die technischen Daten eines jeden Modells werden unter den Gesichtspunkten des Durchschnittsverbrauchs in l/100 km laut WLTP-Fahrzyklus (zurück gerechnet auf NEFZ-Werte), des CO2-Ausstoßes in g/km, der Reichweite in km sowie der Ladungsdaten – Kofferraumvolumen in l, max. Laderaumvolumen in l und Zuladung in kg – beurteilt und entweder mit Grün für die drei Bestwerte beziehungsweise Rot für die drei schlechtesten Werte gekennzeichnet. Zusätzlich erhalten segmentspezi sche technische Daten, wie beispielsweise die Anhängelast gebremst bei SUV, eine entsprechende Grün-Rot-Bewertung.

Daneben wird eine besonders lange Laufzeit der Fahrzeuggarantie mit einem Pluspunkt respektive einer grünen Markierung hervorgehoben. Falls Elemente der dienstwagenrelevanten Ausstattung nicht lieferbar sind, werden diese rot gekennzeichnet und dementsprechend gewertet. Eine grüne Kennzeichnung im Bereich Ausstattung kann aufgrund einer hohen Anzahl an serienmäßig verbauten dienstwagenrelevanten Ausstattungselemente beziehungsweise Mehrwertausstattung erzielt werden, ebenso erfolgt eine Negativ-Wertung bei einer geringen Anzahl.

Dienstwagenrelevante Ausstattung im Segment SUV/Geländewagen:
• Rundum-Airbag-Schutz für Fahrer und Beifahrer (Front-, Kopf- und Seitenairbags)
• aktiver Bremsassistent
• Bluetooth-Freisprechanlage
• Einparkhilfe mit Sensoren beziehungsweise über die Rückfahrkamera
• Klimaaautomatik
• Licht- & Regensensor
• Navigationssystem
• Nebelscheinwerfer
• Sitzheizung vorn
• Spurhalteassistent
 
Mehrwertausstattung im Segment SUV/Geländewagen:
• adaptiver Tempomat
• Anhängerkupplung
• e-Call / Notrufsystem
• elektrische Heckklappe
• Totwinkel-Assistent
• Verkehrszeichenerkennung
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