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Was, wenn das Auto keinen Verbrenner mehr unter der Haube hat? Dann ist es auch noch ein Auto. Um ein bisschen Normalität zu schaffen, hat Audi jüngst seine Nomenklatur verändert – egal, welcher Antrieb unter dem Blech auch stecken mag, der Hinweis auf die Leistungsstufe wird von zwei Ziffern gegeben. Unser e-Tron ist ein 55 quattro und leistet in der Spitze 300 kW, also 408 PS. Die werden von zwei wassergekühlten Elektromotoren abgegeben und wirken jeweils auf die Vorder- und die Hinterachse. Wer sich mit dem Bedienlayout der aktuellen Audi-Generation auskennt, wird sich auch im e-Tron gleich zurechtfinden und auf keinerlei Überraschungen stoßen. Außer, dass typisches Verbrenner-Geräusch ausbleibt. Also Wählhebel auf D, und ab geht es.

Mit maximaler Traktion schiebt die Gewalt der beiden Triebwerke den zweieinhalb Tonnen schweren Stromer gen Horizont. Binnen 5,7 Sekunden erreicht der Ingolstädter Landstraßen-Tempo, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 Sachen (abgeregelt). Schön am e-Tron ist, wie mühelos sich Zwischenspurts realisieren lassen, denn es gibt weder Kupplungen, die geöffnet und geschlossen werden müssen noch zu wechselnde Gänge – Umstände, die beim Verbrenner für Verzögerungen sorgen. Verzögerungen, die der E-Flitzer nicht kennt. Reichweiten-Angst muss der künftige Besitzer des e-Tron übrigens nicht haben – denn seine 95 kWh-Batterie lässt ihn reale 400 Kilometer am Stück zurücklegen. Superschnelle CCS-Lader mit bis zu 150 Kilowatt Ladeleistung vermögen, den Lithium-Ionen-Akku binnen 30 Minuten so weit zu befüllen, dass wieder ein paar hundert Kilometer Fahrt möglich ist. Zudem besitzt der mindestens 67.142 Euro netto teure Bayer auch eine praktische Seite (1.725 Liter Laderaumvolumen).