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"Flotte! Der Branchentreff" 2019
Der neue Jeep Cherokee könnte 2019 dazu beitragen an das Rekord-Wachstum von 2018 anzuknüpfen. Quelle: Jeep
TABELLE 1: DIE TOPSELLER IN DER FLOTTE 2018. Quelle: KBA
Der Opel Insignia ist der höchste Neueinsteiger bei den Topsellern in der Flotte 2018. Quelle: Opel
TABELLE 2: HERSTELLERRANKING 2018 (JANUAR BIS DEZEMBER 2017/2018). Quelle: KBA
Ein Plus von fast 2.000 Zulassungen in der Flotte verhelfen dem Volvo XC60 auf den fünften Platz bei den Topsellern der Importeure. Quelle: Volvo
TABELLE 3: DIE TOPSELLER DER IMPORTEURE IN DER FLOTTE 2018. Quelle: KBA

Durchwachsenes Ergebnis

Während sich der Gesamtmarkt relativ unbeeindruckt von drohenden Fahrverboten, der Umstellung auf das neue Verbrauchsmessverfahren gemäß Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure (WLTP) und deren Folgen zeigt, verzeichnen die Neuzulassungen im deutschen Flottenmarkt einen Rückgang von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wer 2018 dennoch wachsen konnte und wie sich die einzelnen Hersteller im vergangenen Jahr bei den gewerblichen Kunden geschlagen haben, erläutert Flottenmanagement in seiner Jahresbilanz.

Etwas weniger als 5.500 Fahrzeuge beträgt der Unterschied zwischen 2017 und 2018 mit Blick auf die Gesamtneuzulassungen; umgerechnet ein kleines Minus von 0,2 Prozent. Dabei trotzt der Privatmarkt allen von außen einströmenden Verunsicherungen und kann an dem Wachstumstrend aus der Halbjahresbilanz (Flottenmanagement 4/2018, S. 58 ff.) festhalten. Ergebnis: ein Wachstum von 2,0 Prozent im vergangenen Jahr. Wirft man einen genaueren Blick auf das Ergebnis, stellt man fest, dass die deutschen Marken mit 2,3 Prozent gegenüber den Importmarken mit 1,6 Prozent etwas mehr von diesem Trend profitieren konnten. Insgesamt haben die Importmarken jedoch trotz aller Außeneffekte ein Wachstum von 1,4 Prozent generieren können; auch bei den Flottenkunden verbuchten die Importeure ein Plus von 1,3 Prozent.

Für das Ranking der beliebtesten Hersteller im deutschen Flottenmarkt ergibt sich folgendes Bild: Volkswagen steht nach wie vor unangefochten auf Platz eins, gefolgt von BMW. Das Unternehmen konnte sein Ergebnis bei den gewerblichen Kunden um 1,8 Prozentpunkte verbessern. Platz drei erobert sich in diesem Jahr Mercedes- Benz knapp vor Audi; etwas weniger als 5.000 Einheiten trennen die Ingolstädter in diesem Jahr von einer Podiumsplatzierung (Tabelle 2).

Deutsche Hersteller
Würde man allein die Anzahl der positiven Veränderungen bei den echten gewerblichen Zulassungen der deutschen Hersteller in diesem Jahr mit denen des vergangenen Jahres vergleichen, würde sich ein durchaus positives Ergebnis zeigen: So konnten gleich fünf Autobauer ein Wachstum generieren; 2017 waren es nur vier. Betrachtet man jedoch die Veränderungen bei den Stückzahlen, steht das Plus von fast 7.000 Neuzulassungen in der Flotte bei fünf der neun deutschen Hersteller einem Minus von 36.790 Fahrzeugen gegenüber. Dies soll jedoch nicht das gute Ergebnis der fünf deutschen Wachstumstreiber schmälern, denn immerhin konnten sowohl BMW als auch Ford aus dem Minus in der Jahresbilanz für 2017 ein Plus machen: Die Münchner knüpfen nach einem schwächeren 2017 mit 91.366 echten gewerblichen Zulassungen an das Ergebnis von 2016 an. Auch der Kölner Autobauer ist mit 64.660 Neuzulassungen in der Flotte dicht an den Werten von vor zwei Jahren. MINI, Opel und smart konnten hingegen die starke Performance aus 2017 auch in diesem Jahr bestätigen und sich teilweise über ein zweistelliges Wachstum freuen (MINI wuchs um 10,8 Prozent, smart sogar um 20,9 Prozent).

Obwohl die deutschen Hersteller ein deutliches Minus von 5,0 Prozent hinnehmen mussten, bleibt die Bedeutung des Flottengeschäfts für sie nach wie vor hoch: Durchschnittlich 27,2 Prozent aller verkauften Fahrzeuge werden an Gewerbekunden geliefert. Im Vergleich zu den Importeuren, die mit 18,7 Prozent auf dem Vorjahresniveau bleiben, musste man hier zwar etwas Federn lassen, jedoch ändert dies nur wenig an der Bedeutung des Flottengeschäfts. Denn gerade für die deutschen Premiumhersteller sind die Gewerbekunden seit Jahren fester Bestandteil bei ihren Absatzzahlen: Insbesondere Audi und BMW, die jeweils rund ein Drittel aller Einheiten im Flottenmarkt absetzen, wissen um die Bedeutung dieser Kundenklientel. Aber auch Ford, Mercedes-Benz, Porsche und nicht zuletzt Volkswagen generieren mehr als ein Viertel aller Neuzulassungen in der Flotte.

Importmarken
Auch wenn das Ranking der deutschen Hersteller im Jahr 2018 etwas durchmischt wurde, gibt es schon fast traditionell bei den Importmarken mehr Bewegung: Dies beginnt schon kurz nach den drei größten Importmarken Škoda, Renault und SEAT. Dort haben sich gleich zwei Marken vor den ehemals Viertplatzierten Peugeot geschoben – Volvo und Toyota. Insbesondere die Schweden scheinen im vergangenen Jahr einiges richtig gemacht zu haben: Mit einem Wachstum von 29,2 Prozent bei den echten gewerblichen Zulassungen wird Volvo in puncto Performance nur noch von Jeep überholt. Die amerikanischen Geländewagenspezialisten mit italienischen Konzerneinflüssen steigern ihren Absatz bei den Flottenkunden von 2.342 auf 3.038 Fahrzeuge; umgerechnet ein Plus von 29,2 Prozent. Aber auch Toyota kann sich über ein Wachstum von 3,4 Prozent freuen. Die Top Ten der Importeure werden durch Hyundai, Mazda, Nissan und Citroën komplettiert. Besonders hervorzuheben ist hier die Performance von Hyundai. Deren Anteil an den gewerblichen Zulassungen ist – gemessen an den Gesamtzulassungen – mit 9,1 Prozent nur als gering einzustufen. Das Unternehmen konnte aber mit einem Zuwachs von 19 Prozent die 10.000er-Marke bei den Flottenzulassungen knacken und reiht sich somit gleich nach Peugeot auf Platz sieben ein.

Das Gros der Importmarken kann 2018 bei den Absatzzahlen zulegen. Neben dem erwähnten Wachstum von Hyundai, Jeep und Volvo sticht insbesondere die Entwicklung bei SEAT hervor: Obwohl sich die spanische VW-Konzerntochter bereits im vergangenen Jahr über Zuwachsraten von 23,8 Prozent freuen konnte, setzt die Marke hinter Ibiza und Co. mit einem Plus von 15,1 Prozent in diesem Jahr noch eins drauf. Ohne viel vorwegnehmen zu wollen, ist ein stark performendes Kompaktklasse-Modell sowie ein kleiner SUV an dieser Entwicklung nicht ganz unbeteiligt.

Konzernranking
Auch 2018 bleibt der VW-Konzern der eindeutige Marktführer im deutschen Flottenmarkt: Fast 43 Prozent aller verkauften Fahrzeuge entfielen hier auf die Marken Volkswagen, Audi, Porsche, Škoda und SEAT. Mit 349.938 Einheiten wurde zwar auch das Ergebnis aus dem vergangenen Jahr verfehlt, jedoch liegt der nächste Verfolger immer noch deutlich zurück.

Platz zwei des Konzernrankings holen sich BMW und MINI mit 100.899 in der Flotte abgesetzten Fahrzeugen zurück; 2017 hatte Mercedes-Benz zusammen mit smart noch mit einem starken Jahr den zweiten Platz erobern können. Die ewigen Rivalen trennen dabei nur etwas mehr als 6.000 Einheiten, was im Vergleich zum Abstand der Verfolger nur ein Hauch ist.

Der deutsch-französische Konzern PSA – Citroën, DS, Opel und Peugeot – kann sich mit 67.771 gewerblichen Zulassungen noch vor Ford auf Platz vier schieben. Die erste rein aus Importeuren bestehende Allianz – Renault mit Dacia sowie Nissan mit Infiniti und Mitsubishi – holt sich aufgrund der Zuwächse bei Renault und Mitsubishi den Platz sechs im Konzernranking. In Zahlen: 50.304 Fahrzeuge konnte die französisch-japanische Allianz an Flottenkunden absetzen.

Topseller
Die 30 wichtigsten Modelle im deutschen Flottenmarkt sorgen 2018 für etwas über 56 Prozent der Gesamtverkäufe in diesem Marktsegment. Ein guter Grund, genauer hinzusehen (Tabelle 1). Bemerkenswert: Mit dem BMW X3, dem Opel Insignia und dem Škoda Kodiaq schaffen es gerade einmal drei neue Modelle in das Ranking – 27 der 30 beliebtesten Flottenmodelle sind im Vergleich zum Vorjahr exakt die gleichen geblieben, auch wenn sich die Reihenfolge etwas geändert hat.

Die ersten Plätze sind in der Hand des VW-Konzerns, auch stellt er insgesamt wieder mehr als die Hälfte (16 Modelle) der 30 beliebtesten Modelle in der Flotte. Ganz vorne bleiben die beiden VW-Bestseller Golf und Passat. Der Škoda Octavia übernimmt den verbliebenen Podiumsplatz von Audi, der A4 muss dem Namen entsprechend mit Platz vier vorliebnehmen. Die meisten Plätze gut machen gleich zwei Modelle – der Volkswagen up! vom 17. auf den 13. und der Volkswagen Polo vom 19. auf den 15. Platz. Der höchste Aufsteiger zur Jahreshälfte – der Ford Focus – machte in der Ganzjahresbilanz nur einen Sprung von 14 auf 12. Jedoch ist dieses Ergebnis mit Sicherheit sehr erfreulich für die Kölner, denn das Kompaktklasse- Modell konnte im Vergleich zum Vorjahr weitere 339 Flottenkunden für sich gewinnen, und dies trotz des Generationswechsels im September.

Bezieht man die prozentualen Anteile der gewerblichen Zulassungen an den Gesamtzulassungen ein, ergibt sich ein erstaunliches Bild: Modelle aus der Kompakt- und Mittelklasse, die insbesondere bei Dienstwagennutzern aufgrund hoher Laufleistungen Anklang finden und dementsprechend auch in der Konstruktion einen entsprechenden Fokus auf den Flottenbereich haben, prägen die Top Ten der Topseller in der Flotte. Gleich sieben Modelle entstammen diesen beiden Segmenten; lediglich ein SUV hat es unter die zehn beliebtesten Flottenfahrzeuge geschafft. Dennoch: Auch im gewerblichen Segment sind die „Geländewagen für die Straße“ im Kommen, bereits jeder fünfte Topseller verfügt über ein Mehr an Bodenfreiheit. Besonders der Audi Q5 und die beiden Neueinsteiger BMW X3 und Škoda Kodiaq finden zu jeweils rund 45 Prozent den Weg in die deutschen Flotten.

Topseller der Importeure
Fast die Hälfte (45 Prozent) aller verkauften Importfahrzeuge entfallen auf die Top-30-Importmodelle aus dem Flottenbereich. Legt man hingegen den Fokus ausschließlich auf die Performance bei den Gewerbekunden, dann machen die 30 Modelle einen Anteil von 62,97 Prozent aus. Dominiert wird auch dieser Markt vom Volkswagen Konzern, der mit seinen Marken Škoda sowie SEAT jeweils sechsmal vertreten ist und gleichzeitig auch die ersten vier Plätze belegt (Tabelle 3).

Den fünften Platz holt sich der Volvo XC60, der zugleich mit einem Sprung von zehn auf fünf auch die meisten Plätze in diesem Ranking gut macht. Anders als bei den Flottentopsellern insgesamt zeigt sich bei der Wertung der Importeure, dass hier besonders die SUV-Modelle gefragt sind: Gleich zwölf Modelle, sprich mehr als ein Drittel der Fahrzeuge, verfügt über ein Plus an Bodenfreiheit. Bereits in den Top Ten finden sich gleich vier SUV. Man könnte also bereits darauf kommen, dass der höchste Neueinsteiger aus diesem Segment kommt und liegt damit goldrichtig: Von null auf Platz zehn schafft es der Škoda Karoq. Aber auch bei fast allen anderen Neueinsteigern handelt es sich um Geländegänger. Die einzige Ausnahme bildet der Citroën C3, der neu auf Platz 16 eingestiegen ist.

Zwar kommt dem Flottenmarkt seitens der Importeure meist eine etwas geringere Bedeutung zu. Vergleicht man die Topseller der Importeure mit den Gesamt-Topsellern in der Flotte, gibt es aber auch hier Modelle, die überwiegend an Gewerbekunden verkauft werden: Neben dem Škoda Superb (55,93 Prozent) ist auch der Volvo XC90 (50,82 Prozent) einer dieser Vertreter. Daneben wird aber auch jedes dritte zugelassene Modell vom SEAT Mii, Škoda Octavia und Kodiaq sowie vom XC60 und V90/S90 von Volvo an Flottenkunden übergeben. Trotzdem wird bei der Hälfte der Topseller der Importeure nur ein Viertel der Produktion in die Flotte verkauft – das sind fast doppelt so viele wie jene Modelle aus dem Gesamtranking.

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