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"Flotte! Der Branchentreff" 2020
Als quattro hat man selten Traktionsprobleme
Hinter der „50“ verbirgt sich der Dreiliter-V6
Auch ein Businessliner sollte etwas einladen können
Im A6-Innenraum geht es technisch und wertig zu
Mit Laser und Radar macht sich der große Audi auf den Weg zum autonomen Fahren
Große Kühlergrills liegen im Trend
Der A6 wirkt schlicht elegant
Audi A6 50 TDI quattro

Schlichter Luxus

Mit einer oberen Mittelklasse ist man alles andere als mittelklassig unterwegs, sondern stattdessen ziemlich luxuriös. Flottenmanagement hat es ausprobiert anhand eines starken Audi A6 Diesels.

Als Dieselfahrer hat man es in diesen Tagen nicht leicht – drohende Fahrverbote, Anfeindungen oder rümpfende Nasen überall, obwohl die Abgase moderner Selbstzünder mittels aufwendiger Technik wirklich nachhaltig gereinigt werden – sowohl im Hinblick auf Rußpartikel als auch Stickoxid. Dass sich der Maschinentypus in der Flotte allerdings hält, darf kaum bezweifelt werden. Denn kein anderes Verfahren ist derart ökonomisch im Umgang mit Treibstoff, nirgendwo sonst lassen sich attraktive Performance-Werte realisieren, ohne sich an der Tankstelle verausgaben zu müssen – jedenfalls noch nicht. So ist der Diesel auch im Bereich der Businessklasse führend, entsprechend hat Flottenmanagement den A6 als Selbstzünder geordert, um dem Auto auf den Zahn zu fühlen. Hier kann man noch Sechszylinder-Komfort bei hohen Kilometerleistungen genießen und gleichzeitig ökologisch sowie ökonomisch – wahrer Wortsinn – im grünen Bereich bleiben. Dass Audi seine Nomenklatur umgestellt hat, ist mittlerweile fast in Fleisch und Blut übergegangen.

Auf dem Heckdeckel unseres Testwagens steht „50 TDI quattro“ – damit gibt es bei Audi die stärkere Ausbaustufe des Dreiliter-V6. Der verfügt dank 48 Volt-Netz über einen kräftigen Riemen-Startergenerator, das heißt: Der Verbrenner ist mit einem Elektromotor verbunden, welcher wiederum ein potentes Drehmoment auf die Kurbelwelle legen kann, um im betriebsungünstigen Bereich des Verbrenners zu boosten oder eine ausgedehnte Segel-Phase zu ermöglichen. So wird der Diesel bei Bedarf bis zu einer Geschwindigkeit von 160 km/h abgeschaltet, und das klappt wiederum bis zu 40 Sekunden lang. Der Fahrer bekommt von der komplexen Steuerung natürlich nichts mit und kann seinen 286 PS-Antriebsstrang in vollen Zügen auskosten. Beziehungsweise: Aufmerksamen Menschen fällt auf, dass der Diesel nach Betätigen des Startknopfs nicht mehr orgelt, sondern einfach „anploppt“. Anschließend verhält er sich wie ein ganz konventioneller Selbstzünder. Fahrstufe „D“ einlegen bitte und losfahren. Nach Lupfen der Betriebsbremse kriecht der Allradler los.

Die bärigen 620 Nm Drehmoment fließen über eine sanft arbeitende Achtgang-Wandlerautomatik ins Verteilergetriebe und werden permanent an alle vier Räder gegeben. Nach einer Gedenksekunde legt der Turbo so richtig los und katapultiert die elegante Limousine binnen weniger als sechs Sekunden auf Tempo 100. Moment, war da was? Klar, es presst die Passagiere zwar in die feinen Sessel – doch die Beschleunigung vollzieht sich unspektakulär. Der A6 erledigt diese Aufgabe wie nebenbei, wie locker aus dem Ärmel geschüttelt. Entsprechend souverän verhält er sich auch, wenn man nicht gerade wild nach vorn stürmen, sondern einfach überlegen im Straßenverkehr unterwegs sein möchte. Also mal im langen Gang ein Hindernis überholen zum Beispiel. Die Automatik macht übrigens jede Spielart des Fahrers dankbar mit – ob rasant durch die Übersetzungen witschen oder gelassen den achten Gang drin lassen und den Drehmoment-Joker ziehen. Und tonmäßig schwappt allenfalls ein leises Murmeln in den Fahrgastraum. Der Sechszylinder ist weitgehend stumm, selbst nach Erreichen der Drehzahlhöchstgrenze.

Und damit harmoniert er gesinnungstechnisch bestens mit dem optionalen Luftfahrwerk (1.680 Euro Aufpreis), das für geschmeidiges Abrollen sorgt, so schwer es ihm die schick aussehenden 18-Zöller mit Niederquerschnittsreifen auch machen. Ein weiterer Vorteil dieser Hightech- Federung ist, dass das Fahrverhalten unabhängig vom Ladezustand gleich bleibt. Ich kann also auch mit voll besetztem Fahrzeug zügig über die Landstraße eilen, ohne Tücken im Eigenlenkverhalten fürchten zu müssen. In puncto Fahrdynamik beherrscht der A6 übrigens die volle Bandbreite zwischen maximal komfortablen Tourerqualitäten inklusive der Eliminierung hartnäckiger Fahrbahnunebenheiten bis hin zur kleinen Kurvenjagd, letzteres bestreitet er angesichts rund zwei Tonnen Lebendgewicht recht gut. Vor allem mit der Allradlenkung (1.596 Euro netto) wird aus dem Fünfmeter-Liner gefühlt ein geradezu handliches Auto mit hoher Dynamik im Querbereich und kleinem Wendekreis beim Rangieren in der Stadt.

Nach einem abwechslungsreichen Ausflug freut man sich, eine Sekunde innezuhalten – und schätzt die wertige Verarbeitungsqualität des A6-Innenraums. Feine Materialien, insbesondere das noble Leder in dem tiefen Braunton sowie die edel anmutenden schwarzen Klavierlack-Einlagen, verwöhnen das Auge und haben wirklich nur den Nachteil, dass sie reinigungsintensiv sind. Nichts ungewöhnliches bei hochglänzenden Oberflächen – aber wie war das? Wer schön sein will, muss leiden. An zwei ebenfalls fingerabdruckträchtige Touchscreens hat sich der Audi-Kenner ja bereits gewöhnt. Markenneulinge müssen für ein paar Minuten die komplex angelegten Funktionen studieren, seien aber versichert, dass das innovative System (es gibt verschiedene Sensitivitätsstufen bei den Monitoren) nicht nur optisch einen schlanken Fuß macht mit den zwei stylisch integrierten, übereinander liegenden Displays, sondern auch recht intuitiv aufgebaut ist, so dass man ohne Anleitung klarkommt.

Mit ein bisschen Disziplin könnte man einen Audi A6 50 TDI quattro eigentlich bestellen, wie er in der Preisliste steht. Wären da nicht die ganzen technischen Goodies, die einfach verlocken. Mit netto 49.327 Euro handelt es sich jedenfalls nicht um einen Pappenstiel – Leistung und Qualität haben ihren Preis. Features wie Bluetooth-Freisprechanlage, LED-Scheinwerfer, Navigationssystem und Tempomat sind heutzutage frei Haus in dieser Klasse. Auch ein hoher Sicherheitsstandard ist serienmäßig – freilich bremst der Ingolstädter in vielen Fällen autonom. Doch die netto 1.764 Euro teuren Matrix- LED-Scheinwerfer sind empfehlenswert. Man erzielt damit eine noch bessere Ausleuchtung der Fahrbahn und kann sogar bei Gegenverkehr mit Fernlicht fahren, weil der Bereich, in dem der Entgegenkommende geblendet würde, ausgespart wird. Durchaus reizvoll ist das 588 Euro (netto) teure Package mit Querverkehrwarnung und Spurwechselassistent. Mit erweiterten Lenk- und Bremseingriffen verhindert die Maschine Schlimmeres, wenn der Mensch im Straßenverkehr versagt.

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