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Flotte! Der Branchnetreff
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"Flotte! Der Branchentreff" 2019
Der neue Jahrgang ist am Heckleuchten-Design zu erkennen
Der 21:9-Bildschirm ist perfekt ablesbar
Feines Holz passt zu dem eleganten Mittelklässler
Hier passt ordentlich etwas rein
Wo C 220 d draufsteht, ist Performance drin
Das Blau steht der C-Klasse gut zu Gesicht
Mercedes-Benz C 220 d

Die heimliche Businessklasse

Langstrecken-Auto par excellence, Traditionalist und einfach nur elegant-unauffällig: Eine Mercedes C-Klasse geht immer. Dank inzwischen stattlicher Abmessungen ist der Stuttgarter eigentlich schon lange nicht mehr Mittelklasse. Flottenmanagement hat einen C 220 d genauer unter die Lupe genommen

Wenn in großen Lettern auf dem Kofferraumdeckel eines Mercedes „C 220 d“ steht – dann wissen die Automobil-Experten unter uns: Der Eigner hat nicht das ganz große Los gezogen, nicht das Topmodell der Reihe gewählt also. Zwar auch nicht die Basis, denn das wäre ja ein 180er, sondern einen gelungenen Kompromiss zwischen wirtschaftlichem Unterhalt und souveränen Fahrleistungen. Ein Blick auf das Datenblatt mag überraschen – mit 194 PS ist der Zwozwanziger sogar um exakt eine Pferdestärke kräftiger als das ehemalige Spitzenmodell der ersten C-Klasse der Baureihe 202 (ab 1993). Damals ein honoriger Sechszylinder mit fast drei Litern Hubraum. Wer anno 2018 zur C-Klasse greift, bekommt ein gerade überarbeitetes Produkt; erkennbar ist der taufrische Hecktriebler äußerlich an der markanten Lichtleiste in den Scheinwerfern sowie an den moderat umgestylten Rückleuchten. An schlichter Eleganz hat die Limousine in keiner Weise eingebüßt, was vor allem zur Geltung kommt, wenn man einen gedeckten Lackton wählt wie beispielsweise Brillantblau.

Betont elegant geht es allerdings auch innen weiter. Die Passagiere des Testwagens blicken auf feines Holz, nachdem sie sich auf die anschmiegsamen Leder-Fauteuils niedergelassen haben. Runde Lüftungsdüsen plus klassische Rundinstrumente verleihen dem Langstreckler einen Hauch Zeitlosigkeit, wenngleich die Zeit so gar nicht stehengeblieben ist. Nach der Frischzellenkur sind die mechanischen Anzeigen gewichen (netto 750 Euro), stattdessen werden jegliche Infos im Kombiinstrument auf virtuellem Wege dargeboten. So ist das Anzeige-Potenzial größer, und der Fahrer kann seine gewünschten Fahrdaten flexibler konsumieren – das nennt sich modernes Infotainment. Der Hauptmonitor – wie ein Tablet auf der Konsole thronend – ist gewachsen und fügt sich stimmig in die Architektur ein. Überhaupt geht es hier geordnet zu, obwohl die Anzahl der Knöpfchen nicht unbedingt gering ist. Bei der Bedienung zieht Mercedes alle Register: Es gibt Dreh- wie Drücksteller, touchsensitive Flächen und freilich ein umfangreiches Menü – der W205 ist ein komplexes Fahrzeug.

Das gilt auch für die Technik unter dem Blech, denn inzwischen ist das Assistentenarsenal doch schier unausschöpflich. Wer beispielsweise das entsprechende Paket (ab netto 1.230 Euro) wählt, erlebt eine teilautonom fahrende C-Klasse, die in vielen Situationen selbsttätig beschleunigt, lenkt und verzögert (auch vielfältige Notbremsungen sind drin). Wobei der Fahrer beachten muss, dass er immer in der Verantwortung steht und den Verkehr also niemals außer Acht lassen darf. Aber im Berufsverkehr ist es schon recht angenehm, wenn man den Selbstzünder mitschwimmen lässt, ohne selbst die Pedale zu betätigen. Das automatisierte Herunterbremsen bis zum Stillstand funktioniert bei Mercedes inzwischen so virtuos, dass man sich wahrlich auf das System verlassen kann. Im Stopand- Go fährt der Mittelklässler auch alleine wieder an, was nach einem anstrengenden Tag im Job entspannend ist. Erst nachdem das Fahrzeug eine halbe Minute geruht hat, muss die Weiterfahrt mittels Gaspedal oder Tempomat-Knopf wieder initialisiert werden.

Aber wie fahraktiv ist der Schwabe eigentlich? Jedenfalls besteht keine Leistungsunterversorgung, und obwohl der Vierzylinder gerade mal zwei Liter groß ist, macht er ordentlich Alarm. Nur entfaltet er den Punch so geschmeidig, dass Hektik ausbleibt. Ein Dampfhammer ist der Diesel nicht, sondern gewinnt nachdrücklich an Tempo, wenn das rechte Pedal gen Bodenblech wandert. Dabei muss man nicht schalten, denn die Neungang- Wandlerautomatik liefert Mercedes frei Haus. Gute Entscheidung, so wird der Fahrkomfort maximiert. Das eigens entwickelte Getriebe macht seine Sache auch richtig gut, wechselt die Übersetzungen selbst unter Last völlig unmerklich. Viel zu tun hat der Automat bei normaler Fahrweise indes nicht, da der übrigens kultiviert klingende OM654 mit urgewaltigen 400 Nm das Pumpenrad schwingt – und der Zugkraftpeak beginnt schon bei 1.600 Touren, um erst ab 2.800 Umdrehungen wieder langsam nachzulassen. Wenn man möchte, lässt sich der C 220 d binnen 6,9 Sekunden auf 100 km/h bringen, während das Höchsttempo bei 240 Sachen erreicht ist.

Um den leisen Gleiter vollends komfortabel zu machen, sollten noch netto 1.400 Euro für die Luftfederung investiert werden. Nicht nur, dass die Limousine damit flauschig über Kanaldeckel strömt – das Fahrverhalten bei voller Beladung ändert sich dann nicht, weil das System mit Niveauausgleich nicht nur die Dämpfung, sondern auch die Federrate anpassen kann. Zusammen mit dem Spitzenfahrwerk, tollen Sitzen (auf Wunsch mit Kühl-Funktion und aktiven Luftkammern) sowie leisen Fahrgeräuschen sogar bei höheren Geschwindigkeiten wird der Stuttgarter zur attraktiven Option für Kunden, die Fahrgenuss erleben möchten. Um das Infotainment zu komplettieren, muss natürlich noch das 990 Euro netto kostende Head-up-Display an Bord. 
 
Sprechen wir über Preise. Mindestens netto 35.570 Euro werden für den C 220 d fällig. Dafür gibt es eine ganze Menge Auto, keine Frage. Im Falle eines Falles verschiedenste Airbags öffnen, Musik erklingen lassen sowie den Innenraum klimatisieren und per Tempomat durch die Lande rollen sind Dinge, die schon mit dem Basis-220er gelingen. Eine umfangreiche Preisliste hält allerdings die eine oder andere Verführung bereit. Interessant sind auch zahlreiche Businesspakete – so kommt der Käufer vergünstigt an diverse Optionen. Beispielsweise sollten auf langen Strecken keinesfalls die Multibeam- LED-Scheinwerfer fehlen. Sie adaptieren den Leuchtkegel an die gerade herrschenden Fahrverhältnisse und erlauben, auch bei Gegenverkehr mit reduziertem Fernlicht zu fahren. Rückfahr-Kamerasysteme in mannigfaltigen Preisstufen sieht der Flottenmanager ebenfalls gerne, denn sie sind über das Autoleben gerechnet womöglich günstiger als ein Schadenfall. Darüber hinaus hält die Liste so manche Schmankerl bereit, ohne die man zwar leben kann, aber die bei vorhandenem Budget eine Überlegung wert wären. Dazu zählen Soundsysteme zwischen 350 und 850 Euro netto oder Features wie die Beduftungsanlage, die mit netto 335 Euro bezahlt werden will. Ein großes Panorama-Schiebedach (1.770 Euro netto) oder die Standheizung für 1.220 Euro netto können das Leben im C 220 d ebenfalls nachhaltig versüßen.
 
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