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Klar ist das alles noch nicht so einfach mit den Elektroautos, keine Frage. Aber wir befinden uns ja noch ziemlich am Anfang. Man muss bedenken, dass das Benzin zu den Anfängen der Automobilität auch nicht in Massen an Tankstellen zu kaufen war, sondern beschwerlich in der Apotheke. Und immerhin! So ein Nissan e-NV200 schafft inzwischen – wohlgemerkt nach dem fahrrealistischen WLTP-Zyklus – 200 Kilometer. Und wenn man sich ein bisschen nach CHAdeMO-Säulen umschaut, bekommt man mit 50 kW Ladeleistung recht schnell wieder Strom in den 40 kWh-Akku. Also lange Strecken klappen, sofern man etwas plant. Doch genießen wir einfach mal den fahrerischen Teil. Der kleine Pkw-Lastesel bringt 109 PS auf die Vorderräder und stemmt 254 Nm Drehmoment, das bereits ab der ersten Umdrehung anliegt und bis 3.000 Touren aufrecht erhalten bleibt. Damit spurtet der Stromer gefühlt hurtig los und lässt sich recht geschmeidig durch jedwede Verkehrssituation bewegen. Okay, bei 123 Sachen ist Schluss – offenbar doch aus Rücksicht auf die sich bei hohen Tempi schnell entleerenden Batterien. Und sonst? Im NV200 hat man richtig Platz, das muss man sagen. Das gilt übrigens nicht nur für die beiden Passagiere der ersten Reihe, sondern auch für die Hinterbänkler. So ein Transporter kann sogar Menschen in der dritten Reihe transportieren – hier empfiehlt sich naturgemäß eher der Kurztrip. Für den Evalia, das ist der Personentransporter unter den e-NV200, werden mindestens 36.498 netto fällig. Ein bisschen müssen Early Adopter für die trendbewusste Mobilität eben zahlen. Dafür passt die Grundausstattung mit Bluetooth- Freisprechen, Digitalradio, Klimaautomatik, Navigationssystem, Rückfahrkamera sowie Tempomat. Alleine für die Sitzheizung werden zusätzliche 250 Euro netto fällig.