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Es ist nicht so, dass kleine Pickups in Deutschland gar nicht gefragt wären. Bestimmte Handwerksbetriebe greifen durchaus zu, und die Auswahl ist ja reichhaltig. Flottenmanagement hat sich den Navara zur Brust genommen – mit 2,3 Liter großem Vierzylinder-Diesel, ansehnlichen 190 PS und bärigen 450 Nm Drehmoment. Dieses wird über ein siebenstufiges Wandlerautomatikgetriebe auf Wunsch an alle vier Räder übertragen. Auf Asphalt reicht der Heckantrieb völlig aus, da gibt es keine Traktionsprobleme. Und obwohl der Navara ein schrotiger Kerl (Untersetzung und mechanische Sperre) ist, überzeugt er mit wohligem Fahrkomfort, schluckt Bodenwellen souveräner als manche Businessklasse weg. Moderne Zeiten auch bei solch hartgesottenen Fahrzeugen: Unter der Kastenrahmen-Karosse steckt je nach Ausführung eine Hinterachse mit Mehrlenker-Technik und Schrauben- statt Blattfedern.

Damit ist ein recht ordentliches Fahrverhalten möglich, das es mit jenem eines konventionellen Personenwagen aufnehmen kann. Der Punch des Selbstzünders reicht übrigens völlig für die Belange des Allrounders, der in unserem Fall mit einer Doppelkabine ausgestattet ist und demnach auch noch in der zweiten Reihe zwei gemütliche Plätze aufweist. Zusammen mit dem Automaten müssen wenigstens 31.205 Euro netto lockergemacht werden, um den Navara in Empfang nehmen zu dürfen. Enthalten in diesem Preis sind autonomer Bremsassistent, Bluetooth-Freisprechanlage, Klimaanlage, 18-Zoll-Leichtmetallräder, schlüsselloses Schließsystem und Tempomat. Die 38.105 Euro (netto) teure Topausstattung verfügt über Anhängerkupplung (3,5 t Zuglast), LED-Scheinwerfer, Navigationssystem, Parksensoren, Teil-Leder sowie E-Schiebedach in Glasausführung.