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Wer den Sprung zum Voll-SUV noch nicht wagen möchte, hat heute vielfach die Möglichkeit einer Zwischenlösung. Eine davon ist der Opel Insignia Country Tourer, der einerseits als klassischer Kombi daherkommt – aber mit seinem burschikosen Auftritt SUV-Flair erzeugt. So haben die Gestalter den Radhäusern markante Verkleidungen spendiert, und außerdem rollt der Trekking- Insignia 2,5 Zentimeter höher an den Start. Ein matt-silber schimmernder Unterfahrschutz tut sein Übriges und sieht vor allem dann schick aus, wenn sich der weitere Zierrat – wie beim Testwagen – statt in Chromoptik in schwarz präsentiert. In Kombination mit dem großen Selbstzünder gibt es ohnehin stets Allradantrieb – der dient in diesem Fall vielleicht nicht unbedingt dazu, besonders schwierige Geländepassagen zu überwinden, ist aber doch eine gute Hilfe unter widrigen Wettersituationen. Man muss sich übrigens darüber bewusst sein, dass der Opel trotz formaler Mittelklasse-Zugehörigkeit ein ziemlich großes Auto ist mit rund fünf Metern Länge. Entsprechend geräumig fallen die Platzverhältnisse für Mensch und Gepäck aus.

Doch zunächst einmal registriert das Auge die ockerfarbenen Lederpolster samt markanten Kedern, auf denen man mindestens so gut sitzt wie sie aussehen. Dass Opel ordentliche Sitzmöbel herstellt, ist bekannt und wird durch das Gütesiegel „AGR“, das die Aktion Gesunder Rücken e.V. ausgibt, verbrieft. Die Tatsache, dass es sich um den speziellen Kombi handelt, ändert nichts am Innenraumkonzept – hier gibt es die gleiche, sachliche Architektur wie in den anderen Karosserievarianten. Darin enthalten sind ausgezeichnete Infotainment-Angebote – dabei ist der zentrale Bordmonitor selbstverständlich. Darüber hinaus gibt es eine große, variable Anzeigefläche im Bereich des Kombiinstruments – alles simpel bedien- und hervorragend ablesbar. Ein optionales (im Paket mit Navigationssystem für netto 1.760 Euro lieferbares) Head-up-Display rundet das Angebot in dieser Disziplin ab.

Recht interessant gibt sich auch der Antrieb. Die 210 Pferde aus einem doppelt aufgeladenen Vierzylinder machen aus dem Kombi einen souveränen Tourer mit hohen Reserven. Wer jetzt vermutet, der kernige Diesel animiere zur Hatz – das trifft nicht zu. Im Gegenteil, der Rüsselsheimer gibt den sanften Cruiser, gleitet betont sensitiv über Wellen und überzeugt mit seiner geschmeidig schaltenden Achtgang-Automatik. Die kann aber auch spontan und stellt hurtig eine kurze Übersetzung zur Verfügung, falls Performance angefragt wird. Mit einem Grundpreis von 35.987 Euro netto ist der Opel fair eingepreist, schließlich sind Allrad und Automatik inklusive. Zur Serienausstattung zählen außerdem Bluetooth- Freisprechanlage, Parkpiepser sowie Tempomat. Natürlich haben die Verantwortlichen noch etwas Luft nach oben gelassen, geben für bestimmte Optionen allerdings Rabatt über eine ausgeklügelte Paket-Politik. Das Innovationspaket beispielsweise kostet 2.033 Euro netto und beinhaltet Einparkautomatik, LED-Matrixscheinwerfer und Verkehrszeichen-Erkennung. Gegen 760 Euro (netto) plus wandern eine E-Heckklappe, geräuschdämmendes Glas und Rückfahrkamera an Bord.