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Mehr als 26.000 Fuhrparks mit mindestens fünf Fahrzeugen im Bestand hat Dataforce allein für die Durchdringungsanteile der 20 Top-Versicherungsanbieter im Zeitraum zwischen Juli 2016 und Juni 2017 analysiert. Dabei zeigte sich, dass mehr als 90 Prozent aller befragten Unternehmen alle Verträge über ein und denselben Versicherungsdienstleister laufen lassen. Bei lediglich knapp sieben Prozent kommt ein zweiter Anbieter ins Spiel und weniger als ein Prozent aller Flotten nutzen drei oder mehr unterschiedliche Versicherungspartner. Erstaunlich ist dabei auch, dass die Anzahl der Versicherungsanbieter unabhängig von der Flottengröße zu sein scheint: Egal ob kleine oder große Flotte – etwas weniger als zehn Prozent nutzen mehr als einen Versicherungsanbieter, wovon wiederum nur etwas mehr als ein Prozent auf drei oder mehr Anbieter zurückgreift. Vergleicht man diese Zahlen mit der Dataforce-Versicherungsanalyse aus dem Jahr 2015, stieg der Anteil derjenigen, die mehr als einen Versicherungsanbieter nutzen, um 1,8 Prozentpunkte.

Beleuchtet man die 20 Top-Versicherungsanbieter im Detail, zeigt sich, dass über alle Größenklassen hinweg die Allianz mit 17,8 Prozent mit einem deutlichen Vorsprung vor der R+V Versicherung am häufigsten gewählt wird. Gliedert man hingegen die Durchdringung nach den unterschiedlichen Größenklassen auf, so ist die AXA insbesondere bei kleinen Flotten beliebter als im Gesamtdurchschnitt. Demgegenüber verhält es sich bei der HDI genau anders herum. Während kleine Flotten eher selten auf Versicherungen der Hannoveraner zurückgreifen, sichert sich die HDI in großen Flotten die Spitzenposition; noch vor der Allianz.

Bei mehr als 13.000 Flotten, die sowohl im Zeitraum von Juli 2015 bis Juni 2016 als auch im Zeitraum von Juli 2016 bis Juni 2017 von Dataforce interviewt wurden, gab es hinsichtlich der Anzahl an Versicherungsanbietern kaum Veränderungen: So blieb bei über 90 Prozent der Flotten die Anzahl an Anbietern gleich. Etwas mehr als fünf Prozent holten sich weitere Unterstützung von mindestens einem zusätzlichen Versicherer, wohingegen ein etwas kleinerer Anteil die Anzahl an Versicherungsanbietern minimierte.

Zusätzlich analysierte Dataforce im Rahmen der „Frage der Woche“ der FleetInsight®-Umfrage unter anderem die Bezugsvarianten, die Auswahl des Versicherungsdienstleisters und die Wechselbereitschaft bei mehr als 1.300 Flottenverantwortlichen. Die Sonderbefragung in den Monaten August und September 2017 ergab, dass ein großer Teil der befragten Unternehmen – nämlich 49,4 Prozent – die Versicherung über einen Makler bezieht. Die zweitgrößte Gruppe bilden Flotten, die direkt mit dem Versicherungsanbieter einen Vertrag abschließen. Eine untergeordnete Rolle spielen bei den befragten Unternehmen hauseigene Versicherungen und der Bezug der Versicherung im Rahmen eines Serviceleasingvertrags. Vergleicht man die unterschiedlichen Größenklassen miteinander, zeigt sich, dass je größer die Anzahl an Fahrzeugen im Fuhrpark ist, desto eher die Leistungen eines Maklers in Anspruch genommen werden. Der direkte Bezug über den Versicherungsanbieter nimmt demgegenüber mit zunehmender Anzahl von Fahrzeugen im Fuhrpark ab: Etwas weniger als die Hälfte der kleinen Flotten bezieht ihre Versicherung direkt vom Anbieter, bei großen Flotten ist es gerade einmal ein Drittel. Insgesamt gaben anteilig mehr Flottenverantwortliche im Vergleich zur Versicherungsanalyse des Jahres 2015 an, die Abwicklung über einen Makler zu bevorzugen.

Auch im Bereich Tarife zeichnet sich mit zunehmender Fuhrparkgröße eine klare Tendenz ab: Während ein Drittel der kleinen Fuhrparks jedes Fahrzeug individuell versichert, kommt diese Form der Versicherung nicht einmal bei jeder zehnten großen Flotte zum Einsatz. Über alle Flottengrößen versicherten lediglich 20,1 Prozent der Unternehmen jedes Fahrzeug individuell.

Doch was sind die entscheidenden Faktoren bei der Wahl des Versicherers? Die mehr als 1.300 Flottenverantwortlichen, die im Rahmen der Frage der Woche der FleetInsight®-Umfrage dazu von Dataforce befragt wurden, gaben wenig überraschend an, dass vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis ausschlaggebend sei. Anders als bei den Analysen zuvor wurde dabei die Frage offen gestellt und die Antworten wurden im Anschluss zur übersichtlicheren Darstellung in verschiedene Kategorien unterteilt. Dadurch entfielen etwas mehr als ein Drittel auf die Kategorie „Preis-Leistungs-Verhältnis“, welche auch über alle Fuhrparkgrößen hinweg das bedeutendste Auswahlkriterium ist. Eine wesentlich größere Rolle als bei der Auswahl einer Marke oder eines Dienstleisters für andere Bereiche des Fuhrparkmanagements spielen bei der Wahl des Versicherers die Zufriedenheit und das Vertrauensverhältnis: Diese Kategorie ist bei den kleinen Flotten sogar fast auf gleichem Niveau mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Je höher die Fahrzeuganzahl im Unternehmen, desto geringer ist jedoch die Bedeutung der persönlichen und oftmals langjährigen Beziehung zur Versicherung: So gab weniger als jeder fünfte große Fuhrpark die Zufriedenheit beziehungsweise das langjährige Vertrauensverhältnis als Hauptgrund an. Übergreifend über alle Fuhrparkgrößen ist nur für knapp fünf Prozent aller Befragten die geografische Nähe besonders wichtig, obwohl diese oftmals eine zügigere Abwicklung von Schäden oder sonstigen Problemen für einige Fuhrparkleiter zu versprechen scheint. Darüber hinaus wurden Rahmenvereinbarungen beziehungsweise die Abwicklung der Versicherungsfrage über einen Mutterkonzern, ein guter Service sowie die Empfehlung des Maklers zwar auch als wichtigste Entscheidungskriterien genannt, machten aber jeweils nur einen sehr kleinen Anteil aller Nennungen aus.

Obwohl die Zufriedenheit beziehungsweise das langjährige Vertrauensverhältnis nur für etwas mehr als ein Viertel der 1.315 befragten Fuhrparkverantwortlichen das Hauptkriterium bei der Wahl des Versicherers war, zeigt sich über alle Fuhrparkgrößen hinweg eine hohe Loyalität gegenüber dem Versicherungsanbieter: Knapp 70 Prozent aller Befragten gaben an, den Versicherungsanbieter in den vergangenen fünf Jahren nicht gewechselt zu haben. Der Anteil derjenigen, die zwei Mal oder gar häufiger die Versicherung gewechselt haben, liegt in Summe bei lediglich 4,8 Prozent; 5,1 Prozent der von Dataforce befragten Fuhrparkverantwortlichen wollten beziehungsweise konnten keine Angabe über die Versicherungswechsel machen. Die hohe Loyalität gegenüber dem Versicherer zeigt sich auch bei den Angaben zu geplanten Versicherungswechseln: Eine deutliche Mehrheit der Befragten gab an, aktuell nicht über einen Wechsel des Versicherungsanbieters nachzudenken. Für die 3,9 Prozent, die sich im Befragungszeitraum konkrete Gedanken über einen Versicherungswechsel gemacht haben, waren eine Kosteneinsparung (60,8 Prozent) und der nicht zufriedenstellende Service des aktuellen Anbieters (13,7 Prozent) die Hauptgründe für die Überlegungen zu einem Wechsel.

Die ausführliche Versicherungsanalyse 2017 mit allen Details kann über die Dataforce Verlagsgesellschaft für Business Informationen mbH bezogen werden.