PDF DOWNLOAD

Über sieben Prozent betrug das weltweite Wachstum von Arval im vergangenen Jahr. Gleichzeitig erzielte die Leasinggesellschaft auch beim Fahrzeugbestand mit 1.103.835 Fahrzeugen einen weiteren Rekord. Das erstaunliche Wachstum ist dabei in erster Linie auf die starke Position in drei der „Big five“-Länder zurückzuführen: So erzielte Arval in Frankreich ein Wachstum von fünf Prozent, in Italien zehn Prozent und in Spanien sogar ganze 15 Prozent. Aber auch das Geschäft in Deutschland hat mit einem Wachstum von fünf Prozent eine deutliche Steigerung erfahren.

Für die gute Performance an den Einzelmärkten war auch das erweiterte Full-Service-Leasingangebot mitverantwortlich: So wurden unter anderem digitale Lösungen für Flottenmanager und Fahrer integriert sowie ein verbessertes integriertes Telematiksystem – Arval Active Link – gelauncht. Arval Active Link soll im nächsten Schritt auch in Deutschland angeboten werden.

Philippe Bismut, CEO von Arval, erläuterte dazu: „2017 war erneut ein großartiges Erfolgsjahr mit ermutigenden Ergebnissen. Diese Entwicklung bestärkt uns in unserer Unternehmensstrategie, den Qualitätsstandards und im Engagement unserer Mitarbeiter. Wir stehen jetzt vor der Einführung innovativer Produkte, die zur Weiterentwicklung des Marktes beitragen und die Ausweitung unseres globalen Angebots beschleunigen werden. Außerdem bauen wir auch den Zugang der Mitarbeiter unserer Unternehmenskunden und für Privatpersonen zunehmend zu nutzer- und umweltfreundlicheren Lösungen aus.“

Zu diesen Lösungen zählen Arval for Me, Arval Car Sharing, Arval for Employee und My Arval sowie das Angebot über Elektrofahrzeuge. Hinter Arval for Me steckt das umfassende Servicespektrum im Bereich Wartung und Reparatur (Karosseriearbeiten, Reifen, Fahrzeugglas et cetera) in Verbindung mit Mobilitätsleistungen (Ersatzfahrzeug, Hol- und Bringdienst, Abschleppwagen), das als digitales Angebot für Privatpersonen zunächst in Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien eingeführt wird. Mit Arval Car Sharing und Arval for Employee wurden zudem zwei Lösungen vorgestellt, die sich an Mitarbeiter von Unternehmenskunden richten: So soll das neue Corporate Carsharing vor allem die Auslastung der Firmenfahrzeuge erhöhen und damit die Mobilitätskosten senken, da hierüber neben den Total Cost of Ownership (TCO) auch die Ausgaben für Mietwagen oder Taxi reduziert werden können. Um das Carsharing-Angebot zu nutzen, brauchen sich Mitarbeiter nur über eine digitale Plattform den Geschäftswagen für Dienst- und Privatfahrten buchen, der Fuhrparkmanager behält dabei über die Reportings jederzeit Überblick über alle Bewegungen. Arval for Employee umfasst neben der bereits angesprochenen Möglichkeit des Carsharings auch das Bruttogehaltsumwandlungsmodell, Privatleasing für Mitarbeiter sowie den Kauf des privat oder gewerblich geleasten Fahrzeugs. Hierdurch sollen sich laut Arval die Attraktivität und das Image der Kunden als Arbeitgeber stärken lassen, da sie ihren Mitarbeitern mehr bieten können. Der digitale Service My Arval umfasst drei Bausteine: das Berichtstool für Flottenmanager My Arval for costumers, das soziale Netzwerk My Arval Community für den Austausch unter Fuhrparkverantwortlichen sowie My Arval for drivers als mobile Anwendung für Fahrer, die sie bei ihrer Fahrzeugnutzung unterstützen soll. Mit dem Angebot über Elektrofahrzeuge hat Arval nicht zuletzt auch eine Lösung geschaffen, die Kunden beim Umstieg auf die Elektromobilität unterstützen soll. Neben einer tiefgehenden Analyse zum Potenzial der Elektrifizierung und Empfehlung bei der Wahl des geeigneten Elektrofahrzeugs umfasst das Angebot auch ein passendes Leasingangebot, das wiederum Leistungen wie eine Testphase und die Überlassung von konventionell angetriebenen Fahrzeugen für kurze Zeiträume beinhaltet. Abgerundet wird das Angebot durch die Integration des niederländischen Dienstleisters NewMotion, der sein Know-how im Bereich Ladelösungen für Elektrofahrzeuge am Firmenstandort, beim Mitarbeiter zu Hause wie auch unterwegs beisteuert.

Im folgenden Interview erläutert Christian Schüßler, Commercial Director von Arval Deutschland, einige Details zu den neuen Produkten.

 

Interview mit Christian Schüßler,
Commercial Director von Arval Deutschland

Flottenmanagement: Auf der internationalen Pressekonferenz in Paris haben Sie gleich fünf neue Produkte vorgestellt. Welche Intentionen stecken dahinter und wie sollen diese Flottenmanager unterstützen?

Christian Schüßler: Mit der Einführung unserer neuen Produkte zeigen wir ganz klar: Arval greift bei der Entwicklung neuer Lösungen und Services aktuelle Technologie- und Zukunftstrends auf und leistet damit einen entscheidenden Beitrag, das Flottenmanagement im 21. Jahrhundert neu zu definieren.

Wir setzen in diesem Zusammenhang stark auf das Thema Digitalisierung von Fuhrparkmanagementprozessen – Arval for Me und My Arval stehen hierfür exemplarisch. Serviceangebote wie diese haben wir bewusst als mobile Anwendungen konzipiert. Fuhrparkmanager werden dadurch spürbar entlastet, weil zum einen zahlreiche Serviceleistungen wie Wartung und Reifen über den Fahrer direkt abgewickelt werden können. Zum anderen haben Flottenverantwortliche selbst mit My Arval alle wichtigen Reportingdetails und Flottenleistungszahlen kompakt und übersichtlich auf einen Blick zur Verfügung. Arval for Me wird noch dieses Jahr in Italien gelauncht, 2018 folgen Spanien und das Vereinigte Königreich.

Zudem widmen wir uns mit Arval Car Sharing verstärkt dem Thema Flexibilisierung von Mobilität. Hierauf zahlt auch Arval for Employee ein. Mit diesem Programm bieten wir Mitarbeitern von Arval-Kunden die Möglichkeit, je nach Bedarf und bei größtmöglicher Flexibilität die für sie passende Mobilitätslösung zu wählen: Das Spektrum der Möglichkeiten reicht hier vom klassischen Leasingmodell über den Fahrzeugkauf bis hin zu Carsharing.

Zu guter Letzt haben wir ein neues Elektromobilitätskonzept im Angebot. Damit nehmen wir eine der wichtigsten Zukunftstechnologien nicht nur im Automobilsektor im Allgemeinen, sondern auch im Fuhrparkmanagement im Besonderen in den Fokus. Wir geben Fuhrparkmanagern dadurch Anreize, den Anteil von Elektrofahrzeugen im Fuhrpark auszubauen – vor allem auch vor dem Hintergrund der Herausforderungen, die hinsichtlich des Themas Mobilität in Innenstädten noch kommen werden. Ein zentrales Thema in diesem Zusammenhang ist auch der Ausbau der nötigen Infrastruktur. Im Kern geht es hier um die Installation von weiteren Ladestationen – sowohl beim Nutzer von Elektrofahrzeugen zu Hause als auch auf dem Firmengelände des Arbeitgebers. Mit NewMotion haben wir einen kompetenten Kooperationspartner ins Boot geholt, um in dieser Sache weiter voranzukommen.

Flottenmanagement: Mit Arval Car Sharing möchten Sie die ungenutzten Standzeiten von Firmenwagen minimieren. Wie funktioniert Arval Car Sharing und wie unterscheidet es sich von anderen Corporate-Carsharing-Programmen?

Christian Schüßler: Arval Car Sharing richtet sich vor allem an Mitarbeiter von Arval-Kunden, die nur gelegentlich ein Firmenfahrzeug benötigen. Mit Arval Car Sharing haben wir eine Mobilitätsalternative geschaffen, die es Fuhrparkmanagern ermöglicht, die Mobilität ihrer Mitarbeiter zu verbessern und gleichzeitig Kosten zu sparen und die CO2-Bilanz ihres Unternehmens zu reduzieren. Das Entscheidende ist, dass wir mit dem Modell unseren Kunden einen Pool an Flottenfahrzeugen zur Verfügung stellen, der rein zahlenmäßig unter dem eigentlichen Bedarf des Unternehmens liegt. Dadurch verbessert sich aber die Auslastung der Fahrzeuge signifikant, da sich mehrere Mitarbeiter flexibel ein Auto teilen können. Dieses Plus an Flotteneffizienz führt durch den geringeren Fahrzeugbestand gleichzeitig zu weniger Kosten und einem kleineren ökologischen Fußabdruck.

Die Fahrzeuge können im Rahmen von Arval Car Sharing nicht nur gewerblich, sondern auch privat genutzt werden. Unsere Kunden haben damit die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern ein attraktives Mobilitätsmodell zu bieten, das diese im positiven Sinne an den Arbeitgeber bindet. Arval Car Sharing ist als digitale Plattform organisiert. Fahrer können über eine mobile App innerhalb des zur Verfügung stehenden Carsharing- Pools ein Fahrzeug suchen, dieses sofort buchen sowie öffnen und schließen. Das Smartphone fungiert damit als virtueller Schlüssel. Die persönliche Übergabe des Fahrzeugschlüssels gehört damit der Vergangenheit an. Mit der Arval Car Sharing App können Nutzer zudem auf den bewährten Arval Support zugreifen. Dieser umfasst zum Beispiel unsere Fahrerservices in den Bereichen Wartung und Reparatur, unsere 24/7 Fahrer-Hotline oder auch Mobilitätsdienstleistungen wie unseren Abschleppwagen-Service und die Bereitstellung eines Ersatzfahrzeugs im Fall der Fälle.

Wir haben Arval Car Sharing als integriertes Angebot konzipiert. Hierbei greifen wir auch auf neue Zukunftstechnologien aus unserem Haus zurück, wie zum Beispiel unser Telematiksystem Arval Active Link.

Flottenmanagement: Was verbirgt sich hinter Arval for Employee? Und für welche Zielgruppen ist es gedacht?

Christian Schüßler: Arval for Employee richtet sich speziell an Mitarbeiter unserer Kunden und entspricht im deutschen Markt unserem Privatleasing-Angebot B2B2E. Des Weiteren können Mitarbeiter unserer Kunden auch über die Umwandlung eines Teils ihres Bruttogehalts ein Fahrzeug leasen. Auch der Kauf des gewerblich durch den Arbeitgeber oder privat geleasten Dienstwagens ist über Arval for Employee möglich. Unser neues Carsharing-Angebot ist ebenfalls Teil des Programms.

Neben Privatpersonen als primärer Zielgruppe richten wir uns mit Arval for Employee aber natürlich auch an unsere gewerblichen Kunden. Denn mit diesem Angebot stärken diese ihre Attraktivität und ihr Image als Arbeitgeber, der seinen Mitarbeitern mehr bieten möchte.

Flottenmanagement: Das Angebot über Elektrofahrzeuge soll den Umstieg auf den alternativen Antrieb vereinfachen. Wo liegt der Vorteil in den Kooperationen mit Nissan und Renault auf Herstellerseite sowie NewMotion als Partner für die Infrastruktur? Gibt es schon einen Launchtermin für dieses Angebot in Deutschland? Sind weitere Kooperationspartner im Gespräch?

Christian Schüßler: Der Vorteil der Kooperation mit Renault und Nissan besteht darin, dass wir hier mit zwei Unternehmen zusammenarbeiten, die zur Spitze Europas gehören, wenn es um die Entwicklung von Elektromobilitätslösungen geht. Das Gleiche gilt für NewMotion, einen führenden Anbieter von Ladelösungen für Elektroautos – egal ob an den Bürostandorten der Unternehmen selbst, zu Hause oder unterwegs. Dadurch ergibt sich für beide Seiten eine Winwin- Situation: Wir profitieren zum einen von der technologischen Erfahrung und dem soliden Netzwerk unserer Partner. Zum anderen bieten wir ihnen in unserer Funktion als Marktführer Möglichkeiten, in lukrative Märkte zu expandieren, wozu der Markt des Corporate Leasings zweifelsohne gehört.

Der Launchtermin für unser Angebot über Elektrofahrzeuge ist für Sommer 2018 geplant. Arval wird hierzu zu gegebener Zeit wie gewohnt „en détail“ informieren.