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Dass die Franzosen mit innovativem Infotainment von sich reden machen, ist nicht neu. Sprechende Bordcomputer und elektronische Instrumente haben schon vor drei Jahrzehnten Aufmerksamkeit erzeugt. Also, auch der neue Grand Scénic muss sich vor dem Wettbewerb keineswegs verstecken mit seinem großen Bildschirm – gut einsehbar in die hübsch anzusehende Architektur eingebaut und freilich berührungsempfindlich. Der Tacho hat mehrere Optiken drauf, man kann den Drehzahlmesser je nach Gusto weglassen und sich anzeigen lassen, ob man ökologisch fährt – etwas, wozu der 160 PS starke Diesel sogar einlädt, denn seine 380 Nm lassen den im Vergleich zum Vorgänger gewachsenen Siebensitzer auch mal bei niedriger Drehzahl im großen Gang am Lastwagen vorbeiziehen.

Der Fokus liegt auf den Themen Nutzwert und Sicherheit. Statt beispielsweise das Gestühl mühsam auszubauen, kann man es jetzt über den Touchscreen einfach im Boden versenken. Ansonsten beeindruckt der Fronttriebler mit ausladenden Platzverhältnissen sowie dem vorzüglichen Raumeindruck. Auch die kommoden Massagesessel (hier serienmäßig) sind geradezu frappierend gemütlich und anschmiegsam – bitte nicht vergessen, wir sitzen hier in einer Kompaktklasse. Stichwort Komfort: Den bietet der Van auch in Form einer niedrigen Geräuschkulisse, denn wirklich präsent wird der Vierzylinder selbst bei höherer Drehzahl nicht. Das obligatorische Doppelkupplungsgetriebe verrichtet seine Arbeit übrigens ebenfalls frei von Ruckbewegungen. Im Falle des Topmodells sind mindestens 27.890 Euro netto an den Händler zu überweisen bei einer allerdings stattlichen Ausstattung. Vom autonomen Bremsassistenten über Navigation bis hin zum Surround-Sound der Firma Bose bleiben keine Wünsche offen.