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Schwankt der Fahrzeugbedarf in einem Unternehmen, müssen flexible Lösungen her. Vom Carsharing für wenige Minuten oder Stunden über die Kurzzeitmiete für maximal einen Monat bis zur Abdeckung des Mobilitätsbedarfs für mehrere Monate durch die Langzeitmiete – der Flottenverantwortliche hat heute die Qual der Wahl, wie er Engpässe in der Unternehmensflotte ausgleichen kann. Die Kurzzeitmiete als klassische Variante des Mietwagenkonzepts deckt dabei die Zeitspanne von wenigen Stunden bis zu einem Monat ab und ordnet sich damit genau zwischen Carsharing und der Langzeitmiete ein. Die Vorteile der klassischen Variante liegen auf der Hand: „Kurzzeitmiete ist für jedes Unternehmen eine sinnvolle Ergänzung in seinem individuellen Mobilitätskonzept. Vor allem wenn kurzfristig flexible Mobilität benötigt wird, ist die Kurzzeitmiete für Dienstreisende und temporäre Mitarbeiter gewöhnlich die beste Lösung. Der Vorteil für Unternehmen ist dabei eine Fixkostenentlastung durch die Reduzierung des vorgehaltenen Fuhrparks. Dazu kommt, dass Aufwendungen für Unterhalt und Reparatur entfallen“, erklärt Jörg Feldheim, Managing Director bei Volkswagen Financial Services | Rent-a-Car. Hinzu kommt, dass „dank der genau kalkulierbaren Kosten das Anmieten von Fahrzeugen gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten mit schwankender Nachfrage eine risikoarme Alternative ist, zugleich aber weitere Vorteile, wie die Zustellung der Mietwagen zum Firmenstandort oder die weltweite Verfügbarkeit durch zahlreiche Standorte, bietet“, führt Jörg Felten, Head of Corporate Sales Deutschland bei der Avis Budget Autovermietung GmbH & Co. KG, an.

Neben der Kalkulierbarkeit von Kosten und der Reduzierung des vorgehaltenen Fuhrparks ist es aber vor allem die Flexibilität, welche die Kurzzeitmiete besonders interessant macht. Je nachdem wie die Unternehmensgröße, die Mitarbeiterstruktur, das Saison- oder auch Projektgeschäft zusammengesetzt sind, kann sich der Bedarf an Mietwagen verschieben: „Geschäftskunden können kurzfristige Bedarfsschwankungen im Reisebedarf über die große Europcar Flotte mit 42.000 Fahrzeugen und das flächendeckende Netzwerk abwickeln. Aufgrund des durchschnittlichen Alters der Fahrzeuge – drei Monate bei Pkw und zwölf Monate bei Lkw – erhalten die Kunden immer moderne, hochwertige Autos auf dem neuesten Stand der Technik“, erläutert Marcus Scholz, Director Business Unit Contract Sales bei der Europcar Autovermietung GmbH. Auch Fahrzeughersteller reagieren mit Kurzzeitmietangeboten auf die Nachfrage nach flexiblen Mobilitätslösungen: „Mit der Schwedenflotte Business Class haben wir im Mai ein speziell auf Firmenkunden und deren Bedürfnisse zugeschnittenes Programm gestartet. Für uns ist der Mietwagen mit seinen flexiblen Laufzeiten eine ideale Ergänzung zu den klassischen Pool- und Firmenwagen“, so Peter Heid, Leiter Vertrieb bei der CCUnirent System GmbH (Schwedenflotte Servicezentrale).

Für Geschäftsreisende
Ob am Bahnhof oder Flughafen – insbesondere bei Geschäftsreisenden, die vor Ort einen Mietwagen brauchen, um den nächsten Termin wahrnehmen zu können, hat sich das Konzept der Kurzzeitmiete schon seit Jahren etabliert. Dennoch gibt es auch hier neue Trends und Bedürfnisse der Kunden, die es zu befriedigen gilt. „Wir entwickeln unsere Technologie und Services kontinuierlich weiter, um Geschäftsreisenden möglichst komfortable und effiziente Prozesse zusichern zu können. Beispiele dafür sind beschleunigte Services am Counter, unsere Apps, das Loyalitätsprogramm oder unser B2B-Online-Buchungssystem, das einen komfortablen, individualisierten und schnellen Einsatz von Mietwagen ermöglicht und so maßgeblich zur Effizienzsteigerung der Geschäftsreiseprozesse beiträgt“, gibt Christian Holler, National Sales Manager bei der Enterprise Autovermietung Deutschland GmbH, zu verstehen. Auch für die Buchbinder Autovermietung ist vor allem eine komfortable und schnelle Abwicklung wichtig: „Gerade für Dienstreisen bieten wir unseren Kunden den ‚Buchbinder selected Service‘ an – schnelle und unkomplizierte Abwicklung bei der Fahrzeugübernahme, keine Wartezeiten. Durch Rahmenvereinbarungen mit unseren Kunden, die wir in unserer Software geladen haben, ist die jeweils gültige Preisvereinbarung nebst vom Unternehmen gewünschten Extras sowie Services direkt bei der Anmietung abrufbar. Den Dienstreisenden kommt es auf schnelle Abwicklung an, damit sie pünktlich bei ihrem Termin sein können. Das stellen wir sicher“, erklärt Hubert M. Terstappen, Geschäftsführer der Buchbinder Autovermietung.

Rückgabeprozess
Am Ende der Mietdauer stellen sich für den Kunden natürlich einige Fragen: Wohin muss ich das Fahrzeug zurückbringen? Kann der Mietwagen auch vom Firmengelände abgeholt werden? Wann hat die Station auf? Muss das Fahrzeug gewaschen und vollgetankt sein? Doch ähnlich wie bei der Anmietung sind auch bei der Rückgabe die Vermietgesellschaften darauf bedacht, die Abwicklung möglichst unkompliziert für den Kunden zu gestalten. „Sixt bietet hier mehrere Möglichkeiten an, die von der jeweiligen Station abhängig sind. So verfügen zahlreiche Stationen über einen Schlüsselkasten, an denen der Schlüssel zu jeder Tages- oder Nachtzeit außerhalb der Öffnungszeiten abgegeben werden kann. Zudem verfügen wir über einen Zustell- und Abholservice, bei dem Sixt-Mitarbeiter das Fahrzeug an einen verabredeten Ort bringen oder von diesem abholen“, führt Detlev Pätsch, Vorstand Operations der Sixt SE, an. Wie auch beim Vermietspezialist aus Pullach bei München bietet eine Vielzahl der Autovermieter ihren Kunden auch einen Betankungsservice – gegen Gebühr. „Wer seinen Mietwagen vor der Rückgabe nicht auftanken möchte, kann bei der Anmietung die Fuel Purchase Option hinzubuchen. Mit dieser flexiblen Tankoption kann der Mietwagen mit leerem Tank zurückgegeben werden, wenn eine Tankfüllung vorab bei der Fahrzeugabholung bezahlt wird“, fügt Stefan Bühner, Director Sales bei der Hertz Autovermietung GmbH, hinzu.

Die elektronische Rechnungsstellung gehört ebenso wie die Buchung über Apps, Buchungsportale oder die Website im digitalen Zeitalter schon fast zum Standard der Autovermieter. Zudem muss der Fuhrparkmanager oftmals auch nicht auf Implant-Lösungen in die eigene Fuhrparkverwaltungssoftware verzichten, wodurch sich die Kostenverwaltung der, wenn auch nur kurz, angemieteten Fahrzeuge enorm erleichtert. Am Ende einer Mietdauer bieten manche Vermietservices darüber hinaus auf Wunsch weitere Analysen und Auswertungen an. Darunter fallen beispielsweise CO2-Analysen, Umsatzreports, Daten zu Wartung und Verschleiß sowie Erinnerungsfunktionen für Termine wie eine elektronische Führerscheinkontrolle.

Ausblick
Obwohl es heutzutage eine Vielzahl von Mobilitätskonzepten gibt, ist die Kurzzeitmiete noch längst nicht auf das Abstellgleis verbannt worden und wird wohl noch lange ein fester Bestandteil des Angebots der Mobilitätsspezialisten bleiben, um ihren Kunden je nach Bedarf das passende Mietprodukt bieten zu können. Daher vermag auch niemand zu sagen, ob oder inwieweit sich die Bedeutung zwischen den einzelnen Mietkonzepten in den nächsten Jahren verschieben wird. So resümiert Dominik Sowa, Leiter Vertriebskommunikation bei der ES Dienstleistungsgesellschaft mbH: „Wir erwarten einen steigenden, insbesondere flexiblen Mobilitätsbedarf. Somit wird das Thema kurzfristige Fahrzeugbeschaffung – also Kurzzeitmiete, Langzeitmiete und Carsharing – immer mehr von Interesse sein. Da wir, die Europa Service Autovermietung, gemeinsam mit unseren Partnern all diese und weitaus mehr Produkte bieten, können wir die Mobilität jedes Kunden ideal und zuverlässig sicherstellen.“