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Die Luft ist dünn geworden in den Höhen der großen Vans. Nicht wenigen Kunden reichen offenbar schon die im Laufe der Jahre kräftig gewachsenen Kompaktvertreter, die jetzt ähnlich groß sind wie die ehemaligen Topmodelle. Dennoch hält Renault, der europäische Segmentbegründer, an dieser Fahrzeugkategorie fest und installiert einen neuen Espace. Dass die Zeiten sich jedoch geändert haben, merkt man der taufrischen Großraumlimousine an. Flacher ist sie geworden und fährt richtig dynamisch daher – durchaus ein Hingucker. Der Hersteller sieht den Neuling als das Flaggschiff der Marke an mit Oberklasse- Charakter und modernem Rüstzeug vollgestopft. Ein bisschen ist tatsächlich dran, der auf Wunsch mit Allradlenkung ausgerüstete Franzose atmet Technik aus jeder Pore seiner Blech und Kunststoff gewordenen Haut. Vorn wie hinten prangen prägnante LED-Leuchtkörper, die gar futuristisch anmuten.

Und innen streckt sich den Passagieren ein großer Monitor im Neunzoll-Format entgegen, der freilich berührungsempfindlich ist. Und natürlich steckt alles im neuen Espace, was modern und gefragt ist: autonomes Bremssystem, Head-up- Display, Spurhaltewarner, Verkehrszeichenerkennung und Tempomat samt aktiver Steuerung. Bei den Motoren stehen die Zeichen selbstredend auf Downsizing. Flottenmanagement empfiehlt den 1,6-Liter-Diesel mit 160 PS. Er hat genügend Reserven, um den 1,7-Tonner angemessen in Bewegung zu setzen. Es geht hurtig nach vorn, und das obligatorische Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe schaltet in jeder Lebenslage denkbar geschmeidig. Der Verbrauch von weniger als fünf Litern im gemittelten NEFZ darf angesichts der Fahrzeugabmessungen als beachtlich durchgehen. Der Grundpreis startet ab netto 28.193 Euro für den Basisdiesel.