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Ein großer Schock sollte durch die Diesel-Welt gehen. Wenn Euro 6 Pflicht werden würde, prophezeiten Experten, dann werde der Selbstzünder unerschwinglich. Großer Aufschrei, wenig dahinter – ein C4 BlueHDi120 mit 1,6 Litern Hubraum und 120 PS kostet in der Business- Edition faire 19.820 Euro netto und bietet eine vorzügliche Grundausstattung, dazu zählen neben den Selbstverständlichkeiten auch Navi, Parksensor und Tempomat. Die Kostenexplosion ist also vorerst ausgeblieben. Wenn noch etwas Budget übrig ist, sollten auch Digitalradio (126 Euro netto) und schlüsselloses Schließsystem mit an Bord. Und der für einen Citroën eher konservativ, aber sehr gefällig gestaltete untere Mittelklässler bietet vor allem ein kommodes Fahrwerk sowie bequeme Sitze, was ja für vielfahrende Geschäftskunden kein unerhebliches Merkmal ist. Auch wenn der Kompakte nicht mit einer Hydropneumatik aufwarten kann, parieren seine Stahlfedern kurze Querfugen sehr effektiv.

Der überarbeitete Diesel genügt für den 1,4-Tonner vollkommen. Vor allem sorgen zugkräftige 300 Nm Drehmoment ab 1.750 Umdrehungen für souveränes Fortkommen – schaltfaules Fahren ist also kein Thema. Dabei lässt sich die Sechsgang-Box durchaus geschmeidig bedienen. Inzwischen haben viele Importeure aber auch gelernt, dass der Gewerbemarkt nach automatischen Getrieben fragt – gegen 1.260 Euro netto gibt es einen ordentlichen Wandlerautomaten. Der Verbrauch steigt dabei lediglich um 0,2 l auf 3,8 Liter im gemittelten NEFZ. So oder so – der genügsame Common-Rail ist eine ausgezeichnete Partie. Er läuft leise und weich, bleibt bis zum Drehzahlende zurückhaltend im Tonfall. Dazu passt das großzügige Platzangebot vorn und hinten. Der Citroën C4 ist ein gelungenes Angebot.