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Ein paar Zulassungszahlen vorab, die das Kraftfahrt-Bundesamt für das Jahr 2014 bekannt gab: Ausgangspunkt ist der Gesamtfahrzeugbestand in Deutschland, der am 1. Januar 2015 bei 62,4 Millionen Fahrzeugen lag (plus 1,44 Prozent zum Vorjahr). Deutliche Aufwärtsbewegungen gab es beim Hybrid- (ein Plus von 25,9 Prozent auf 107.754 Einheiten) und Elektroantrieb (ein Plus von 55,9 Prozent auf 18.948 Einheiten). Mit 494.148 Einheiten ging der Flüssiggasanteil mit einem Minus von 1,3 Prozent auf 1,1 Prozent zurück. Mit 81.423 Erdgas-Pkw stieg deren Anteil um 3,0 Prozent auf insgesamt 0,1 Prozent. Im Relevanten Flottenmarkt sieht die Situation folgendermaßen aus, wie Benjamin Kibies, Automotive Analyst bei der Dataforce Verlagsgesellschaft für Business Informationen mbH, beschreibt: „Alternative Antriebe haben 2014 im relevanten Flottenmarkt, also die gewerblichen Neuzulassungen ohne Fahrzeugbau, -handel und Autovermieter, um mehr als 26 Prozent zugelegt und wuchsen damit deutlich schneller als das Marktsegment, das um 9,3 Prozent zulegte. Jeweils ein Viertel der 13.000 Neuzulassungen entfiel auf reine reine Elektroautos (BEV). Diese eroberten Rang zwei der alternativen Antriebe vor den Erdgasfahrzeugen. Große Nachfrage bestand auch nach Plug-in-Hybriden (PHEV), die auf mehr als 1.200 Neuzulassungen im Relevanten Flottenmarkt kamen. Für Unternehmen mit mehreren Elektrofahrzeugen kann sich die Investition in Ladeinfrastruktur deutlich schneller amortisieren. Da sich außerdem etwa ein Drittel der in Unternehmen genutzten Fahrzeuge in einem Radius von weniger als 100 Kilometern bewegt, bietet sich im Flottenmarkt ein großes Potenzial. Dies zeigt sich auch im Vergleich zu den Neuzulassungen auf private Halter: Während diese nur rund 2.700 Pkw mit Lademöglichkeit (BEV, PHEV) zuließen, waren es im Relevanten Flottenmarkt mit 4.600 Neuzulassungen fast doppelt so viele.“

In unserer Marktübersicht haben wir alle in Deutschland angebotenen Serienmodelle mit werksseitig verbautem alternativem Antrieb zusammengetragen. Die Modellvielfalt bei den Autogas-, Erdgas- sowie Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen fällt ins Auge. Dass es in allen Bereichen beständig neue Modelle und Modellgenerationen gibt, spricht für eine gute Nachfrage. Auch die Flottentauglichkeit scheint durchaus gegeben, nicht zuletzt, weil die alternativen Antriebe in sämtlichen Segmenten und Karosserievarianten wiederzufinden sind. Für jeden Einsatzbereich gibt es den entsprechenden alternativen Antrieb und das entsprechende Modell. Wer will, der kriegt.

Autogas
Autogas gilt als einer der etablierten alternativen Kraftstoffe, das macht sich nicht nur durch die vielen damit betriebenen Fahrzeuge, die auf Deutschlands Straßen unterwegs sind, sondern auch im Modellangebot bemerkbar. Sechs Hersteller warten in Deutschland mit insgesamt 20 Modellen zuzüglich Modellvarianten vom Kleinwagen bis zum Van beziehungsweise Kastenwagen auf. Als neuestes Mitglied der LPG-Familie bringt Opel den Corsa LPG (66 kW/90 PS) heraus. Alle Fahrzeugmodelle erzielen mit LPG-Antrieb übrigens eine um einen Wert bessere Effizienzklasse als mit Benzinantrieb. Die Umrüstung von Fahrzeugen mit Ottomotoren funktioniert relativ unkompliziert. Das Leergewicht einer LPG-Anlage liegt bei rund 40 Kilogramm und beeinträchtigt die Zuladung nicht wesentlich. Der Flüssiggastank kann sowohl in der Reserveradmulde als auch Unterflur oder im Kofferraum untergebracht werden bei Erhaltung des Benzintanks. Ein Schalter regelt die Kraftstoffzufuhr. So können sich enorme Reichweiten ergeben, allerdings mit beiden Kraftstoffen. Idealerweise nutzt der Fahrer eines alternativ angetriebenen Fahrzeugs nur den alternativen Kraftstoff, um umweltfreundlich und preiswert zu fahren. Bei Flüssiggas muss aber der um 10 bis 25 Prozent höhere Verbrauch gegenüber Benzin bedacht werden, der sich aus der niedrigeren Dichte und dem niedrigeren Brennwert ergibt. Aber weil Autogas noch über 2018 hinaus steuerlich begünstigt wird, entsteht ein Kostenvorteil im Unterhalt. Das Tankstellennetz in Deutschland umfasst mehr als 6.500 öffentlich zugängliche Tankstellen. Da der Kraftstoff in Europa relativ gut verbreitet ist, lassen sich Auslandsfahrten unproblematisch realisieren. Die führenden Tankkartenanbieter beziehen auch das Tanken von LPG über ihre Karte mit ein, sodass der Firmenwagennutzer den Kraftstoff an den mit den Kartenanbietern kooperierenden Tankstellen bargeldlos einfüllen kann. Insbesondere die Europa Tank & Service Karte ECO, die die Volkswagen Leasing GmbH zusammen mit der DKV Euro Service GmbH & Co. KG herausgibt, wendet sich an LPG- und Erdgas-Kunden. Auch die Westfalen AG hat in ihrem Netz 110 Flüssiggastankstellen und gibt die Verbundkarte heraus, die auch bei den Marken Agip, Aral, Markant, OMV und Total gültig ist und somit weitere LPGTankstellen einbezieht.

Erdgas als Kraftstoff
Das Modellangebot der erdgasbetriebenen Fahrzeuge in Deutschland stellt sich ebenfalls sehr vielfältig dar. Acht Hersteller, sowohl deutsche als auch Importmarken, präsentieren insgesamt 21 Modelle plus entsprechende Modellvarianten vom Kleinwagen bis hin zum Transporter. Das Konzept Erdgas als Kraftstoff hat andere Rahmenbedingungen. Mit Erdgas betriebene Fahrzeuge benötigen Drucktanks, die aber heute durchweg Unterflur verbaut werden und somit das Laderaumvolumen nicht einschränken. Die meisten Fahrzeuge verfügen über einen bivalenten Antrieb, das bedeutet, ein vollwertiger Benzintank kann ebenfalls genutzt werden. Die monovalenten Modelle haben einen Nottank mit etwa 10 Litern Fassungsvermögen, sodass sie überwiegend mit Erdgas gefahren werden, was wiederum die Fahrtkosten und den CO2-Ausstoß senkt. Wie in Tabelle „Modelle mit Erdgas (Auswahl)“ zu sehen ist, sind die Kosten pro 100 Kilometer im Erdgasbetrieb um die Hälfte niedrieger als mit Superbenzin. Die Kosten sind demnach auch noch niedriger als bei einem vergleichbar motorisierten Dieselfahrzeug. Erdgas als Kraftstoff wird wie Autogas über 2018 hinweg subventioniert und unterliegt deshalb einer geringeren Besteuerung. Die Reichweite der aktuellen Modelle liegt im Erdgasbetrieb bei etwa 300 Kilometern bei den kleineren Fahrzeugen und bis zu 650 Kilometern bei den größeren. Tankt man das energiereichere H-Gas, wirkt es sich positiv auf die Reichweite aus. H-Gas wird vermehrt in Süddeutschland angeboten und ist etwas teurer als L-Gas. Teilweise bieten die regionalen Erdgasversorger eine Subventionierung von Erdgasfahrzeugen an, die sie in Form von Tankgutscheinen oder von Zuschüssen zur Finanzierung zuteilen.

Das Modellangebot, die technischen Voraussetzungen wie Fahrzeugreichweiten und ein Tankstellennetz, das aus knapp unter 1.000 öffentlichen Tankstellen besteht, ergeben insgesamt akzeptable Bedingungen auch für den Fuhrparkeinsatz. Erst recht, wenn der Radius eines Erdgasfahrzeugs innerhalb eines bestimmten Gebiets liegt. Apps, zum Beispiel von erdgas mobil, helfen bei der Suche nach Tankstellen in der Nähe oder auf der Strecke. Sofern Erdgastanksäulen zum Angebot der jeweiligen Tankstelle gehören, ist der Bezug dieses Kraftstoffs auch bei vielen Tankkarten inkludiert. Für die Kunden von Volkswagen Leasing gibt es die oben erwähnte Tankkarte, die das Tanken an 650 Erdgastankstellen in Deutschland und an rund 11.000 DKV-Akzeptanzstellen ermöglicht. Darüber hinaus kann der Fuhrparkleiter mit der Reporting-Software „FleetCARS“ der Volkswagen Leasing GmbH auch sämtliche durch seine erdgasbetriebenen Fahrzeuge generierten Tankdaten verarbeiten, die Fahrzeuge optimal steuern, Einsparungen jederzeit nachvollziehen und er hat die Kosten jederzeit im Blick. Mit der Audi e-gas Tankkarte kann der Fahrer eines A3-g-tron sein Fahrzeug mit e-gas versorgen, damit ist er gänzlich klimaneutral unterwegs. Diese Tankkarte ist für einen fixen monatlichen Betrag erhältlich, der in die technologische Weiterentwicklung investiert wird. Bei der Umwandlung von Ökostrom in e-gas wird genau so viel CO2 gebunden, wie der Audi A3 g-tron im Fahrbetrieb freisetzt. Audi erfasst die Gasmengen, die der Kunde mit der e-gas Tankkarte bezahlt, und stellt sicher, dass genau diese Menge an e-gas ins deutsche Erdgasnetz eingespeist wird.

Plug-in-Hybrid- und Elektroantrieb
Das Konzept der unterstützenden Elektromotoren beziehungsweise der vollständig elektrisch fahrenden Autos gehört zu den jüngeren alternativen Antrieben. Wir haben absichtlich die Vollhybrid-Modelle nicht einbezogen, weil deren Elektromotor nicht für einen autarken Antrieb sorgen kann, sondern lediglich den Benzin- oder Dieselverbrauch senkt. Plug-in- Hybrid-Antrieb bedeutet, dass die Batterie über die Steckdose geladen werden kann. Er ermöglicht die rein elektrische Fahrt und kombiniert die Vorteile eines Elektroantriebs mit einem Benzin- beziehungsweise Dieselantrieb. Rein elektrisch fahrende Modelle beziehen ihre Energie nur in Form von Strom. Das bedeutet, sie sind abhängig von Stromladepunkten, an denen der Akku wieder geladen werden kann. Die Zahl der Plugin- Hybrid-Modelle und solcher mit Elektromotor ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Aktuell bieten 14 Hersteller 23 Modelle zuzüglich einiger Modellvarianten an. Während die Plug-in-Modelle durch ihren vollwertigen Kraftstofftank relativ unabhängig von Stromladestationen fahren, benötigen die rein elektrisch betriebenen Modelle für ihre Strecken eine passende Ladeinfrastruktur, denn die Reichweiten sind leider noch begrenzt. Flottenbetreibern, die am Unternehmensstandort Wallboxen oder Ladesäulen einrichten wollen, steht eine Auswahl von Anbietern zur Wahl. Die Hersteller von Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen beraten ebenfalls zu dem Thema oder können über Kooperationen Angebote erstellen. Informationen und Lösungen zum intelligenten Lademanagement, insbesondere wenn am Unternehmensstandort mehrere Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden müssen, hält unter anderen die RWE Effizienz GmbH bereit.

Laut der Internetseite www.goingelectric.de eine von vielen Internetseiten zum Thema Elektrofahrzeug gibt es in Deutschland derzeit mehr als 12.700 Ladepunkte, davon 4.158 öffentlich zugängliche Stromtankstellen. Zum Service der Seite gehören neben Adresse und Öffnungszeiten auch Details zu der Anzahl der Ladestationen, den Steckern und der Ladeleistung in Kilowatt. Nutzer kommentieren hier für Nutzer die Qualität der Ladestation. Des Weiteren erhält der Interessent Informationen zu Restaurants oder Hotels mit Lademöglichkeiten, schließlich will der Ladevorgang gut geplant und eventuell mit anderen Aktivitäten verbunden sein. Denn das Laden braucht je nach Entladung der Batterie und Leistung der Ladesäule mehr oder weniger Zeit. Seit einiger Zeit sind die CHAdeMO-Ladesäulen in Betrieb, die eine Schnellladung in 15 bis 30 Minuten auf 80 Prozent der Batteriekapazität ermöglichen. An Normalladesäulen kann der Ladevorgang bis zur Vollladung mehrere Stunden dauern. Eine kürzlich vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie entworfene Ladesäulenverordnung soll künftig eine Standardisierung der Ladesäulen für Wechsel- und Gleichstrom in Bezug auf die Stecker regeln.

Die Bundesregierung unterstützt das ehrgeizige Ziel, bis 2020 7.000 Schnellladestationen und 28.000 Normalladestationen zu errichten, um der Elektromobilität eine ausreichende Infrastruktur zu bieten. Denn nach ihrem Willen sollen 2020 eine Million Elektrofahrzeuge in Deutschland fahren. Um Kaufanreize zu bieten, sind Elektrofahrzeuge mit Zulassung vor dem 18.05.2011 für fünf Jahre, mit Zulassung ab dem 18.05.2011 für zehn Jahre und mit Zulassung ab dem 01.01.2016 für fünf Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Auch eine Sonderabschreibung ist geplant, das bedeutet, gewerbliche Käufer können im ersten Jahr der Anschaffung 50 Prozent der Anschaffungskosten abschreiben, zusätzlich soll die lineare Abschreibung von 16,6 Prozent pro Jahr geltend gemacht werden können. VDIK-Präsident Volker Lange fordert dringend weitere Fördermaßnahmen: „Es muss schnellstmöglich eine effiziente Förderung geben, die die Preisdifferenz zu herkömmlichen Antrieben deutlich reduziert. Elektrofahrzeuge müssen für mindestens drei Jahre mit einer Kaufprämie von circa 5.000 Euro gefördert werden. Eine ähnliche Wirkung würde der Verzicht auf die Erhebung der Mehrwertsteuer bei der Anschaffung beziehungsweise eine Sonderabschreibung haben. Unabdingbar ist die Schaffung einer effizienten Infrastruktur mit Multichargern, die ein Schnellladen für alle Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen ermöglicht, ohne dass Elektrofahrzeuge mit CHAdeMO-Standard ausgeschlossen werden.“

Wer elektrisch fahren möchte, kann bereits mit etlichen Tankkarten bargeldlos Strom beziehen. Damit der Fahrer aber nicht zig Karten bereithalten muss, bieten schon viele der führenden Tankkartenanbieter auch die Abrechnung von Strom über ihre Systeme an. Die Charge & Fuel Card samt Charge & Fuel App aus dem Hause Volkswagen AG beispielsweise unterstützt eine komfortable Nutzung von E-Mobilität. Sie ermöglicht Kunden von Volkswagen Pkw und Audi seit Januar 2015, bundesweit Strom zu laden und herkömmlichen Kraftstoff zu tanken. Mit der Karte von Volkswagen Financial Services AG profitieren sie von der einfachen Abrechnung aus einer Hand und transparenten Tarifen. Eine Kartengebühr fällt nicht an. Im gesamten ersten Halbjahr 2015 kann sogar völlig kostenlos Strom geladen werden. Für den Strombezug stehen deutschlandweit mehr als 1.200 Ladesäulen der Ladesäulenbetreiber RWE, EnBW sowie ladenetz.de zur Verfügung. Novofleet will in der ersten Jahreshälfte 2015 eine Hybrid-Tankkarte für Strom und Kraftstoff anbieten. Die von Fahrzeugherstellern unabhängige Hybrid-Tankkarte wird in Deutschland Zugang zu rund 1.500 öffentlichen Ladepunkten für E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride bieten.

Zahlreiche Apps verschiedenster Anbieter wollen dem Elektrofahrzeugnutzer die Fahrt erleichtern. Mercedes-Benz und smart bieten ihren Kunden beispielsweise über „Charge & Pay für Mercedes-Benz“ die Suche von freien Ladesäulen. Die App steuert ebenfalls den Lade- und Abrechnungsprozess, bezahlt wird per PayPal. Dies funktioniert ohne Vertragsbindung und Grundgebühr. Die App ist kostenlos und für Android und iOS erhältlich.

Noch gibt es einige Schwachstellen im Konzept Elektroauto, die mit weiterer Forschung und Entwicklung ausgemerzt werden sollen. So wird mit Hochdruck an der Verbesserung der Reichweite durch leistungsfähigere Akkus gearbeitet (siehe auch Seite 80). Und noch lässt sich keine belastbare Prognose zur tatsächlichen Lebensdauer der verbauten Akkus beziehungsweise des Leistungsverlusts über die Nutzungsdauer abgeben. Deshalb ermöglichen einige Hersteller ihren Kunden, die Batterien getrennt vom Fahrzeug zu mieten. Auch unterscheiden sich die Garantiezeiten, die die Hersteller auf die Batterien geben: Peugeot hat jüngst den Zeitraum auf zehn Jahre verlängert. BMW gibt acht Jahre an, die auch die Batterie einschließen, ebenso Opel und Volkswagen. Die meisten anderen Anbieter sagen fünf Jahre zu, innerhalb derer die Batterie bei Problemen getauscht werden kann. Solche Zeitspannen interessieren den Flottenkunden sicherlich nicht, aber sie wirken sich auf die Restwerte aus, die dann wiederum die Leasingraten beeinflussen können.

Brennstoffzelle
Der Massenmarkt für das Konzept Brennstoffzellenantrieb liegt noch eine Weile in der Zukunft. Der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur ist aber schon im Gange. Aktuell kann Wasserstoff, der Treibstoff für die Brennstoffzelle, an 15 Tankstellen bezogen werden. Eine Flächendeckung soll mit circa 1.000 Tankstellen erreicht sein. Die Partner der „H2 Mobility“-Initiative haben sich verständigt, bis 2023 die Errichtung von 400 Tankstellen voranzutreiben. Auf Seite 82 des Specials finden Sie weitere Aspekte zum Thema Brennstoffzelle. Derzeit in Deutschland erhältlich ist lediglich der Hyundai ix35 Fuel Cell, dessen Fahrbericht mit weiteren technischen Details auf Seite 90 steht. Und ab September bringt Toyota den Mirai hier auf den Markt, der in Japan bereits gut angenommen wurde. Noch lässt sich nicht viel über die Flottentauglichkeit des Brennstoffzellenantriebs sagen, die Reichweite und die technischen Daten jedenfalls sprechen dafür.

Fazit
Ob nun Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid- oder Elektroantrieb, ob Fahrzeuge, die mit Erdgas oder Autogas laufen, angeschafft werden, um kostengünstig und umweltschonend für die Firma im Einsatz zu sein, liegt sicherlich am Verwendungszweck des Fahrzeugs. Fakt ist, dass es für alle Nutzungsvarianten und Modelle alternative Antriebe gibt, also für Fahrzeuge für den Service- und Außendienst, für User Chooser oder für den Lastverkehr, vom Kleinstwagen bis zum Transporter, Van und SUV. Fakt ist auch, dass mindestens zufriedenstellende Rahmenbedingungen in Deutschland vorherrschen. Am wenigsten eingeschränkt fährt der Nutzer sicherlich mit Autogas, am umweltfreundlichsten und günstigsten mit einem monovalenten Erdgasmodell. Wenn der Strom aus regenerativen Quellen kommt und an den normalen Fahrtstrecken genügend Stromladestationen liegen, ist ein Elektroauto ebenfalls eine gute Alternative, leider zurzeit nicht unbedingt die günstigste. Da muss noch etwas bei den Fördermöglichkeiten und den Listenpreisen passieren. Aber alternative Antriebe im Fuhrpark funktionieren vor allem dann, wenn das Unternehmen und der Nutzer es wollen.