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Trotz dass noch für viele Generationen an Dienstwagen (bezogen auf den typischen 3-Jahres-Zyklus) mehr als genug bezahlbarer Diesel vorhanden ist, experimentieren die Fuhrparks schon seit längerem zunehmend mit alternativen Kraftstoffen. Befeuert wird das zum einen durch die Automobilindustrie, welche wiederum durch EU-Vorschriften zur Senkung des Flottenverbrauchs angetrieben wird. Weitere Gründe sind, neben dem ein oder anderen echten Wunsch, Gutes für die Umwelt zu tun, hauptsächlich auf der Kostenseite zu finden. Denn weniger Verbrauch oder preisgünstigere Energieträger senken die Kosten. So einfach ist das in der Theorie.

In der Praxis ist die Umsetzung dann oft nicht ganz so simpel: Elektroautos haben noch immer eine begrenzte Reichweite bei langen Ladezeiten und sind daher eher für genau definierte Einsatzzwecke sinnvoll. Zudem sollte der Strom dafür eben nicht „aus der Steckdose“ kommen, sondern auch tatsächlich regenerativ erzeugt sein – sonst hat die Umwelt nur lokal einen Vorteil. Die Tankstelleninfrastruktur bei Erdgas und Flüssiggas hat sich in den letzten Jahren zwar signifikant verbessert, ist aber noch längst nicht auf dem „an jeder Ecke“-Niveau wie die Versorgung mit herkömmlichen Kraftstoffen. Zudem ist auch Gas ein klassischer fossiler Energieträger (mit einigen Ausnahmen), wenn auch einer, der noch viel länger als Öl verfügbar sein wird. Biokraftstoffe konkurrieren oft – aber eben nicht immer – mit Flächen für den Nahrungsmittelanbau. Und für Wasserstoff in der Breite ist es schlicht zu früh, weil die Infrastruktur noch komplett fehlt.

So wird eine gewünschte Kraftstoff-Einsparung bei der überwiegenden Mehrheit der Flottenbetreiber dann doch noch „klassisch“ betrieben, nämlich mit Downsizing. Alles rund um das Thema alternative Antriebe finden Sie hier in unserem Special.

Schon allein aus Imagegründen kann es sich kein Unternehmen mehr leisten, einfach nichts zu tun. Denn Kunden und auch Mitarbeiter erwarten von einem modernen Unternehmen, sich mit der Thematik Umweltschutz auch im Fuhrpark zu beschäftigen. Derzeit gibt es eben noch nicht die eine richtige Lösung des Problems, daher existieren es so viele parallele Lösungsansätze. Diese nach Kräften zu unterstützen und eigene Erfahrungen zu sammeln kann dabei nicht falsch sein.