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Opel hat ein wahres Modell- und Motorenfeuerwerk angekündigt. Der neue Zweiliter-Selbstzünder mit 170 PS ist ein Bestandteil dieser Strategie. Im Gegensatz zum taufrischen 1,6-Liter, der auf einem weißen Blatt Papier entworfen wurde, haben die Techniker für den so genannten „Large Diesel“ auf den bestehenden Block zurückgegriffen. Allerdings gibt es ein ganzes Maßnahmenbündel, um den Vierzylinder leiser und lebendiger zu machen. Dazu gehören beispielsweise eine verbesserte Isolation des Ansaugkrümmers sowie ein erneuerter Turbo, dessen Geometrie nicht mehr per Unterdruck, sondern über einen Elektro-Aktuator verstellt wird, was das Ansprechverhalten insbesondere im unteren Drehzahlbereich optimiert. Erste Runden mit dem neuen Diesel bescheinigen dem ausladenden Fronttriebler in der Tat eine deutlich leisere Akustik, als die Versionen mit den Vorgänger-Aggregaten vorweisen können. Und auch die Leistungsentfaltung kann sich sehen lassen. Von einer Anfahrschwäche keine Spur – schon knapp über dem Standgas legt der Vierzylinder munter los und verleiht dem Rüsselsheimer einen souveränen Anstrich. Mit runden neun Sekunden bis 100 km/h ist der Opel kein Stürmer, aber ein durchaus flinker Geselle. Viel Fahrkomfort spendet das betont mild abgestimmte Fahrwerk. Über Gebühr sportliche Attitüden sind dem Mittelklässler fremd, dafür absorbiert er selbst harte Bodenwellen äußerst gelassen. Ab 27.071 Euro netto gibt es den Insignia mit dem neuen Selbstzünder. Serienmäßig sind Bluetooth- Freisprechanlage, Radio und Tempomat. Für das jüngst renovierte und exzellent bedienbare Navigationssystem rufen die Hessen ab 1.008 Euro netto auf. Empfehlenswert ist die 1.092 Euro netto kostende Frontkamera inklusive autonomem Bremssystem sowie aktivem Tempomat.