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Das wurde aber auch Zeit: Nach über zwölf Jahren XC90 I warten die Volvo-Jünger sehnsüchtig auf ein neues Modell – und bekommen es jetzt. Dabei handelt es sich um das erste Fahrzeug der Marke, das auf einer neuen, in Eigenregie entwickelten Plattform basiert. Und schon mit dem ersten Probesitzen zerstreuen sich die Zweifel, ob der Hersteller auch ohne riesigen Konzern im Hintergrund ein Premium-Fahrzeug auf die Räder stellen kann. Jawohl, er kann. Was Volvos Ingenieure und Architekten da gezaubert haben, darf sich auf ganzer Linie sehen lassen. Vor allem besticht der Skandinavier je nach Version mit edlen Hölzern und feinen Metall-Einlagen. In der Mittelkonsole prangt eine neue Generation von Bildschirm. Vorbei die Zeiten, als 16:9 noch cool war – der XC90 bietet über 12 Zoll, um seine Insassen glücklich zu machen. Dann die Instrumente – hier gibt es ebenfalls Displayfläche statt klassischer Skalen.

Als Testobjekt diente ein D5 AWD – der ebenfalls neu entwickelte Zweiliter-Diesel ist ja bereits aus anderen Volvo-Modellen bekannt. Hier wirkt er noch einen Hauch leiser als in den Mittelklasse-Modellen, was für eine effektive Dämmung spricht. In Tateinheit mit der achtstufigen Wandlerautomatik gibt der Common-Rail ein harmonisches Bild ab. Mit seinen 225 PS ist er quasi für jede Verkehrssituation gerüstet und lässt sich dank bärigen 470 Nm ab 1.750 Touren fahren, ohne die Automatik in Verlegenheit zu bringen. Wer sie per Kickdown aber zu forcierten Schaltvorgängen zwingt, entdeckt ihren sanften Kern. Der Diesel startet bei netto 44.873 Euro und bietet alles, was das Herz begehrt inklusive autonomem Bremssystem, Radioanlage sowie Tempomat. Mit der Neuauflage des Geländevolvo gibt es außerdem auch neue Features bei der Marke wie Headup-Display, Luftfederung oder LED-Scheinwerfer.