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Die Autohersteller sind von der europäischen Union zum Sparen verdammt. Die Währung: CO2. Und auch die teuren Luxuslabels können sich diesem Trend nicht entziehen – also heißt es Maßnahmen ergreifen. Für die Porsche Cayenne-Baureihe bedeutet das weniger Zylinder: So muss der GTS künftig mit sechs Töpfen (statt acht) auskommen und erhält dafür zwei Turbolader sowie 20 Pferdchen mehr als Entschädigung. Und der Verbrauch sinkt signifikant von bisher 10,7 l (251 g CO2/km) auf nunmehr 9,8 l (228 g CO2/km). Nach einer ersten Proberunde in dem jetzt 440 PS starken SUV verfliegt die Trauer über zwei verlorene Kolben rasch. Dass der 2,1-Tonner angesichts der Power mächtig anschiebt und die meisten Verkehrsteilnehmer hinter sich lässt, leuchtet ein. Und wer „volle Kraft voraus“ anfordert, erlebt den 3,6-Liter-Doppelturbo eindrucksvoll fauchen – so gehört es sich.Der Innenraum ist wie gewohnt ordentlich verarbeitet und bietet ein hohes Maß an Individualisierungsmöglichkeiten. Der Kunde kann eine Vielzahl von Materialien wie diversen Hölzern sowie Polsterbezügen wählen. Ganz traditionell prangt in der Instrumentenmitte der große Drehzahlmesser und ein kleinerer Tacho daneben. Dennoch leidet die Ablesbarkeit darunter nicht, denn die Geschwindigkeit wird darüber hinaus auch in digitaler Form dargeboten. Das Bedienkonzept mit einer ausgewogenen Mischung aus Menü- und Tastensteuerung darf als gelungen bezeichnet werden. Trotz einer Fülle an Features findet man sich schnell zurecht. Allrad-Fans bekommen gegen 1.250 Euro netto eine Hinterachs-Differenzialsperre, und der Grundpreis für den sportiven Cayenne GTS (24 mm tieferes Fahrwerk) beziffert Porsche mit 82.480 Euro netto. Alte Porsche-Hasen wird‘s nicht schockieren.