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Selbstbewusst muss man sein, so selbstbewusst wie ein Mitsubishi Pajero. Der Traditions-Geländewagen pfeift nämlich auf Designtrends und cw-Rekorde. Robustheit und Funktionalität sind Werte, mit dem der eingesessene Geländewagen etwas anfangen kann. Doch halt, so ganz am Zeitgeist vorbei agierten die Verantwortlichen nicht. Jedenfalls erkannten sie, dass man zumindest hierzulande einen kräftigen Diesel braucht, um in der Klasse bestehen zu können. Also wurde der zweifellos schöne V6-Benziner von Bord geworfen und der Selbstzünder auf stattliche 200 PS (vormals 170) angehoben. Damit macht der schwere Japaner selbst dann nicht schlapp, wenn der Fahrer die komplette Zuglast von 3,5 Tonnen ausnutzt und damit beispielsweise die Kasseler Berge erklimmt. Angesichts 441 Nm Drehmoment marschiert der 2,4 Tonnen schwere Brocken auch strammen Schrittes steile Hänge hinauf. Und das kann der 4x4 dank umfangreichem Gelände-Rüstzeug selbst da noch gut, wo sogar manches SUV kläglich kapitulieren muss.

Im Normalbetrieb fährt der hemdsärmelige Selbstzünder als Hecktriebler, um den Spritkonsum im Zaum zu halten. Darüber hinaus eignet er sich prima als Langstrecken-Gleiter mit ausgeprägtem Fahrkomfort. Vor allem die butterweiche Federung gefällt; selbst tiefe Querfugen bügelt der Kraxler glatt, als sei die Fahrbahn gerade erneuert worden. Zudem glänzt der 4,90 Meter-Mitsubishi mit einem hohen Maß an Funktionalität. Der Fünftürer rollt stets als Siebensitzer an und bietet viel Platz; zumindest in den ersten beiden Reihen können auch große Personen kommod unterkommen. Ab netto 38.563 Euro steht die hier getestete Automatik-Version zur Verfügung inklusive Bluetooth, Klima und Tempomat.