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Vor nunmehr 90 Jahren, in Zeiten der Hyperinflation sowie der Trennung zwischen Geld- und Warengeschäft, schlug die Geburtsstunde der BayWa, der „Bayerischen Warenvermittlung landwirtschaftlicher Genossenschaften“. Heute, im Jahr 2014, ist die BayWa über die bayerischen Landesgrenzen hinweg, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit als Handels- und Dienstleistungskonzern mit den Kernsegmenten Agrar, Energie und Bau tätig. Hauptsitz der 1923 gegründeten Muttergesellschaft ist München. Rund 16.000 Mitarbeiter sind für den Mischkonzern tätig, allein 1.000 am Standort München. Dabei zeichnet sich der Mitarbeiterstamm durch eine hohe Loyalität zum Unternehmen aus – nicht wenige sind schon seit 30 Jahren bei der BayWa.

Aufgrund der Spartenstruktur handelt es sich bei der 5.500 Einheiten umfassenden Flotte um einen Mischfuhrpark, der neben circa 2.000 Dienstfahrzeugen auch zahlreiche Servicefahrzeuge, Lkw – als Tank-, Zustell- oder Silofahrzeug – und Sonderfahrzeuge enthält. Die Betreuung dieses riesigen Fuhrparks wird zentral aus München koordiniert, wobei das operative Geschäft vor Ort bei den Logistikleitern der einzelnen Sparten geschieht. Damit das strategische Fuhrparkmanagement durchzuführen ist, greift man in dem fast ausschließlich geleasten Pkw-Fuhrpark auf zahlreiche Servicebausteine zurück.

Die Einteilung der Dienstwagenberechtigten erfolgt in einem vierstufigen System, vom Verkaufsberater bis hin zur obersten Führungsebene. Seit Mitte dieses Jahres läuft der Pkw- Beschaffungsprozess im Inneren völlig automatisiert. Wobei die Dienstwagennutzer die Wahl zwischen den Marken Audi, BMW, Peugeot und Volkswagen haben, welche über die Autohäuser der ahg/bhg Autohandelsgesellschaft mbH bezogen werden.

Einsparpotenzial generieren
Seit gut zwei Jahren greift die BayWa bei der Behebung von Glasschäden auf das Know-how von junited Autoglas zurück. Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit waren die Erfahrungen von Marcus Federhoff mit dem Glasspezialisten bei seinem vorherigen Arbeitgeber: „In meiner neuen Tätigkeit bei der BayWa hinterfragte ich zunächst einige Sachverhalte, wobei mir besonders Optimierungschancen im Bereich von Glasschäden auffielen. Da sich die Abwicklung dieser Schäden in Vertragswerkstätten und bei Glaspartnern um die Ecke mehr als schwierig darstellte, suchte ich den Kontakt zu Herrn Curtius, um mit ihm die Prozesse in diesem Bereich zu konsolidieren und wirtschaftlich zu gestalten“, erklärt der Fuhrparkmanager der BayWa.

Zuvor galt es für junited Autoglas aber die nicht öffentliche Ausschreibung, die klärt, ob die Regionalität des Mischkonzerns für den Kölner Glasspezialisten auch abbildbar ist, für sich zu entscheiden. „Hier hat junited Autoglas noch einmal die Performance als mobiler Service auch am Standort für ganz Deutschland bewiesen, die mir aus vorheriger Tätigkeit bekannt war, und hat nicht allein durch den Preis überzeugt“, erläutert Marcus Federhoff. Nach nun gut zwei Jahren funktioniert der Prozess bei der Behebung von Glasschäden so reibungslos, dass man sich eigentlich nur zum Jahresgespräch trifft. „Die schwierigste Aufgabenstellung mit einem Lieferanten wie junited Autoglas ist eigentlich, dass der Prozess im Haus funktioniert, sprich, dass der Mitarbeiter weiß, dass er bei Glasschäden zu junited Autoglas muss“, ergänzt der BayWa Fuhrparkmanager. Daher steht bei jeder Zusammenarbeit im Vordergrund, dass auch die Mitarbeiter den Prozess leben, damit die erwarteten Einsparungen auch generiert werden können.

Betreuung bei Glasschäden
Seit zehn Jahren ist der Autoglasspezialist aus Köln am Markt. Von dort wird das Werkstattnetz koordiniert und die zurzeit über 230 Stationen von Flensburg bis zum Bodensee betreut. „Dabei rekrutieren sich unsere Partner als ‚Autoglaser der ersten Generation’ und repräsentieren all das, was Dienstleistungs- und Versorgungsunternehmen, wie die BayWa, heute erwarten. Das heißt, dass die Prozesse und Verbindlichkeiten stimmen müssen“, weiß Tobias Plester, Geschäftsführer der junited Autoglas Deutschland GmbH & Co. KG, zu berichten. Hinzu kommen bei einem Mischkonzern auch die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Sparten, die eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Dennoch müssen die Grundtugenden und die Qualität in allen Bereichen dem gleichen Standard entsprechen. „Insbesondere im Geschäft mit Firmenkunden ist es wichtig, dass die Dienstwagen möglichst kurze Ausfallzeiten haben. Mit unserem Netz verfügen wir über die nötige Flexibilität und das Know-how, um diesen Anforderungen gerecht zu werden“, erklärt Tobias Plester.

Dabei stellt eine Firmenflotte noch eine zusätzliche Herausforderung dar, da sie Vorreiter bei hochfunktionellen Fahrzeugen sind. Heute dient die Fahrzeugscheibe nicht nur als Schutz vor Wind und Wetter, sondern viele Funktionen, die über den reinen Sicherheitsaspekt hinausgehen, finden sich in ihr. So sorgen beispielsweise hauchdünne Drähte in der Scheibe dafür, dass diese bei jeder Wetterbedingung klar bleiben. Auch moderne Fahrerassistenzsysteme, seien es Regen- und Lichtsensoren oder hochtechnische Kamerasysteme, welche die Straße vor dem Fahrzeug bis ins kleinste Detail analysieren, finden sich direkt hinter der Windschutzscheibe. „Die ständige Weiterentwicklung im Bereich der Fahrzeug- und Glasfunktionalität stellt eine zusätzliche Herausforderung für unseren Geschäftszweig dar. Daher sind wir durch Schulungen oder die mehrfache Zertifizierung bestrebt, stets sicherzustellen, dass keinerlei Zeit- und Know-how-Verlust bei unseren Partnern eintritt“, macht der Geschäftsführer von junited Autoglas deutlich.

Hohes Maß an Flexibilität
Die dezentrale Struktur des Fuhrparks der BayWa bringt es mit sich, dass die rheinländischen Autoglasspezialisten bei der Behebung von Glasschäden möglichst flexibel sein müssen. Dabei kann der Dienstwagennutzer selbst entscheiden, ob er eine junited Autoglas Werkstatt vor Ort aufsucht, den Hol- und Bringservice in Anspruch nimmt oder über die Hotline den Kontakt zum junited Autoglas Partner sucht. Dabei dient die Hotline lediglich zur Vermittlung zwischen Dienstwagennutzer und Partnerbetrieb. „Die Hotline ist in erster Linie dazu gedacht, den Kontakt zwischen dem nächstgelegenen Partner und dem Fahrer herzustellen. Dabei kann auch gleich geklärt werden, ob ein Ersatzwagen benötigt wird, der Service vor Ort geschehen soll und welche Modalitäten es zu beachten gilt. Dadurch wollen wir den Prozess möglichst effizient gestalten, sodass die Ausfallzeiten der Dienstwagen möglichst auf ein Minimum beschränkt werden“, erläutert Jörg Curtius, Leiter Key Account Flotte/Leasing der junited Autoglas Deutschland GmbH & Co. KG. Auch bei BayWa ist man über diese Lösung glücklich: „Es ist auch der größte Vorteil, wenn Sie sich die Fülle der Mitarbeiter und deren Strukturen anschauen, nicht nur auf einen Weg beschränkt zu werden, sondern dem Mitarbeiter die freie Wahl zu lassen“, ergänzt Marcus Federhoff.

Gleichzeitig bringt der Kontakt zum regionalen Partnerbetrieb den Vorteil mit sich, dass beide die gleiche Sprache sprechen: „Letztendlich hat der Mitarbeiter keine Affinität zur Scheibe, der Reparatur und dem wirtschaftlichen Gedanken, der dahintersteckt. In erster Linie sieht er sich in der Pflicht, sich um die Behebung des Glasschadens zu bemühen, und hier wäre es nur hinderlich, wenn die Kommunikation aufgrund unterschiedlicher Philosophien zusätzlich erschwert wird“, erklärt Marcus Federhoff. Daher ist es für junited Autoglas auch ein wichtiger Faktor, mit dem Kunden eine Sprache zu sprechen. „Bei unseren Partnern handelt es sich um Inhaber, die aus der Region kommen und sich auch mit dieser identifizieren. Im besten Fall leben sie auch die regionalen Ansichten und dann haben sie auch einen Draht zueinander, der über die Dienstleistung hinausgeht“, erläutert Tobias Plester.

Zuverlässig auch im Ernstfall
Früher lagen die Spitzen bei der Behebung von Glasschäden vor allem im Frühjahr, da man sich nach einem harten Winter und entsprechend widrigen Bedingungen auch einmal mehr mit der Überprüfung von Scheiben und Fahrzeug beschäftigte. In den letzten Jahren kam es aufgrund der globalen Erwärmung vor allem in der Jahresmitte zur Häufung von Extremwetterphänomenen. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete die Versicherungsindustrie laut Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Ausgaben von 1,5 Milliarden Euro durch Sturm- und Hagelschäden an Pkw. Davon waren auch unzählige Dienstfahrzeuge in Teilen von Niedersachsen und Nordrhein- Westfalen betroffen, die oftmals ohne Überdachung auf dem Firmengelände stehen. „In solchen Situationen lebt unser Netzwerk auf. Da wir hier von Inhabern sprechen, wissen diese auch, wann sprichwörtlich ‚Not am Mann’ ist und gehen dann mit der notwendigen Flexibilität an die Behebung der Schäden. Gleichzeitig werden Monteure aus anderen Regionen hinzugerufen, die sicherstellen, dass sich die Ausfallzeiten so gering wie möglich halten, denn oftmals ist die Weiterfahrt mit einer kaputten Scheibe ausgeschlossen. Aufgrund der zunehmenden Häufung dieser Phänomene sind mittlerweile auch die Abrechnungsmodalitäten sowie die industriellen Anforderungen, was Ersatzscheiben angeht, gegeben“, gibt Jörg Curtius zu verstehen. Dennoch wird man lediglich 60 bis 70 Prozent verhindern können, da eine Planung in diesem Bereich aufgrund der regional unterschiedlichen Intensitäten der Unwetter kaum möglich ist.

Ausblick
Der Dienstwagen ist heute nicht nur reines Transportmittel, sondern dient gleichermaßen der Repräsentation des Unternehmens. Daher sind die BayWa-Mitarbeiter darauf bedacht, den Zustand ihres Arbeitsmittels in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Nur durch eine regelmäßige Kontrolle können Schäden schon im Frühstadium möglichst auf ein Minimum beschränkt werden. Sollte es zu einem Schadenfall kommen, muss der Prozess schnell und ohne viele Eingriffe vonstattengehen, da die Reparaturkosten meist in keinem Verhältnis zu den Ausfallzeiten und den dadurch entstandenen Kosten stehen. „Im Fuhrparkmanagement stellen sich auch die Fragen, was kostet es mich, den Fahrer schnell wieder auf die Straße zu bekommen, und welche Prozesse stehen dahinter und nicht nur, was mich die Reparatur kostet“, erklärt Marcus Federhoff.

 

 

BayWa

Die BayWa ist ein weltweit tätiger Konzern mit den Kernkompetenzen Handel, Logistik sowie ergänzenden Dienstleistungen in den Kernsegmenten Agrar, Energie und Bau. Hauptsitz der 1923 gegründeten Muttergesellschaft ist München. Die Schwerpunkte der internationalen Aktivitäten liegen neben Europa in den USA und in Neuseeland.

 

junited Autoglas

junited Autoglas ist das größte Netzwerk unabhängiger Fachbetriebe für Autoglas in Deutschland. Nach der Firmengründung im Jahre 2004 hat die rasante Großkundengewinnung dazu geführt, dass mittlerweile in über 230 Stationen Autoscheiben repariert oder ausgetauscht werden. junited Autoglas arbeitet mit allen großen Versicherungen, zahlreichen Fahrzeugflotten sowie Leasinggesellschaften zusammen und rechnet direkt mit diesen ab. Die Kunden von junited Autoglas schätzen die kostenfreien Angebote wie zum Beispiel einen Ersatzwagen oder einen mobilen Vor-Ort- Service.