PDF DOWNLOAD

Im Schatten des populären Käfer, des Volkswagen Typ 1, nimmt 1948 ein zweiter Typ langsam Gestalt an – der Transporter. Vier Jahre nachdem der erste, im Volksmund liebevoll als „Bulli“ bezeichnete, Transporter vom Band in Wolfsburg lief, feierte man 1954 bereits das 100.000ste montierte Fahrzeug. Zugleich mischten sich in die Jubiläumsstimmung auch nachdenkliche Töne, wie man in Zukunft die Produktionszahlen steigern könne. Ein neuer Produktionsstandort für das intern als Typ 2 getaufte Fahrzeug musste her: Die Volkswagen- Leitung entschied sich, das neue Transporter-Werk in Hannover zu errichten. Damit war auch erstmals eine Trennung zwischen der Pkw- und der Nutzfahrzeugsparte im Volkswagen-Konzern geschaffen. Jedoch erst 1995 wurde Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) zur eigenen Marke im Konzern.

Die aktuelle Modellpalette von VWN umfasst heute vor allem leichte Nutzfahrzeuge: Das kleinste Modell ist der Caddy, der im Juni laut Kraftfahrt- Bundesamt mit 3.018 Einheiten über 50 Prozent Marktanteil in seinem Segment einnahm. Der Kleintransporter wird in den Varianten Kasten und Kombi angeboten, die es wiederum jeweils in der Normal- und Maxi-Version gibt. Zudem ist der Caddy-Kastenwagen auch als Sondermodell CoolProfi (mit Kühlraum), BiFuel- sowie EcoFuel- Variante und mit Allradantrieb zu haben.

Mit dem Transporter, auch T5 genannt, steht das nächstgrößere Modell im Nutzfahrzeugbereich bereit. Diesen gibt es in den vier variablen Laderaumvarianten Kasten, Kombi, Pritsche und Fahrgestell (Trägerfahrzeug mit 2,8 oder 3,2 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht). Außerdem kann der Kunde zwischen zwei unterschiedlichen Radständen und drei verschiedenen Dachhöhen – nur bei Kasten und Kombi – je nach Bedarf auswählen. Dass der T5 aber nicht nur zum Transport von Ladung geeignet ist, zeigt der Multivan Business. Das Spitzenmodell der Multivan-Baureihe soll Geschäftsreisenden einen nicht alltäglichen Komfort bieten und zum luxuriösen Reisen einladen. Dafür sorgen nicht zuletzt edle Wurzelholz- Elemente im gesamten Innenraum, hochwertige Sitzbezüge aus Nappaleder sowie eine umfangreiche Ausstattung als mobiles Büro mit Fondtelefonie, Klimaanlage und drahtlosem Internetzugang.

Das obere Ende des Produktportfolios von Volkswagen Nutzfahrzeuge bildet der Crafter mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 5 Tonnen. Wie beim T5 gibt es diesen ebenfalls als Kastenwagen, Kombi, mit Pritsche oder als Fahrgestell. Beim Kastenwagen hat der Kunde auch hier die Auswahl zwischen unterschiedlichen Längen und Dachhöhen, sodass das maximale Laderaumvolumen je nach Auswahl zwischen 7,5 und 17 m³ betragen kann.

 

Kurzinterview

Klaus Feike
Leiter Vertrieb an Großund Gewerbekunden bei Volkswagen Nutzfahrzeuge
Tel.: 0511/7983864
Fax: 0511/798993864
E-Mail: klaus.feike@volkswagen.de

Flottenmanagement: Welche Position nimmt der Bereich Flotte bei Ihnen im Gesamtabsatz in Deutschland ein (prozentual; ohne Händlerzulassungen und Vermietgeschäft)?

Klaus Feike: Das Flottengeschäft ist für Volkswagen Nutzfahrzeuge eine wichtige Kundengruppe in Deutschland. Ihr Anteil liegt bei circa 40 Prozent des Gesamtabsatzes.

Flottenmanagement: Für welche Modelle bieten Sie Business-Pakete an und was beinhalten diese?

Klaus Feike: Business-Pakete sind meistens auf User Chooser ausgerichtet. Die Produktpalette von Volkswagen Nutzfahrzeuge spricht eher die Service- beziehungsweise Logistikflotten an, bei denen der Nutzer meistens nur bedingt Einfluss auf die Ausstattungen nehmen kann. Daher liegt der Schwerpunkt bei uns eher in den Finanzdienstleistungen.

Flottenmanagement: Welche „grünen“ Modelle mit spezieller Spritspartechnik bieten Sie an?

Klaus Feike: Da sind wir als Marke breit aufgestellt! Unsere BlueMotion-Modelle zeichnen sich durch ihren niedrigen Verbrauch aus. Weiterhin haben wir Erdgas- und Flüssiggas- Fahrzeuge im Angebot.

Flottenmanagement: Mit welchen Serviceangeboten unterstützen Sie den Fuhrparkleiter?

Klaus Feike: Der Schwerpunkt liegt hier in unserem Wartungs- und Verschleißangebot, was wir gemeinsam mit der Volkswagen Financial Services GmbH aus Braunschweig anbieten. Dort liegt das Augenmerk auf dem Detail und damit sind wir sehr wettbewerbsfähig unterwegs.

Flottenmanagement: Welche wichtigen Neuerungen kann der Fuhrparkleiter in den nächsten 12 Monaten erwarten?

Klaus Feike: Zurzeit sind wir mit der aktuellen Flotte erfolgreich im Markt unterwegs. Dennoch bieten wir das eine oder andere Modell schon eine längere Zeit an, von daher wird mittelfristig dort etwas passieren.

Flottenmanagement: Welche großen Trends sehen Sie derzeit im deutschen Flottenmarkt?

Klaus Feike: Das Thema verbrauchsarme und somit auch CO2-arme Antriebskonzepte wird auch weiterhin den Flottenmarkt stark beeinflussen. Von Bedeutung ist daneben aber auch, dass die Flottenmanager die gesamten Kosten im Blick haben. Ein günstiger Einstiegspreis kann am Ende schnell durch einen schlechten Restwert relativiert werden. Zu guter Letzt möchte ich noch einmal besonders auf unseren Wartungs- und Verschleiß-Aktionstarif hinweisen, der dem Fuhrparkmanager eine genaue Kostenkalkulation über die Laufzeit ermöglicht.