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Erst im März dieses Jahres hat die EU erneut verkündet, dass Ladungssicherung bei Kontrollen von Kleintransportern in Zukunft stärker im Fokus stehen soll. Für ein Unternehmen wie Sortimo eine auf den ersten Blick sehr wertvolle Entscheidung, die ich dennoch skeptisch betrachte. Wird sich die teilweise gleichgültige Einstellung zum Thema Ladungssicherung durch die Androhung von verstärkten Kontrollen verändern? Man muss kein Experte sein, um zu erkennen, dass seit einigen Jahren die Ladungssicherung im europäischen Straßenverkehr in Missklang geraten ist. Ungleiche Regelungen in der EU führen zu unterschiedlichen Anforderungen an die Sicherung der Güter, die wiederrum zu Missverhältnissen im Ländervergleich führen. Sinnvolle Regelungen und Sicherheitsvorkehrungen aus den deutschen Bestimmungen sind von der EU nicht übernommen worden. Die daraus resultierende Ungleichheit der Normen, Gesetze, Leitfäden und Regeln führen zu Unmut und letztlich zu Unordnung im Transporter. Die deutschen Regelungen würden durchaus auf EU-Ebene Sinn machen.

Dennoch bin ich der Meinung, dass Judikative und Exekutive allein kein Umdenken erzwingen können. Darum stellt sich für uns als Hersteller von Fahrzeugeinrichtungen und Ladungssicherungselementen die Frage, wie wir dem Unverständnis zur Ladungssicherung begegnen können. Uns bieten sich zwei wertvolle Wege, über die wir die Ausstattung der Fahrzeuge mit Ladungssicherungselementen und die Sicherung des Transportgutes zum festen Bestandteil des Arbeitsalltages etablieren möchten: die stetige Weiterentwicklung unserer Produkte und die Aufklärung über die Steigerung der Wirtschaftlichkeit im Unternehmen durch ein professionelles Ladungssicherungssystem.

Dabei fragen wir uns nicht nur, was eine Ladungssicherung mindestens imstande zu leisten sein muss, sondern wie wir eine maximal sichere und reale Umsetzung für alle Beteiligten so alltagstauglich wie möglich machen können. Wir denken an alle haftenden Personen, den Flottenmanager, den Verlader und den Fahrer des Fahrzeuges.

Der Arbeitskreislauf wird durch ein durchdachtes, aber einfach zu handhabendes Ladungssicherungssystem in vielerlei Hinsicht flüssiger. Einfache Anwendungsmöglichkeiten durch integrierte Sicherung in Fahrzeugeinrichtungen sowie Boden- und Wandverkleidungen nehmen erstens das Haftungsrisiko, sparen zweitens kostbare Zeit und schonen drittens nicht nur Leben, sondern auch die Transportgüter. Unsere Lösung ist daher die Optimierung der Arbeitsabläufe durch eine Einfachheit in der Anwendung unserer Produkte, die aber eine Komplexität an Möglichkeiten zur Sicherung darstellen. Sehr positive Erfahrungen haben wir mit unseren Fahrzeugeinrichtungen gemacht, die mit einem integrierten Ladungssicherungssystem ausgestattet sind, sowie mit einem Ladungssicherungsboden, der es ermöglicht, an sämtlichen Stellen im Fahrzeug unter Beachtung der Achslastverteilung Verzurrmittel anzubringen. Scheinbar simple Systeme, die dem Unternehmen aber gleich mehrere positive ökonomische Effekte auf einmal bescheren.

Diese Lösungen sparen dem Verlader etwa 20 Prozent der Zeit, die er vorher allein mit der komplizierten Sicherung der Güter verbracht hat. Das können am Tag bis zu 1,5 Stunden sein. Hinzu kommt die dadurch schonende Beförderung der Ladung, die Transportschäden minimiert. Dem Fahrer wird ein sicheres Gefühl gegeben und man beugt Strafen bei Kontrollen vor, viel wichtiger aber: Die Unfallquote sinkt. Der Kreislauf setzt sich in der Minimierung der Versicherungsbeiträge und Senkung von unfallbedingten Ausfällen fort. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein effizientes Ladungssicherungssystem senkt Arbeitsstunden, Betriebsunfälle, Kosten und führt zu einer besseren Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

Ladungssicherung sollte daher für jedes Unternehmen als einfaches und selbstverständliches Mittel zur Kostenregulierung betrachtet werden und nicht allein als aufgezwungene Maßnahme der Regierung. Vor allem können Flottenmanager durch verantwortungsbewusstes Handeln ein durchgängiges Umdenken bei allen Beteiligten ermöglichen und die Straßen nachhaltig sicherer machen.

Reinhold Braun,
Geschäftsführer der Sortimo International GmbH