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Das C-Segment trägt den Namen „Golf-Klasse“ zu Recht: Der Golf ist auch die kostengünstigste Limousine
So haben wir gerechnet
Bei den Kombis fährt mit dem Renault Mégane ein Franzose auf Platz zwei in der preislich hart umkämpften Kompaktklasse, zwischen den VW-Konzern mit Skoda und den Koreanern mit Hyundai
Tabelle 1: C-Segment (Untere Mittelklasse) Diesel-Limousinen
Tabelle 2: C-Segment (Untere Mittelklasse) Diesel-Kombis

TCO-Report der Unteren Mittelklasse

In Zusammenarbeit mit Eurotax- Schwacke beleuchten wir in jeder Ausgabe des Flottenmanagement ein Fahrzeugsegment unter dem Gesichtspunkt der Vollkosten. Dabei gehen wir von einem Kauffuhrpark aus und berücksichtigen alle wesentlichen Kosten (siehe Kasten „So haben wir gerechnet“). Im C-Segment, also der „Golf-Klasse“, haben wir als praxisgerechte Basis eine dreijährige Haltedauer, eine jährliche Fahrleistung von 30.000 Kilometern und ausschließlich Dieselmotoren gewählt.

Limousinen
Die sogenannte Golf-Klasse trägt ihren Namen offenbar völlig zu Recht: Zumindest bei den Limousinen liegt der Golf unter Vollkosten-Gesichtspunkten klar vorn. Nur 20 Cent pro Kilometer netto verursacht der Volkswagen Golf 1.6 Liter TDI BlueMotion Technology insgesamt und liegt dabei deutlich vor dem Zweitplatzierten, dem Konzernbruder Seat Leon 1.6 TDI DPF Ecomotive – und das vor allem, weil der Golf einfach den besseren Restwert im Markt bringt. Ebenfalls ein Konzernprodukt ist der Drittplatzierte, der Audi A3 1.6 TDI, der trotz des deutlich höheren Kaufpreises über die Gesamtdauer von drei Jahren Laufzeit nur gut 100 Euro netto mehr kostet als der Seat Leon – auch dies ist überwiegend dem auch im Vergleich zum Golf nochmals deutlich höheren Restwert geschuldet.

Auf den Plätzen vier und fünf, und damit direkt hinter dem mächtigen VW-Konzern, reiht sich mit Hyundai und Kia bereits der nächste große Konzern ein, in diesem Fall ein koreanischer. Die Kaufpreise der beiden asiatischen Konkurrenten sind teilweise deutlich niedriger als beim Sieger-Trio, allerdings verlieren Hyundai und Kia etwas wegen geringerer Restwerte sowie höherer Werkstatt- und Kraftstoffkosten. Dennoch ist der Kostenabstand so gering, dass die Entscheidung für oder gegen die Koreaner eher politisch ausfallen wird, und nicht unter reinen Kostengesichtspunkten.

Noch immer gibt es auch in dieser hart umkämpften Fahrzeugkategorie – vor allem unter dem Gesichtspunkt der Vollkosten – deutliche Unterschiede bei den Haltekosten. So verursacht der in unserer Übersicht teuerste Kompakte, der Opel Astra, gegenüber dem preisgünstigsten, dem neuen Golf, fast 23 Prozent höhere Gesamtkosten. Wie wichtig die Restwerte sind – lange Zeit fast das einzige Kriterium vieler Fuhrparkmanager bei der Fahrzeugwahl – sieht man auch an der Platzierung im Kostenranking der sogenannten Premiummarken Audi, Mercedes und BMW: Trotz deutlich höherer Listenpreise finden sie sich auch unter dem Gesichtspunkt der Vollkosten auf guten Plätzen wieder, der Audi sogar bei den Top 3. Und die höhere Mitarbeitermotivation gibt es inklusive.

Kombi-Modelle
Auch bei den Kombis ist ein Produkt des Volkswagen- Konzerns auf Platz 1: Hier entscheidet der Škoda Octavia Kombi den Vollkostenvergleich für sich. Zwischen Volkswagen und wieder einmal den koreanischen Wettbewerbern Hyundai und Kia konnte sich auf Platz 2 jedoch ein Franzose durchsetzen: Der Renault Mégane Grandtour kompensierte mit seinem günstigeren Listenpreis den etwas höheren Wertverlust, zudem fährt er bei dem zweiten großen Kostenfaktor, dem Kraftstoffverbrauch, allen Wettbewerbern kilometerweit voraus.

Die Unterschiede in den TCO liegen bei den Kombi-Modellen mit knapp 28 Prozent Differenz ähnlich hoch wie bei den Limousinen, allerdings fehlt hier ein so klarer Gewinner wie bei den Limousinen.

Deutliche Unterschiede bei den Einzelwerten
Wie wichtig die Konzentration auf die TCOWerte bei dem Vergleich von potenziellen Flottenfahrzeugen ist, zeigt sich auch an den Einzelwerten in unseren Tabellen. So hat beispielsweise bei den Limousinen der Audi gegenüber dem Seat Leon einen um acht Prozent höheren Restwert, und trotz des höheren Kaufpreises obendrein einen um fast 1.000 Euro niedrigeren Wertverlust in Euro über die kalkulierte dreijährige Laufzeit, und auch die Kraftstoffkosten sind exakt gleich. Dennoch landet der Seat unter dem Vollkostenaspekt vorn: Die Versicherungs- und Werkstattkosten sind einfach deutlich günstiger – und natürlich auch der absolute Kaufpreis in Euro.

Ähnlich geht es den weiteren Premiummodellen Mercedes-Benz A-Klasse und BMW 1er: Trotz hervorragender Restwerte um die 50 Prozent – in dieser Region spielen sonst nur der Golf und der Audi A3 – reicht es nicht für die Podiumsplätze. Das liegt zum einen an den deutlich höheren Kaufpreisen, die dann bei den Gesamtkosten über die Laufzeit nicht komplett durch den höheren Restwert kompensiert werden. Beim BMW kommt dann noch ein relativ hoher Kraftstoffverbrauch hinzu.

Gesamtkostenstruktur
Die EurotaxSchwacke-TCO-Übersicht zeigt – völlig unabhängig von dem gewählten Modell – auch sehr deutlich, welches die Hauptkosten bei einem Dienstwagen in dieser Klasse sind. Während sich auch noch etliche Fuhrparkleiter auf die Kosten des Fahrzeugkaufs fokussieren, sieht man sehr deutlich, dass die Gesamtkosten für den Kauf (also Kaufpreis minus Restwert plus Finanzierungskosten) in etwa gleichauf liegen mit den Nutzungskosten (also Kraftstoff-, Versicherungs-, Werkstatt- und Reifenkosten sowie laufende Steuern). Größter Einzelblock ist der Wertverlust, an zweiter Stelle kommen dann schon die Kraftstoffkosten.

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