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Die Dinge sind nicht immer, wie sie manchmal scheinen. BMW Einser als Diesel in Sicht? Dann muss es keineswegs zwingend die Standardvariante mit 143 PS sein. Modellschriftzug fehlt, von den Endrohren lugen zwei hinter der Schürze hervor? Dann handelt es sich um einen 125d mit 218 ausgewachsenen Pferden. Bitte nicht anlegen mit dem durchtrainierten Hecktriebler, denn er geht hurtig nach vorn. Für den Standardsprint auf 100 km/h nennt das Werk 6,3 Sekunden im Falle der Version mit Achtgang-Wandlerautomatik, die Topspeed steht mit 240 Sachen in den Papieren – in der Tat ambitionierte Werte. Darüber hinaus stehen zwischen 1.500 und 2.500 Touren satte 450 Nm Drehmoment bereit, demnach ist es kein Problem, schwarze Striche auf den Asphalt zu malen.

Bei schwerem Gasfuß jedoch gebietet die elektronische Stabilitätskontrolle Einhalt, wenngleich sie Schlupf nicht immer verhindern kann. Dafür aber potenzielle Zwischenfälle auf windungsreichen Landstraßen – hier macht der Einser nämlich richtig Spaß. Mittels direkter Lenkung und knackigem Fahrwerk witscht der BMW um die Ecken, bei forcierter Gangart gerne auch mal mit dem Hinterteil voraus. In Maßen ist diese Art der Dynamik gefahrlos beherrschbar; sportlich wird auch die Anschaffung für manchen Interessenten, denn die stärkste Selbstzünder- Kompaktklasse kostet mit Automatik netto 29.957 Euro. Im Gegenzug kommt der registeraufgeladene Bayer mit schicken Alus, Klimaanlage und Radio vorgefahren. Eine Bluetooth-Freisprechanlage kostet 252 Euro (netto) Aufpreis, und Bildschirm-Navigationssysteme erfordern je nach Funktionsumfang ab 1.336 Euro extra.