PDF DOWNLOAD

Wer dem Infiniti-Händler einen Besuch abstattet, erwartet von einem Auto mehr als nur zweckmäßige Fortbewegung. Andererseits ist auch klar: Dick auftragen ist nicht das Ziel, denn diese luxuriösen Japaner sind alles andere als protzig unterwegs. Mit dezent-eigenwilliger Designnote – besonders die geschwungenen Linien fallen auf – vermitteln sie eine Portion Extravaganz auf betont zurückhaltende Weise. An dieses Prinzip hält sich natürlich auch der mit dem Buchstaben „M“ versehene Businessklässler. Und wer vor dem Einsteigen auf die wohlgeformten Kotflügel achtet, wird selbiges Muster auch innen wiederfinden. Überall geschwungene Elemente nebst schicken Edelhölzern – so weit das Auge reicht. Aber schon Sekunden später nimmt der Passagier die himmlisch weichen Fauteuils wahr und stellt fest: Dieser Infiniti ist für weite Reisen geradezu prädestiniert.

Vor allem als Hybridvariante 35h. Für Vortrieb sorgen ein 3,5 Liter großer, wohlklingender Sechszylinder (306 PS) sowie ein 68 PS starker Elektromotor. Vereint kommen beide auf eine Systemleistung von satten 364 PS und geben ihren Punch über ein siebenstufiges Automatikgetriebe an die Hinterräder. Dass hier in puncto Längsperformance keine Langeweile entsteht, liegt auf der Hand. Gaspedalbefehle setzt der Infiniti geradezu ungestüm um und presst seine menschliche Fracht bis zur begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h in die Sitze. Zwar lässt der Vorwärtsdrang jenseits der 200 Sachen naturgemäß nach, aber selbst gestandene Sportwagen beschleunigen nicht besser. Mit dem Unterschied, dass der M35h den Insassen keine Kompromisse beim Komfort aufbrummt und den ausgeprägten Gleiter gibt.

Auf Knopfdruck kann man die Antriebseinheit dynamischer oder im Charakter gemächlicher stimmen. Und dabei bedienten sich die Techniker einer unkonventionellen Methode: Abgesehen von der veränderten Schaltstrategie des Getriebes wird das Gaspedal im Normalmodus (Eco) ab einem gewissen Punkt schwergängiger, sodass der Automat eher im großen Gang bleibt und statt Drehzahl Drehmoment zum Einsatz kommt. Den gemittelten Verbrauch geben die Verantwortlichen übrigens mit beeindruckenden 6,9 Litern an – das sind sogar 0,6 Liter weniger als beim Diesel. Und sonst? Viele Knöpfchen, viel Platz und gute Verarbeitung – so in etwa lässt sich der Eindruck vom M-Innenleben zusammenfassen. Den gibt es ab netto 46.630 Euro mit vielen Annehmlichkeiten. Ein Navigationssystem muss indes zugekauft werden für 2.016 Euro netto.