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Sechs Zylinder werkeln unter der Haube, aber das Doppelrohr verrät ihn nicht. Die konventionellen Dreiliter-Selbstzünder-A4 nämlich tragen jeweils ein Endrohr auf beiden Seiten – nicht aber der Clean Diesel. Das mit einem Additiv arbeitende, besonders saubere Euro 6-Triebwerk tut nach außen so, als handele es sich um eine Basisausgabe. Spätestens beim kräftigen Durchbeschleunigen auf der Einfädelspur merkt der Hintermann, dass etwas mehr Punch im Spiel ist mit 245 PS und bärigen 500 Nm schon ab ultraniedrigen 1.400 Touren. Entsprechend bullig kommt der mit Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstete Allradler aus den Startlöchern und sticht die meisten Verkehrsteilnehmer an der Ampel mühelos aus. Begleitet wird der Vortrieb von einem kultiviert klingenden Unterton.

Darüber hinaus zeichnet sich der noble Kombi durch äußerst kommode Sessel aus – hier kann man lange Reisen in vollen Zügen genießen. An der Gestaltung des Interieurs hat sich mit dem milden Facelift nichts grundlegendes geändert – vor allem die solide Verarbeitung blieb erhalten und natürlich das markentypische MMI-Bediensystem. Äußerlich ist der neue Jahrgang an modifizierten Rückleuchten (auf Wunsch LED) sowie den moderat weiterentwickelten Frontscheinwerfern zu erkennen. Nun die Preisfrage: Ab netto 40.294 Euro steht der A4 Avant 3.0 TDI Clean Diesel zur Verfügung – serienmäßig freilich sind Klimaanlage, Radio und die volle Sicherheitsausrüstung, während ein Bildschirmnavigationssystem mindestens 1.764 Euro (netto) kostet; die Bluetooth-Freisprechanlage erfordert 252 Euro netto extra.