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Wer in Europa erfolgreich Autos verkaufen will, muss den Markt kennen, also somit die Bedürfnisse der Kunden. Besonders asiatische Labels tun sich oft schwer damit, auszumachen, wie die Leute hier ticken – natürlich, es prallen zwei Kulturen aufeinander. Daher macht es Sinn, die Produkte am Puls der Menschen zu entwickeln und auch zu bauen – genau so macht es Kia bereits mit bestimmten Modellen. Dann ist da noch Peter Schreyer, der es versteht, Fahrzeuge zu entwerfen, die emotional ansprechen; er war es übrigens, der Kia ein unverwechselbares Familiengesicht verpasste. Das trägt freilich auch der schneidige Rio, der mit 4,04 Metern Länge ein typischer Kleinwagen und damit ordentlicher Allrounder ist. Ein gutes Platzangebot sowie kommode Sitze machen den Rio ebenso fit für lange Fahrten.

Wie schlägt sich der Koreaner mit dem 109 PS starken 1,4-Liter-Vierzylinder? Um hurtig voranzukommen, braucht es freilich Drehzahlen; der Punch reicht im normalen Fahralltag, das mechanische Getriebe mit sechs Übersetzungen lässt sich leichtgängig schalten. Ein mild abgestimmtes Fahrwerk absorbiert Straßenpatzer recht wirkungsvoll. Dass harte Querfugen deutlicher in die Fahrgastzelle dringen, liegt auf der Hand. Und sonst? Dank intuitiver Bedienung kann die Gebrauchsanweisung getrost im Fach bleiben. Das Paneel für die Radiofunktionen liegt gut erreichbar auf dem Armaturenträger, es gibt außerdem klare, gut ablesbare Rundinstrumente – was will man mehr? Für netto 11.983 Euro steht der 1,4er in der Edition7- Ausstattung beim Händler – es gibt die volle Sicherheitsausrüstung, Alus, Klimaanlage und Radio. Navigationssystem wie Bluetooth-Freisprechanlage sind höheren Linien vorbehalten und mit ein paar Tausendern extra zu vergüten.