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In der letzten Ausgabe haben wir zum Einstieg in unsere neue Rubrik „User Chooser” verschiedene Bilder von den Fahrerinnen oder den Fahrern gezeichnet, die die typischen User Chooser ausmachen. Den sportlichen Typ, der gerne 100 Euro und mehr aus eigener Tasche für sein Fahrzeug dazu zahlt, um ein dynamisches Fahren zu erleben. Den Sicherheitsdenker, der eigenes Geld gibt, um zusätzlichen Komfort und Sicherheit zu erhalten. Bei beiden Typen kann es passieren, dass, wenn der neue Dienstwagen konfiguriert wird, der Neue doch teurer werden könnte, als das Budget es hergibt beziehungsweise als die Vernunft es zulässt.

Wir haben hier einmal verschiedene Dienstwagen zusammengestellt, wie sie von den unterschiedlichen Nutzertypen gewählt werden könnten. Im direkten Vergleich mit der Version, die durch die Car Policy vorgeschriebene Serien- und Extraausstattungen enthält, steht die durch Eigenanteil erweiterte individuelle User Chooser-Variante. Bei dieser haben wir auf Basis unseres auch beim Kostenvergleich verwendeten Musterfuhrparks die jeweiligen Leasingraten (mit freundlicher Unterstützung von LeasePlan) und die für Zusatzausstattungen anfallenden monatlichen Mehrkosten ermittelt. Somit lässt sich auf einen Blick beispielhaft erkennen, welche beliebten Extras mit wie viel Euro (in der LeasePlan-Kalkulation) zusätzlich zu Buche schlagen. Des Weiteren muss der Dienstwagennutzer immer noch die Versteuerung nach der 1-Prozent-Methode darauf rechnen, sofern nicht nach Fahrtenbuch versteuert wird. Die Basis dafür liest sich in der rechten Tabellenspalte. Dazu kommen noch die individuellen Wegstrecken zur Arbeitsstätte.
Für den Sicherheitsliebenden haben wir ein kleines SUV, nämlich den Audi Q5 2.0 TDI, ersonnen, das ihm in der hypothetischen Car Policy zugestanden wird, allerdings in der Version mit Schaltgetriebe. Allein für die Version mit dem Stronic 7-gang Automatikgetriebe zahlt der User Chooser freiwillig 30 Euro netto pro Monat dazu. Die Liste der komfort- und sicherheitssteigernden Extras mag vielleicht etwas lang sein – dennoch liegt der Eigenanteil nicht höher als 185 Euro – aber sie zeigt unter anderem, dass Ausstattungen, die nur in Verbindung mit anderen Ausstattungen gewählt werden können, die Leasingrate und ebenfalls die Basis für den geldwerten Vorteil nicht erhöhen.

Der hier als zweites ausgewählte vom Unternehmen und deren Car Policy gewährte imaginäre Dienstwagen beschränkt sich auf das BMW Modell 320 DPF in der Edition Fleet mit einer zusätzlichen Ausstattung von Navigation, Klimaautomatik sowie Einparkhilfe, welche zwei von BMW angebotene Großkundenpakete beinhalten. Diese senken zwar die monatliche Rate, erhöhen aber gleichzeitig den Listenneupreis als Basis für den geldwerten Vorteil. Im Vergleich zu den jeweiligen Einzelposten liegt die Leasingrate rund 23 Euro netto niedriger, der Listenneupreis hingegen steigt um 1.900 Euro brutto, das heißt 19 Euro monatlich mehr zu versteuern, weil nicht der Paketpreis, sondern die einzelnen Komponenten preislich zugrunde gelegt werden. Der User Chooser bevorzugt hier ein sportlicheres Modell und wählt die Sport Variante, was ohne Eigenanteil bereits eine Differenz von 106 Euro netto zusätzlich ausmacht. Mit den darüber hinaus gewählten Extras erhöht sich die Rate auf 907 Euro inklusive Kraftstoff, was einen Eigenanteil von 165 Euro ausmachen würde. Der als geldwerte Vorteil zu versteuernde Betrag liegt bei 496 Euro monatlich, in Relation zu 399 Euro bei der „Firmen-Basisvariante“.

Das Fahrzeug, das der preisbewusste User Chooser wählt, soll hier einmal der neue Ford Focus Turnier in der Motorisierung 1.6 TDCI mit 85 kW/116 PS sein. Die firmenseitig vorgegebene Ausstattung beinhaltet unter anderem ein Navigationssystem, Einparkhilfe sowie laut UVV vorgeschrieben ein Sicherheitsnetz für den Gepäckraum. Zur vom Unternehmen übernommene Rate von rund 510 Euro netto inklusive Kraftstoff wählt der User Chooser lediglich eine Anhängerkupplung, die die Rate monatlich um 10 Euro netto erhöht, sowie eine Sitzheizung für die Vordersitze, was zusätzliche 2,47 Euro netto monatlich ausmacht. Der bescheidene Dienstwagennutzer zahlt somit 12,47 Euro netto aus eigener Tasche hinzu, der zu versteuernde Betrag liegt bei 259 Euro monatlich, 251 Euro wären es ohne die selbst gewählten Extras.
Die Fahrzeugkonfiguration gehört, wie wir schon zitiert haben, zu den liebsten Beschäftigungen des User Choosers. Daher kann es nicht schaden, lange bevor der Leasingvertrag tatsächlich ausläuft, zu schauen, was man will, was man darf und was man sich leisten kann und will. Meistens deckelt die Car Policy oder letztlich der Fuhrparkverantwortliche, wenn die Rate auszuufern droht.