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Der Mitsubishi i-MiEV, der Peugeot iOn und der Citroën C-Zero sind im wesentlichen baugleich, jedoch preislich leicht unterschiedlich positioniert. Verglichen haben wir die TCO der beiden Elektroautos mit dem aus unserer Sicht vergleichbaren Citroën C1.

Folgende Annahmen wurden dabei von uns für die erwarteten Service- und Maintenancekosten getroffen:

1. Die Service- und Wartungskosten fallen zirka 35% niedriger aus als bei vergleichbaren Modellen mit Verbrennungsmotor (beispielsweise keine Motorölwechsel, keine Zahnriemenwechsel)

2. Durch das rekuperative Bremssystem der Elektromobile gehen wir von rund 20% niedrigeren Verschleißkosten bei den Bremsen aus

3. Angenommene Kraftstoffpreise für diese Analyse Super: 1,45 Euro / l
Strom: 0,2545 Euro / kWh

Gegenübergestellt haben wir die erwarteten Gesamtkosten für eine Laufzeit von drei und vier Jahren bei einer Jahreslaufleistung von 10.000 und 20.000 Kilometern. Wobei 20.000 Jahres-Kilometer wohl auch schon die Grenze des überhaupt Machbaren darstellt bei einem Fahrzeug, das rund 100 Kilometer mit einer Stromfüllung fahren kann und ohnehin eher in die Rubrik Kleinstfahrzeug einzuordnen ist – also eher für regionale Fahrten und Stadtfahrten einsetzbar.

Die Kostenübersicht zeigt: Elektrisch fahren kostet derzeit rund das Doppelte als mit einem vergleichbaren Verbrenner. Vor allem der rund dreieinhalbmal so hohe Kaufpreis macht das Elektroauto heute noch unrentabel. Da hilft es auch nicht, dass sowohl die Wartung als auch die Kraftstoffkosten deutlich günstiger sind – der höhere Kaufpreis wird dadurch nicht einmal ansatzweise aufgefangen; dazu müssten viel mehr Kilometer gefahren werden können.

So kostet der Kilometer im C1 bei einer Jahresfahrleistung von 10.000 Kilometern je nach Haltedauer zwischen 39 und 41 Cent (alle Preise netto) pro Kilometer, elektrisch betrieben kostet der Kilometer dann jedoch schon zwischen 74 und 86 Cent. Auch bei einer deutlich höheren Jahresfahrleistung von 20.000 Kilometern – für so ein kleines Fahrzeug mit langen Ladezyklen wie erwähnt schon recht optimistisch – wäre die Differenz noch bei 23 bis 25 Cent versus 41 bis 48 Cent pro Kilometer.

Dennoch: Als Test für den Praxiseinsatz im Alltag ist ein Elektroauto in jeder größeren Flotte gut aufgehoben. Ein Anfang muss einmal gemacht werden, denn wenn jeder nur abwartet, gibt es weder echte Praxiserfahrungen noch eine motivierte Weiterentwicklung der Technologie.

 

 

Warum so hohe Restwerte für die Elektrofahrzeuge?

EurotaxSchwacke hat die Restwerte für die Elektrofahrzeuge relativ hoch angesetzt, prozentual vergleichbar mit denen eines analogen Verbrenners. Wir haben nachgefragt, wie EurotaxSchwacke zu dieser Einschätzung kommt:

1. Wir gehen davon aus, dass sich die Batterietechnologie nur langsam entwickeln wird und in 3 bis 4 Jahren die Reichweiten noch nicht signifikant größer und die Kosten noch nicht signifikant niedriger geworden sein werden. Das heißt, die ersten Elektrofahrzeuge werden auch dann noch einigermaßen attraktiv sein.

2. Wir gehen davon aus, dass es in den nächsten Jahren zu einem Nachfrageüberschuss auf dem Gebrauchtwagenmarkt kommen wird. Wie bereits derzeit auf dem Neuwagenmarkt sind die Hersteller derzeit (noch) nicht in der Lage die Nachfrage zu befriedigen, das Angebot ist zu klein.

3. Wir gehen davon aus, dass sich die Situation in den nächsten Jahren ändern wird, dass a) circa ab 2013 das Angebot auf dem Neuwagenmarkt die Nachfrage befriedigen kann, dass auf dem Neuwagenmarkt erste Sättigungseffekte auftreten, und dass b) ab circa 2015 auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein ausreichendes Angebot verfügbar sein wird und die Restwerte (in Euro) dann unter Druck geraten werden.

 

 

Alternative Peugeot iOn

Peugeot verkauft seine Elektroautos nicht, sondern bietet diese als reines Leasingmodell an. Für 499 Euro netto monatlich gibt es den iOn bei einer Laufzeit von 48 Monaten und maximal 10.000 Kilometern pro Jahr, Wartung inklusive. Hinzu kommt dann nur noch der Strom und die Versicherung.

Bei dieser Variante, für gewerbliche Kunden unter http://www2.peugeot.de/ion-auswahl/ zu finden, trägt Peugeot dann auch gleich das Restwertrisiko.

Der Peugeot iOn würde dann bei 48 Monaten Laufzeit und 40.000 Kilometern Gesamtfahrleistung monatlich 618 Euro kosten, ist also auf die Laufzeit geringfügig günstiger als die Kaufvariante des CZero und des iMiEV. Dafür hat der Kunde dann aber auch nicht die Wahl, den Wagen gegebenenfalls zu behalten.